Wednesday, 23. September 2026
Allianz

DAX-Check: Allianz, Deutsche Bank und DHL im Fokus

Beim DAX-Check am 23. September stehen Allianz, Deutsche Bank, DHL Group, Drägerwerk, Siltronic und Zalando im Mittelpunkt – mit klaren Chartanalysen.

Redaktion · 23. September 2026, 08:19 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.09.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der DAX startete am Mittwoch, 23. September, mit einem leichten Plus von rund 0,5 Prozent bei etwa 25.700 Zählern in den Handelstag – gestützt von freundlichen Vorgaben aus Asien und neuen Rekorden beim Nasdaq Composite. Im täglichen DAX-Check stehen sechs Einzelwerte besonders im Fokus: Allianz, Deutsche Bank, DHL Group, Drägerwerk, Siltronic und Zalando. Die Marktrenditen bewegen sich in Deutschland bei 3,44 Prozent, in den USA auf dem weiterhin hohen Niveau von 4,95 Prozent. Ölpreise geben nach, da Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten aufkeimen.

DAX-Charttechnik: Befreiungsschlag in Richtung 26.000 Punkte?

Der DAX war am Vortag schwankungsfreudig, schloss aber nahezu unverändert. Zeitweise testete der Index die 50-Tage-Linie, konnte sie jedoch nicht nachhaltig überwinden. Gelingt der Durchbruch, wäre das ein charttechnisches Kaufsignal in Richtung der runden Marke von 26.000 Punkten.

Als wichtige Widerstandszone gilt der Bereich zwischen dem alten Ausbruchsniveau bei rund 25.900 und der 26.000-Punkte-Marke. Nach unten bleibt ein offenes Gap bei 25.100 Punkten ein latentes Risiko. Die Abwärtsdynamik nach dem jüngsten Hoch hat spürbar nachgelassen – der Index bewegt sich in einer engen Seitwärtsspanne.

Allianz und Deutsche Bank unter Druck

Die Allianz-Aktie verlor am Vortag mehr als drei Prozent und unterschritt dabei sowohl die 50-Tage-Linie als auch die horizontale Unterstützung bei rund 435 Euro. Auslöser waren neue Sorgen rund um den Einsatz von KI in der Vermögensverwaltung: Plattformen wie das KI-Tool von Morgan Stanley könnten Teile des Vertriebs disruptieren und Margendruck erzeugen. Kurzfristig droht ein Rückgang in Richtung 420 Euro, möglicherweise sogar bis zum alten Ausbruchsniveau bei 400 Euro. Langfristig bleibt die Allianz – nicht zuletzt wegen der anstehenden Rentenreform in Deutschland – eine aussichtsreiche Aktie.

Auch die Deutsche Bank litt unter schwachen Vorgaben aus den USA. Der dortige Bankenindex verzeichnete deutliche Verluste. Gleich zwei Faktoren belasten den Sektor:

  • Sorgen um nachlassendes Kapitalmarktgeschäft, falls große KI-IPOs wie OpenAI oder Anthropic verschoben werden
  • Schrumpfende Zinsspanne zwischen 2- und 10-jährigen Anleihen (aktuell nur noch 17–22 Basispunkte), was die Ertragskraft der Banken drückt
  • Steigende Renditen erhöhen langfristig das Kreditausfallrisiko

Die Deutsche Bank unterschritt ebenfalls kurzzeitig die 50-Tage-Linie, ohne diese jedoch nachhaltig zu brechen. Die nächste horizontale Unterstützung bietet einen möglichen Wendepunkt.

DHL Group und Drägerwerk überzeugen operativ

Die DHL Group präsentierte sich zuletzt stark. Besonders das sogenannte Heavyweight-Expressgeschäft – also B2B-Sendungen für Rechenzentren, Chipfabriken, den Gesundheits- und Energiemarkt – läuft hervorragend. Im zweiten Quartal wurden in den definierten Wachstumsmärkten zweistellige Umsatzsteigerungen erzielt. Die bestehende Expressinfrastruktur kann für schwerere Sendungen genutzt werden, was die Margen zusätzlich verbessert. Trotz der allgemeinen Deglobalisierungsdebatte bleibt der internationale Warenverkehr auf Rekordniveau – davon profitiert die DHL Group nachhaltig.

Drägerwerk setzt seinen Aufwärtstrend fort. Sowohl im Bereich Sicherheitstechnik als auch im Medizinsegment hat sich das Bild deutlich verbessert. Das charttechnische Allzeithoch der Vorzugsaktien bei rund 123,70 Euro aus dem Jahr 2015 rückt in greifbare Nähe. Nach einem Kursanstieg von rund 160 bis 170 Prozent seit Jahresbeginn 2025 könnte dieses Niveau jedoch im ersten Anlauf Widerstand leisten. Mittelfristig ist sogar eine mögliche Aufnahme in den MDAX denkbar, was zusätzliche Nachfrage durch Indexfonds erzeugen würde.

Siltronic und Zalando: Chancen mit Fragezeichen

Bei Siltronic reduzierte Großaktionär Wacker Chemie seinen Anteil auf rund 15 Prozent, indem 2,2 Millionen Aktien zu 77,25 Euro platziert wurden – ein Erlös von rund 171 Millionen Euro. Der Abbau des Aktienüberhangs wird grundsätzlich positiv gewertet. Die Wafernachfrage bleibt angespannt, Knappheit und steigende Preise dürften sich bis 2027/2028 fortsetzen. Die Aktie notierte nach kurzzeitigem Rückgang bereits wieder über 80 Euro. Ein nachhaltiger Ausbruch aus dem bestehenden Abwärtstrend wäre ein klares Kaufsignal.

Kritischer fällt die Einschätzung zu Zalando aus. Ein Analystenhaus sieht ein Kursziel von 53 Euro – was einer Verdopplung bis Verdreifachung des aktuellen Kursniveaus entspräche. Angesichts preissensibler Verbraucher in Europa und nur moderater Margenverbesserungen erscheint dieses Ziel wenig realistisch. Die wichtige Unterstützung bei rund 21,50 Euro muss zunächst verteidigt werden. Für kurzfristig orientierte Anleger bieten sich derzeit attraktivere Alternativen im deutschen Aktienmarkt.

Der DAX ringt weiterhin mit der charttechnischen Entscheidungszone. Ob der Ausbruch über 25.900 Punkte gelingt, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Anleiherenditen und der Stimmung an den US-Märkten ab. Als Makrodaten stehen am heutigen Mittwoch die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in Deutschland und der Eurozone auf der Agenda.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Wirtschaft & Finanzen

Alle Beiträge →