Genderbonus bei Filmförderung in Bayern
Bayern vergibt 115.000 Euro extra über ein Gender Incentive in der Filmförderung. Schlüsselpositionen müssen weiblich oder divers besetzt sein.
Dieses Video wurde am 10.10.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
In Bayern sorgt ein neues Förderinstrument für politischen Streit: Der Film Fernsehfonds Bayern vergab 2025 erstmals zusätzliche Mittel über das sogenannte Gender Incentive. Insgesamt 115.000 Euro flossen an vier Filmprojekte – nicht aufgrund künstlerischer Qualität oder Publikumspotenzial, sondern weil bestimmte Schlüsselpositionen hinter der Kamera mit Frauen oder diversen Personen besetzt waren. Das Programm ist Gegenstand einer schriftlichen Landtagsanfrage der AfD und hat eine Debatte über Genderpolitik mit Steuergeld ausgelöst.
Was das Gender Incentive regelt
Das Gender Incentive ist ein Zusatzförderprogramm des Film Fernsehfonds Bayern, das 2025 erstmals zur Anwendung kam. Es sieht vor, dass Filmprojekte einen Bonus erhalten können, wenn sogenannte Schlüsselpositionen mit Frauen oder diversen Personen besetzt sind.
Zu den förderfähigen Positionen zählen laut den Angaben des Fonds:
- Produktion
- Regie
- Drehbuch
Sind diese Rollen entsprechend besetzt, kann ein Folgeprojekt bis zu 30.000 Euro zusätzlich abrufen. Im Förderjahr 2025 profitierten vier Projekte von dieser Regelung, was in der Summe zu den genannten 115.000 Euro führte.
Gendersensible Drehbuchlektorate als weiterer Förderbaustein
Neben dem Gender Incentive wurden im gleichen Zeitraum auch sogenannte diskriminierungssensible Drehbuchlektorate aus Fördermitteln finanziert. Dabei werden Drehbücher gezielt auf Darstellungen von Geschlecht, Diversität und mögliche Diskriminierung hin analysiert und begleitet.
Kritiker sehen darin einen weiteren Schritt hin zu einer inhaltlichen Einflussnahme des Staates auf künstlerische Produktionen. Die Förderung richte sich nicht mehr ausschließlich an der Qualität des Werkes aus, sondern an gesellschaftspolitischen Kriterien, die von staatlicher Seite vorgegeben werden.
AfD kritisiert CSU und Freie Wähler scharf
Florian Köhler, medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, hat die Förderpraktiken durch eine schriftliche Anfrage ans Licht gebracht. Er wirft den Regierungsparteien CSU und Freie Wähler vor, nach außen ein konservatives Profil zu pflegen, während sie gleichzeitig Programme finanzieren, die er als „Diversitätspropaganda” und „Genderbonus” bezeichnet.
Der Kern der Kritik lautet: Der Staat entscheide damit nicht mehr allein danach, was produziert wird, sondern wer produziert. Das sei eine Vermischung von Kulturförderung und Identitätspolitik auf Kosten der Steuerzahler.
Einordnung: Genderpolitik in der Kulturförderung
Geschlechterquoten und Diversitätsvorgaben in der Filmförderung sind kein bayerisches Alleinstellungsmerkmal. Ähnliche Instrumente existieren etwa beim Deutschen Filmförderfonds auf Bundesebene sowie bei öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die Produktionen co-finanzieren. Befürworter argumentieren, dass strukturelle Benachteiligungen von Frauen in der Filmbranche gezielte Gegenmaßnahmen rechtfertigen.
Die Debatte in Bayern verdeutlicht jedoch, wie stark das Thema Filmförderung politisch aufgeladen ist. Ob das Gender Incentive fortgeführt, ausgeweitet oder abgeschafft wird, dürfte angesichts des öffentlichen Drucks in den kommenden Haushaltsberatungen eine Rolle spielen. Der Fall zeigt exemplarisch, wie kulturpolitische Förderprogramme zunehmend zum Schauplatz grundsätzlicherer gesellschaftlicher Auseinandersetzungen werden.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.