Wednesday, 30. September 2026
Domain

Superintelligenz: Trump benennt KI um

Trump will „Künstliche Intelligenz" in „Superintelligenz" umbenennen. Das Kürzel SI sorgt für Verwirrung – und einen Ansturm auf die slowenische Internetdomain.

Redaktion · 30. September 2026, 17:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 30.09.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

US-Präsident Donald Trump stößt sich am Begriff „Künstliche Intelligenz” – er klingt ihm schlicht zu künstlich. Stattdessen soll die Technologie künftig als Superintelligenz firmieren, abgekürzt „SI”. Die Ankündigung hat bereits spürbare Folgen: In Slowenien verzeichneten die Behörden einen regelrechten Ansturm auf die nationale Internetdomain – denn die endet auf genau dieses Kürzel: .si.

Ansturm auf die slowenische Domain .si

Kaum hatte Trump seine Umbenennung öffentlich gemacht, registrierten Unternehmen und Einzelpersonen weltweit massenhaft Internetadressen mit der slowenischen Länderkennung. Knapp 8.000 neue Domains wurden in wenigen Tagen unter der Endung .si angemeldet – ein dramatischer Anstieg im Vergleich zum Vormonat, in dem lediglich rund 3.500 Adressen neu registriert worden waren.

Slowenien ist damit plötzlich in den Mittelpunkt eines globalen Domain-Booms gerückt – ähnlich wie es der Karibikinsel Anguilla mit der Endung .ai erging. Anguilla hatte aus dem KI-Boom enormen wirtschaftlichen Nutzen gezogen: Bereits im Jahr 2023 soll das britische Überseegebiet nach eigenen Angaben fast ein Drittel seines gesamten Staatshaushalts allein durch den Verkauf von .ai-Domains eingenommen haben. Ob Slowenien nun von einem ähnlichen Effekt profitiert, bleibt abzuwarten.

Wissenschaftler widersprechen Trumps Sprachpolitik

Aus der Wissenschaft kommt deutlicher Widerspruch gegen die Umbenennung. Der Begriff Superintelligenz ist in der Forschung bereits fest etabliert – und er bedeutet etwas grundlegend anderes als das, was heute unter Künstlicher Intelligenz verstanden wird.

  • Superintelligenz bezeichnet eine Form von Intelligenz, die der menschlichen in jeder Hinsicht überlegen ist.
  • Aktuelle KI-Systeme erfüllen dieses Kriterium bei Weitem nicht.
  • Die Umbenennung verwischt nach Ansicht von Forschern eine wichtige konzeptionelle Grenze.
  • Eine begriffliche Verwechslung könnte zu falschen Erwartungen in Öffentlichkeit und Politik führen.

Für Wissenschaftler ist die Gleichsetzung der heutigen, auf spezifische Aufgaben trainierten KI-Modelle mit dem Konzept der Superintelligenz irreführend. Trump besteht dennoch auf dem neuen Kürzel SI – moralisch bindend, wie es aus seinem Umfeld heißt.

Techbosse spielen mit – mit mäßigem Erfolg

Einige Führungsfiguren der Technologiebranche signalisierten Bereitschaft, Trumps Sprachvorgabe zu übernehmen. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch holprig: Selbst prominente Tech-Manager kamen bei der konsequenten Verwendung des neuen Begriffs durcheinander – was für Belustigung sorgte und die Frage aufwarf, wie ernsthaft die Umbenennung in der Industrie tatsächlich verfolgt wird.

Ob sich „Superintelligenz” als Oberbegriff langfristig durchsetzt, gilt als fraglich. Internationale Organisationen, Forschungseinrichtungen und auch große Teile der Tech-Industrie arbeiten seit Jahren mit dem Begriff „Artificial Intelligence” beziehungsweise „Künstliche Intelligenz” – ein globaler Standard, den eine politische Ansage allein kaum umstoßen dürfte.

Einordnung: Wenn Politik Sprache gestalten will

Trumps Vorstoß reiht sich in eine Reihe von Versuchen ein, durch gezielte Begriffsbesetzung politische Narrative zu prägen. Im Fall der Künstlichen Intelligenz trifft das auf ein Fachgebiet, das mit präziser Terminologie arbeitet – und in dem Unschärfen reale Konsequenzen haben können.

Die unerwarteten Gewinner der Debatte sitzen vorerst in Ljubljana: Die slowenische Domain-Verwaltung dürfte die Aufmerksamkeit rund um das Kürzel SI mit Interesse verfolgen. Ob der Boom anhält oder sich als kurzfristiger Hype erweist, wird davon abhängen, wie konsequent Trumps Terminologie von der Branche aufgegriffen wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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