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Antisemitismus

Linke Berlin: Debatte um Antisemitismus und Wahlparty

Die Berliner Linke steht nach dem Wahlsieg unter Druck: Ein Anti-Israel-Aktivist war auf einer Wahlparty – Bundesgeschäftsführer Eling verspricht Aufarbeitung.

Redaktion · 25. September 2026, 09:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 25.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach dem Wahlerfolg der Linken in Berlin steht die Partei vor einer ernsthaften internen Krise: Der bekannte Anti-Israel-Aktivist Ibrahim Ibrahim war auf einer Wahlparty der Kölner Linken anwesend. Zudem erheben Kritiker Vorwürfe wegen angeblicher Verbindungen zum kriminellen Clan-Milieu. Jannes Eling, Bundesgeschäftsführer der Linken, distanzierte sich klar von diesen Vorgängen und kündigte vollständige Aufarbeitung an – doch die Debatte belastet auch die laufenden Koalitionssondierungen mit SPD und Grünen in Berlin.

Antisemitismus-Vorwürfe: Linke zieht klare Trennlinie

Eling betonte im Interview, dass die Linke als Partei klar gegen Antisemitismus positioniert sei. Er verwies darauf, dass die Linke nach dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober demonstrativ vor Synagogen gegangen sei, um Solidarität mit jüdischen Menschen zu zeigen.

Gleichzeitig unterschied Eling scharf zwischen Antisemitismus und der Kritik an der israelischen Regierungspolitik, etwa an der Fortführung der Militäroperationen im Gazastreifen und im Westjordanland. Diese Unterscheidung sei für die Linke grundlegend.

Dennoch räumte er eine Diskrepanz zwischen den offiziellen Parteipostionen und dem Handeln einzelner Basis-Mitglieder ein – eine Lücke, die nun politisch virulent wird.

Ibrahim Ibrahim auf der Wahlparty: Eling zeigt „null Verständnis”

Besonders brisant ist die Anwesenheit von Ibrahim Ibrahim, einem bekannten Anti-Israel-Aktivisten, auf einer Wahlparty der Kölner Linken. Belegt ist zudem, dass der Berliner Linken-Abgeordnete Ferrad Kotschak Ibrahim bereits aus früheren gemeinsamen Veranstaltungen kannte.

Ibrahim Ibrahim hatte sich im Nachgang öffentlich geäußert und erklärt, aktiv daran mitgewirkt zu haben, die Botschaft der Linken in der palästinensischen und arabischen Gemeinschaft zu verbreiten. Eling reagierte darauf unmissverständlich:

  • Er sprach von „null Verständnis” für die Anwesenheit Ibrahims auf der Wahlparty.
  • Gruppen, die den Terrorangriff vom 7. Oktober unterstützt hätten, seien für die Linke keine Partner.
  • Kotschak müsse alle Kontakte offenlegen – auch mögliche Verbindungen zum kriminellen Clan-Milieu.
  • Parteiausschlüsse schloss Eling nicht aus, betonte aber deren rechtliche Schwierigkeit.

Auch Altlinke wie Petra Pau hatten sich öffentlich geäußert und erklärt, nicht mehr an Naivität zu glauben – eine deutliche Kritik an Kotschak und seinem Umfeld.

Vergesellschaftung von Wohnkonzernen als zweites großes Thema

Neben der Affäre um Ibrahim Ibrahim war die Berliner Wohnungspolitik ein zentrales Gesprächsthema. Die Linke hatte im Wahlkampf versprochen, Wohnungskonzerne wie Vonovia zu vergesellschaften, um die explodierenden Mieten in der Hauptstadt einzudämmen.

Eling verteidigte das Konzept: Große Immobilienunternehmen kauften Wohnungen auf, erhöhten Mieten, schafften Hausmeister ab und vernachlässigten die Instandhaltung. Dieses Geschäftsmodell sei grundlegend falsch.

Kritiker wiesen jedoch darauf hin, dass besonders hohe Mieten häufig nicht von Großkonzernen, sondern von kleineren Vermietern mit weniger als 3.000 Wohneinheiten verlangt werden – also genau jenen, die von der geplanten Enteignungsgrenze nicht erfasst wären. Eling entgegnete, man wolle bewusst keine Kleinvermieter treffen, die sich mit einer Mietwohnung die Rente aufbessern, sondern internationale Investoren ins Visier nehmen.

Berliner Parteitag: Sondierungen auf dem Prüfstand

Am selben Tag stand ein Berliner Landesparteitag der Linken auf dem Programm, bei dem über die Aufnahme von Koalitionssondierungen mit SPD und Grünen abgestimmt werden sollte. Teile der Partei, darunter prominent Vanessa Mde, stehen einer Regierungsbeteiligung skeptisch gegenüber.

Eling zeigte sich dennoch zuversichtlich: Die Linke habe einen klaren Regierungswahlkampf geführt und das Mandat der Berlinerinnen und Berliner erhalten. Er erwartete ein grünes Licht für die Sondierungen.

Ob die laufenden internen Debatten um Antisemitismus-Vorwürfe und Clan-Kontakte diesen Prozess belasten werden, bleibt abzuwarten. SPD und Grüne hatten Transparenz und Aufarbeitung als Bedingung für Gespräche genannt. Die Linke steht damit unter erheblichem Druck, schnell und glaubwürdig zu handeln – sowohl nach innen als auch nach außen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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