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CO2-Preis: Schneider rudert nach Sprit-Aussage zurück

SPD-Umweltminister Schneider empfahl noch vor Monaten das E-Auto als Antwort auf hohe Spritpreise – jetzt senkt die Bundesregierung den CO2-Preis selbst ab.

Redaktion · 27. September 2026, 16:59 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 27.09.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

SPD-Umweltminister Schneider sorgte vor sieben Monaten mit einem denkwürdigen Auftritt im Deutschen Bundestag für Aufsehen: Auf die Frage, ob angesichts stark gestiegener Spritpreise der CO2-Preis ausgesetzt werden könnte, riet er den Bürgerinnen und Bürgern schlicht, auf ein batterieelektrisches Auto umzusteigen. Heute, nach einem weiteren Anstieg der Kraftstoffpreise auf rund 2,50 Euro je Liter, hat die Bundesregierung genau das getan, was der Minister damals noch kategorisch ablehnte – und verzichtet vorübergehend auf Steuereinnahmen in einer Größenordnung, die dem CO2-Preis entspricht.

Schneiders berühmter Ratschlag: Einfach ein E-Auto kaufen

Im Frühjahr, kurz nach dem Ausbruch des Irankrieges Anfang März, lagen die Benzinpreise an deutschen Tankstellen bei rund 1,90 bis 1,95 Euro pro Liter. Viele Bürger fühlten sich durch die gestiegenen Kosten stark belastet und forderten politische Entlastung. Im Bundestag wurde die Frage laut, ob der CO2-Preis zumindest temporär ausgesetzt werden sollte, um die Haushaltskassen der Menschen zu schonen.

Umweltminister Schneider von der SPD erteilte dieser Idee eine klare Absage – und lieferte eine Antwort, die seitdem vielfach zitiert wird: Wer nicht vom Benzinpreis abhängig sein wolle, solle am besten ein batterieelektrisches Fahrzeug fahren. Die Botschaft kam an – allerdings anders als beabsichtigt. Gerade für die klassische Wählerschaft der SPD, Menschen mit schmalem Geldbeutel, klang der Rat wie eine Verhöhnung. Ein Elektroauto ist für viele Geringverdiener schlicht unerschwinglich.

Spritpreise steigen weiter – auf 2,50 Euro und mehr

Sieben Monate später hat sich die Lage an den Zapfsäulen deutlich verschärft. Die Kraftstoffpreise kratzen inzwischen an der Marke von 2,50 Euro pro Liter – ein Anstieg von mehr als 50 Cent gegenüber dem Frühjahr. Für Pendler, Handwerker und Familien auf dem Land, die auf das Auto angewiesen sind, bedeutet das eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung im Alltag.

  • Spritpreis im März: rund 1,90–1,95 Euro pro Liter
  • Spritpreis im Oktober: rund 2,50 Euro pro Liter
  • Preisanstieg innerhalb von sieben Monaten: über 50 Cent pro Liter
  • Geplante Steuersenkung der Bundesregierung: rund 17 Cent pro Liter
  • Umfang des CO2-Preises: ebenfalls rund 17 Cent pro Liter

Die Zahlen zeigen: Der Entlastungsschritt der Bundesregierung entspricht in seiner Größenordnung exakt dem Betrag, den der CO2-Preis zum Kraftstoffpreis beisteuert – also genau das Instrument, dessen Aussetzung Minister Schneider noch im Frühjahr so vehement abgelehnt hatte.

Bundesregierung beschließt Steuerverzicht – eine Kehrtwende

Die Bundesregierung hat inzwischen zum zweiten Mal beschlossen, die Kraftstoffsteuer temporär zu senken, um die Bürger zu entlasten. Der Verzicht auf rund 17 Cent pro Liter an Steuereinnahmen ist politisch bedeutsam: Er entspricht in seiner Wirkung nahezu exakt einer Aussetzung des CO2-Preises – dem Instrument, das Schneider im Bundestag noch als unantastbar verteidigt hatte.

Damit vollzieht die Regierung eine faktische Kehrtwende in der Energiepreispolitik. Was im Frühjahr noch als populistische Forderung abgetan wurde, ist nun offizielle Regierungspolitik. Kritiker werfen der SPD-Führung vor, den Ernst der Lage für Normalbürger zunächst unterschätzt – und die eigene Klientel mit weltfremden Ratschlägen verprellt zu haben.

Glaubwürdigkeit der SPD-Sozialpolitik unter Druck

Für die SPD, die sich traditionell als Partei der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie der einkommensschwachen Bevölkerungsschichten versteht, ist die Episode mehr als ein kommunikatives Missgeschick. Sie steht exemplarisch für eine wachsende Wahrnehmungslücke zwischen politischen Entscheidungsträgern und dem Alltag der Menschen, die auf bezahlbare Mobilität angewiesen sind.

Der Rat, einfach ein Elektroauto zu kaufen, mag langfristig eine sinnvolle klimapolitische Perspektive beschreiben – als Antwort auf akute finanzielle Not wirkte er jedoch abgehoben. Die nun beschlossene Steuersenkung zeigt, dass die politische Realität den Umweltminister eingeholt hat. Ob die Kehrtwende ausreicht, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, wird sich spätestens bei der nächsten Wahl zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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