Friday, 25. September 2026
Chips Act

Technologie-Strategie: Reiche setzt auf Chips und KI

Wirtschaftsministerin Katharina Reiche nennt vier entscheidende Punkte für Europas Wettbewerbsfähigkeit – mit Fokus auf Halbleiter, KI und Chipsproduktion.

Redaktion · 24. September 2026, 22:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 24.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Europas Wettbewerbsfähigkeit steht unter Druck: Die Produktivität des Standorts Europa hat in den vergangenen Jahren um zehn Prozent nachgelassen. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche hat bei Gesprächen in Brüssel vier Punkte benannt, die sie als entscheidend für eine neue Technologie-Strategie Europa erachtet. Im Mittelpunkt stehen Halbleitertechnologie, industrielle Künstliche Intelligenz und der Ausbau digitaler Infrastruktur – Bereiche, in denen Europa nach Ansicht der Ministerin dringend aufholen muss.

Vier Punkte für Europas Technologie-Strategie

Reiche machte deutlich, dass Europa technologische Souveränität zurückgewinnen muss. Ihr Kernanliegen: Aus Technologie muss echte Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Stärke erwachsen. Ohne eine konsequente industriepolitische Strategie drohe der Kontinent den Anschluss an die führenden Technologienationen dauerhaft zu verlieren.

Die vier Schlüsselbereiche, die Reiche in Brüssel skizzierte, umfassen:

  • Beherrschung strategischer Technologien wie der Halbleitertechnologie
  • Einführung und Skalierung industrieller Künstlicher Intelligenz
  • Management digitaler und intelligenter Stromnetze
  • Aufbau einer wettbewerbsfähigen europäischen Chipsproduktion

Diese Punkte seien nicht voneinander zu trennen, so die Ministerin: Chips bilden die Grundlage für nahezu alle anderen technologischen Entwicklungen.

Halbleiter als Fundament der digitalen Wirtschaft

Besonders eindringlich betonte Reiche die zentrale Rolle von Chips für die moderne Gesellschaft und Wirtschaft. Ohne Halbleiter seien weder industrielle KI-Anwendungen noch das Management digitaler Stromnetze denkbar. „Ohne Chips ist unser heutiges Leben nicht denkbar”, so die Ministerin.

Der sogenannte Chips Act 2.0 – ein europäisches Rahmenwerk zur Stärkung der Halbleiterproduktion – soll hier einen wesentlichen Beitrag leisten. Ziel ist es, die Fertigung in Europa hochzuziehen, zu skalieren und langfristig konkurrenzfähig zu halten. Europa will damit seine Abhängigkeit von asiatischen und amerikanischen Chip-Lieferketten deutlich reduzieren.

Die strategische Bedeutung von Halbleitern reicht weit über die Elektronikindustrie hinaus: Sie sind unverzichtbar für Automobilbau, Medizintechnik, Energieversorgung und Verteidigung.

Milliarden-Investitionen in Deutschland – Dresden und Bayern im Fokus

Deutschland nimmt innerhalb der europäischen Halbleiterstrategie eine Schlüsselrolle ein. Mehr als vier Milliarden Euro investiert Deutschland gezielt in den Aufbau und die Erweiterung der heimischen Chipsproduktion.

Internationale Konzerne setzen dabei auf den Standort Deutschland:

  • TSMC, der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter, investiert massiv in Dresden
  • Auch weitere Großunternehmen engagieren sich in Bayern mit erheblichen Produktionsinvestitionen
  • Die Ansiedlungen schaffen Tausende hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region

Dresden hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten europäischen Zentrum für Halbleiterfertigung entwickelt – oft als „Silicon Saxony” bezeichnet. Die neuen Investitionen sollen diese Position weiter festigen und ausbauen.

Ausblick: Europas Chance auf technologische Souveränität

Wirtschaftsministerin Reiche sendet mit ihrem Vier-Punkte-Plan ein klares Signal: Europa darf technologische Schlüsselindustrien nicht länger anderen überlassen. Die Kombination aus europäischem Ordnungsrahmen – etwa durch den Chips Act – und nationalen Investitionen wie denen Deutschlands soll den Grundstein für eine nachhaltige Erholung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit legen.

Ob die Strategie aufgeht, hängt maßgeblich davon ab, ob Europa die nötigen Fachkräfte, Lieferketten und politische Kontinuität aufbringen kann. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob der Kontinent den technologischen Rückstand tatsächlich aufholen kann – oder ob der Abstand zu den USA und Asien weiter wächst.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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