Trump vs. Xi: Wer sitzt am längeren Hebel?
Beim Trump-Xi-Gipfel hat China laut Experte Gressel die stärkere Position. Hohe Energiepreise und die Midterms machen die USA erpressbar – mit Folgen für Taiwan und Chipexporte.
Dieses Video wurde am 25.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Beim Besuch von Xi Jinping in den USA treffen die beiden mächtigsten Männer der Welt aufeinander – doch die Ausgangslage ist alles andere als symmetrisch. Nach Einschätzung des Geopolitik-Experten Gustav Gressel hält China beim Trump-Xi-Gipfel die stärkeren Karten in der Hand. Hohe Energiepreise, ein laufender Konflikt im Iran und der nahende Wahltermin setzen Donald Trump innenpolitisch unter erheblichen Druck – und das weiß Peking genau auszunutzen.
Trumps Versprechen und die Realität des Handelskonflikts
Seit seinem Amtsantritt hatte Trump angekündigt, mit China härter umzugehen als seine Vorgänger. Im Fokus standen dabei konkrete Vorwürfe: die Abwertung der chinesischen Währung sowie eine Reihe von unfairen Handelspraktiken, die amerikanische Unternehmen und Arbeitnehmer benachteiligten.
In einem ersten Schritt verhängte Washington Strafzölle auf chinesische Waren. Peking antwortete spiegelbildlich mit eigenen Importzöllen auf amerikanische Produkte. Das Ergebnis war ein veritabler Handelskrieg – der jedoch ebenso schnell wieder eingedämmt wurde, wie er eskaliert war. Trump ruderte zurück, die Zölle wurden ausgesetzt, und diese Aussetzung besteht bis heute fort.
Dieser Rückzieher gilt seither als Zeichen, dass Washington im direkten Schlagabtausch mit Peking nicht unbegrenzt belastbar ist – eine Schwäche, die China nun strategisch nutzen kann.
Achillesferse USA: Energie, Inflation und Midterms
Die aktuelle Druckkulisse für Trump ist laut Gressel eine Kombination aus mehreren gleichzeitig wirkenden Faktoren:
- Der Krieg im Iran hat die globalen Energiemärkte destabilisiert und die Preise in die Höhe getrieben.
- Hohe Energiepreise befeuern die Inflation in den USA und belasten die Haushalte direkt.
- Ein neuerlicher Handelskrieg mit China würde die Konsumentenpreise zusätzlich erhöhen.
- Die Midterm-Wahlen stehen unmittelbar bevor – wirtschaftliche Belastungen könnten Stimmen kosten.
- Der innenpolitische Spielraum für weitere Eskalationen ist damit auf ein Minimum geschrumpft.
Diese Gemengelage macht Trump verwundbar. Ein weiterer Preisschock an der Supermarktkasse oder der Zapfsäule könnte sich direkt in Wahlniederlagen ummünzen – ein Risiko, das sich die Republikanische Partei schlicht nicht leisten kann.
Was Xi von Trump verlangen könnte
Peking erkennt dieses Fenster der Gelegenheit und dürfte es beim Gipfeltreffen konsequent nutzen. Gressel zufolge könnte Xi Jinping konkret auf zwei Zugeständnisse drängen:
Erstens eine Lockerung der Exportbeschränkungen für Hochleistungschips. Die USA hatten den Verkauf modernster Halbleitertechnologie an China in den vergangenen Jahren massiv eingeschränkt, um Pekings militärische und technologische Aufrüstung zu bremsen. Eine Aufweichung dieser Regeln wäre ein erheblicher strategischer Gewinn für China.
Zweitens könnte Peking auf eine weitere Verzögerung von Waffenlieferungen an Taiwan pochen. Taiwan ist der sensibelste Punkt im sino-amerikanischen Verhältnis – jede Abschwächung der US-Unterstützung würde Pekings Position gegenüber der Insel stärken und das Sicherheitsgefüge im Indo-Pazifik verschieben.
Ausblick: Was nach dem Gipfel zählt
Das Ergebnis des Trump-Xi-Gipfels dürfte weit über symbolische Gesten hinausgehen. Ob Washington tatsächlich Zugeständnisse macht oder die Linie hält, wird zeigen, wie belastbar die amerikanische Verhandlungsposition unter innenpolitischem Druck wirklich ist.
Für die globale Ordnung steht dabei viel auf dem Spiel: Chipexporte, Taiwans Sicherheit und die künftige Balance im Handelssystem zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Beobachter in Brüssel, Tokio und Taipeh werden die Abschlusserklärung des Gipfels mit größter Aufmerksamkeit lesen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.