Monday, 5. October 2026
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Friedrich Merz

Putin rüstet auf: Kein Ende des Ukraine-Kriegs in Sicht

Russland-Experte Gerhard Mangott warnt: Putins Rekordmilitärbudget und die Angriffe auf Kiew zeigen – ein Ende des Ukraine-Kriegs ist nicht absehbar.

Redaktion · 5. October 2026, 15:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 05.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Ukraine-Krieg tritt in eine neue Phase der Eskalation: Während Bundeskanzler Friedrich Merz Kiew besuchte, um Waffenlieferungen zu übergeben, ließ Russland eine Brücke in der ukrainischen Hauptstadt angreifen – trotz der Anwesenheit des deutschen Regierungschefs. Russland-Experte Professor Gerhard Mangott ordnet die Lage ein und zeichnet ein düsteres Bild: Von ernsthaften Friedensverhandlungen ist Wladimir Putin weit entfernt.

Merkels Kiew-Besuch unter russischem Beschuss

Der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew hatte eine klare politische Botschaft: Deutschland steht fest an der Seite der Ukraine. Merz überbrachte ein neues Hilfspaket – darunter vor allem Abfangdrohnen gegen die russischen Shahed-Drohnen (Typ Geran) – und betonte, er lasse sich von russischen Drohungen nicht einschüchtern.

Kurz zuvor hatte Russland den Angriff auf eine Brücke in Kiew angekündigt – und machte die Ankündigung wahr, während der Kanzler noch vor Ort war. Für Mangott ist das ein klares Signal: Moskau tritt die Anwesenheit westlicher Politiker demonstrativ mit Füßen und sendet damit eine Botschaft der Stärke nach innen wie außen.

Gleichzeitig sollte der Besuch Zweifel zerstreuen, die durch innenpolitische Turbulenzen in Deutschland entstanden waren. Viele europäische Partner und die Ukraine selbst fragten sich zuletzt, wie verlässlich und beständig die deutsche Ukrainepolitik tatsächlich ist.

Milliardenlücke: Ukraine-Finanzierung vor dem nächsten Streit

Neben den Waffenlieferungen stehen auch die Finanzen der Ukraine unter Druck. Das bereits bewilligte Hilfspaket von rund einer Milliarde Euro ist zwar in den deutschen Haushalt eingepreist, löst das grundsätzliche Problem aber nicht.

Mangott verweist auf ein ukrainisches Budgetdefizit von 27 Milliarden Euro, dessen genaue Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind. Um dieses Loch zu stopfen, könnten Gelder vorgezogen werden, die eigentlich für das nächste Jahr vorgesehen sind – was jedoch spätestens 2027 zu einer erneuten Finanzierungsdebatte führen würde.

  • Der Europäische Rat beschloss im Dezember 2025 ein Ukraine-Paket von 90 Milliarden Euro für 2026 und 2027.
  • Ein Budgetloch von rund 27 Milliarden Euro droht diesen Rahmen zu sprengen.
  • Für 2027 werden bereits zusätzliche Mittel von 60 bis 65 Milliarden Euro diskutiert.
  • Strittig ist die Finanzierungsform: Gemeinschaftsschulden, EU-Haushaltsmittel oder direkte Länderbeiträge.

Deutschland als größter Nettozahler der EU wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Merz hat zudem angekündigt, die Bundeswehr zur stärksten Streitkraft in Europa aufzubauen – ein Führungsanspruch, der laut Mangott zwangsläufig mit weiteren finanziellen Belastungen für die deutsche Bevölkerung verbunden sein wird.

Putins Rekordmilitärbudget als Kriegssignal

Besonders alarmierend ist für Mangott die Entwicklung auf russischer Seite. Wladimir Putin hat das russische Militärbudget auf ein historisches Rekordniveau angehoben: 178 Milliarden Euro sind für Verteidigung vorgesehen – mehr als zu irgendeinem Zeitpunkt seit dem Zerfall der Sowjetunion.

„Und das ist noch nicht alles”, warnt Mangott: In bestimmten Haushaltspositionen sind weitere Verteidigungsausgaben versteckt, die in dieser Zahl noch nicht enthalten sind. Für den Experten ist das ein eindeutiges Signal: Putin ist nicht an raschen Verhandlungen interessiert, sondern will den Krieg fortführen und weiter eskalieren – eine Tendenz, die sich seit dem Sommer zunehmend abzeichnet.

Ein glaubwürdiges Exit-Szenario aus dem laufenden Konflikt ist derzeit nicht erkennbar. Weder auf dem Schlachtfeld noch am Verhandlungstisch zeichnet sich eine Wende ab.

Ausblick: Langjähriger Konflikt mit ungewissem Ende

Die Kombination aus wachsendem russischen Militärbudget, ukrainischen Finanzierungsproblemen und einem gespaltenen Europa in der Schuldenfragezeichnet das Bild eines Konflikts auf Jahre. Für Deutschland bedeutet das nicht nur anhaltende Waffenlieferungen, sondern auch eine wachsende finanzielle und politische Verantwortung im europäischen Rahmen.

Die zentrale Frage, die Mangott offen lässt, ist politisch brisant: Wie lange tragen europäische Gesellschaften – und allen voran die deutsche – die enormen Kosten dieses Krieges mit? Eine Antwort darauf werden spätestens die Haushaltsdebatten 2027 erzwingen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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