Saturday, 24. October 2026
DAX

Ölpreis und DAX: Nahost-Eskalation belastet Märkte

Hutiangriffe auf Saudi-Arabien treiben den Ölpreis auf ein 5-Monats-Hoch. Börsenstratege Oliver Rot warnt vor unruhigen Wochen für den DAX.

Redaktion · 23. October 2026, 17:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Sorgen um Lieferengpässe infolge von Hutiangriffen auf Saudi-Arabien haben den Ölpreis auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Monaten getrieben. Rohöl verteuert sich die dritte Woche in Folge – allein in dieser Woche um rund 8 Prozent, am aktuellen Handelstag um weitere 1,3 Prozent. Der DAX reagiert mit einem Minus von 0,9 Prozent. Börsenstratege Oliver Rot warnt angesichts mehrerer gleichzeitiger Krisenherde vor anhaltend volatilen Märkten.

Ölpreis-Schock: Hutiangriffe und Iran-Risiko

Auslöser der jüngsten Ölpreisrally ist die Evakuierung des Hauptsitzes von Saudi Aramco in Dhahran. Der weltgrößte Rohölexporteur reagiert damit auf die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen mit den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Jemen.

Hinzu kommt ein politisches Gerücht aus Washington: Demnach könnte US-Präsident Donald Trump das Zeitfenster zwischen den Midterm-Wahlen im November und dem Amtsantritt der neu gewählten Abgeordneten im Januar nutzen, um militärisch gegen den Iran vorzugehen. Börsenstratege Oliver Rot hält dieses Szenario für realistisch und warnt: „Dann hätten wir tatsächlich noch mal steigende Ölpreise zu verzeichnen, mit allem, was da als Rattenschwanz hinten dranhängt.”

Traditionell tendieren Börsen im Vorfeld von Midterm-Wahlen zur Seitwärtsbewegung, da Anleger politische Korrekturen einpreisen. Ein mögliches politisches Patt zwischen Kongress und Präsident würde diese Unsicherheit verlängern.

Frankreich und Europa: Anleihemärkte senden Krisensignale

Parallel dazu sorgen Unruhen in Frankreich für Nervosität an den europäischen Anleihemärkten. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen ist über die Marke von fünf Prozent gestiegen – und damit sogar höher als die entsprechenden US-Staatsanleihen.

Als Ursachen nennt Rot ein Bündel struktureller Probleme:

  • Extrem hohe Staatsverschuldung und anhaltende Neuverschuldung
  • Politische Instabilität durch schwache Regierungen der vergangenen Jahre
  • Bevorstehende Wahlen mit der Rechtspopulistin Marine Le Pen als Favoritin
  • Soziale Unruhen in Paris und Lyon
  • Weitere anstehende Parlamentswahlen, unter anderem in Polen

„Frankreich bleibt ein ganz großes Sorgenkind in Europa”, so Rot. Für das Jahr 2027 empfiehlt er Investoren, sich in Europa „warm anzuziehen”.

KI-Korrektur oder platzende Blase?

Auch im Technologiesektor wächst die Nervosität. Der US-Technologieindex Nasdaq zeigte sich zuletzt deutlich schwächer, Meta verlor zeitweise bis zu sieben Prozent, und Chiphersteller wurden breit abverkauft.

Rot sieht noch keine geplatzte Blase, warnt jedoch vor drei strukturellen Risiken für KI-Aktien:

  • Zu hohe Wachstumserwartungen des Marktes
  • Überhöhte KI-Investitionen der Unternehmen
  • Steigende Zinsen, die Wachstumsbewertungen verteuern und unwahrscheinlicher machen

„Die Korrekturen und die Frequenz dieser Korrekturen wird immer stärker”, fasst Rot zusammen. Eine Blase sei vorhanden – geplatzt sei sie noch nicht.

Tesla, SpaceX und der DAX-Ausblick

Für Gesprächsstoff sorgt zudem die mögliche Fusion von Tesla und SpaceX unter Elon Musk. Die Chancen bewertet Rot mit 50 zu 50. Strategisch ergäben sich Synergien bei Robotik, Autonomie und KI-Chips – doch für einen Zusammenschluss fehlt Musk derzeit die notwendige Aktionärsmehrheit.

Abseits der großen Tech-Themen vermeldete die Deutsche Bauwirtschaft im August überraschend starke Zahlen: Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe stieg um 23 Prozent gegenüber dem Vormonat, der Tiefbau sogar um 31,6 Prozent. Dagegen belastet die anhaltende Schwäche der Luxusmarke Gucci den Mutterkonzern Kering, dessen Aktie heute rund 12,7 Prozent verliert.

Für den DAX erwartet Rot bis zu den Midterm-Wahlen weiterhin wacklige Kursverläufe. Die Marke von 25.000 Punkten hält er in der kommenden Woche für realistisch – jedoch eher als obere Grenze der Handelsspanne. Erhebliches Erholungspotenzial sieht er derzeit nicht.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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