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Ukraine-Krieg: Putins Taktik gegen Energieinfrastruktur

Russland lehnt eine Teilwaffenruhe ab und zielt gezielt auf die Energieinfrastruktur der Ukraine. Was steckt hinter Putins Wintertaktik im Ukraine-Krieg?

Redaktion · 23. September 2026, 17:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Russland lehnt eine von den USA und der Ukraine vorgeschlagene Teilwaffenruhe im Energiesektor ab und setzt stattdessen auf eine systematische Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur. Besonders mit Beginn der Wintermonate rücken Energieanlagen, Logistikzentren und Bahninfrastruktur ins Visier russischer Angriffe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski hatte nach einem Treffen mit Donald Trump in New York angekündigt, ukrainische Angriffe auf russische Energieanlagen einzuschränken – unter der Bedingung, dass Moskau dasselbe tue. Doch Russland lehnte diesen Vorschlag kategorisch ab.

Selenski und Trump: Annäherung ohne konkrete Zusagen

Nach ihrem Gespräch in New York bekräftigte Selenski, die Ukraine werde keine russischen Energieanlagen mehr angreifen, wenn Russland im Gegenzug ebenfalls darauf verzichte. Trump hatte bereits seit mehreren Tagen gefordert, dass Angriffe auf Ölraffinerien auf beiden Seiten eingestellt werden sollten.

Konkrete Unterstützungszusagen blieb Trump jedoch schuldig. Insbesondere bei den dringend benötigten Patriot-Abwehrraketen erhielt Selenski keine Zusage vom amerikanischen Präsidenten. Die Ukraine ist auf westliche Luftabwehrsysteme angewiesen, um sich gegen die massiven russischen Luft- und Drohnenangriffe zu schützen.

Russland wies die Idee einer Teilwaffenruhe unmissverständlich zurück. Moskau besteht nach wie vor auf einem dauerhaften Frieden als einzig akzeptablem Verhandlungsziel – eine Position, die im aktuellen Kriegskontext kaum als echtes Gesprächsangebot gewertet werden kann.

Russlands Wintertaktik: Infrastruktur als Kriegswaffe

Im ostukrainischen Isum, einer Stadt in der Provinz Charkiw, zeigt sich exemplarisch, wie weit russische Angriffe mittlerweile in den rückwärtigen Raum der ukrainischen Verteidigung reichen. Isum dient als Rückzugs- und Erholungsgebiet für kämpfende Truppen – mit Unterkünften, Restaurants und Versorgungseinrichtungen. Dennoch wird auch diese Stadt massiv attackiert.

Sichtbare Schäden belegen die neue russische Strategie:

  • Ein Antennenmast wurde durch eine russische Drohne zerstört.
  • Das Bürgermeisteramt von Isum wurde bereits 2022 zerstört, wiederaufgebaut und erneut durch Gleitbomben getroffen.
  • Lagerhallen, Logistikzentren und Fabriken werden gezielt angegriffen.
  • Hafen- und Bahninfrastruktur steht ebenso im Visier wie Energieanlagen.

Das erklärte Ziel Russlands: der ukrainischen Wirtschaft maximalen Schaden zuzufügen. Mit dem Einsetzen des Winters verschärft sich diese Strategie, da die Energieversorgung der Bevölkerung besonders verwundbar wird. Genau deshalb hat Russland kein Interesse daran, auf Angriffe gegen Energieanlagen zu verzichten.

Frontlage im Donbas: Kämpfe um Liman und Slowjansk

Militärisch konzentriert sich das Geschehen auf die Region rund um Liman, etwa 35 Kilometer östlich von Isum. Dort ist es ukrainischen Truppen zuletzt gelungen, russische Kräfte zurückzudrängen. Die in Isum stationierten Einheiten kämpfen zudem an der Front bei Slowjansk in der Provinz Donezk – dem derzeit wichtigsten Vorstoßziel der russischen Armee.

Die Lage für die Zivilbevölkerung gilt als verheerend. Selbst Ortschaften abseits der unmittelbaren Front sind russischen Angriffen ausgesetzt. Je weiter eine Stadt von der Frontlinie entfernt liegt, desto stärker rücken strategische Infrastrukturziele in den Vordergrund der russischen Angriffsstrategie.

Moskaus Friedensbedingungen bleiben unverändert

Die russischen Bedingungen für einen dauerhaften Frieden sind seit Monaten dieselben und gelten in Kyjiw als inakzeptabel:

  • Neutralität der Ukraine und Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft
  • Kein Einsatz westlicher Soldaten auf ukrainischem Territorium
  • Verhandlungen über eine neue europäische Sicherheitsarchitektur
  • Räumung des Donbas durch die Ukraine, konkret der Provinzen Donezk und Luhansk

Erst wenn diese Bedingungen erfüllt seien, könne über eine diplomatische Lösung nachgedacht werden, heißt es aus Moskau. Angesichts dieser Forderungen und der anhaltenden Intensivierung russischer Angriffe auf zivile und wirtschaftliche Infrastruktur bleibt ein baldiges Ende des Ukraine-Krieges in weiter Ferne. Die kommenden Wintermonate dürften die humanitäre Lage in der Ukraine weiter verschärfen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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