Wednesday, 7. October 2026
AfD

Union im Umfragetief: 17,5 % – AfD auf Rekordhoch

CDU und CSU stürzen in einer neuen Insa-Umfrage auf historische 17,5 % ab, während die AfD mit 30,5 % einen neuen Rekordwert erreicht. Was steckt dahinter?

Redaktion · 6. October 2026, 15:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 06.10.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Union befindet sich in einem beispiellosen Umfragetief: Laut einer aktuellen Insa-Erhebung für die Bild erreichen CDU und CSU gemeinsam nur noch 17,5 Prozent – der schlechteste jemals für sie gemessene Wert. Gleichzeitig erzielt die AfD mit 30,5 Prozent einen neuen Rekordwert. Der Abstand zwischen beiden Parteien beträgt damit 13 Prozentpunkte – ebenfalls historisch. Politische Beobachter sprechen von einem strukturellen Vertrauensverlust, der sich über viele Jahre aufgebaut hat.

Aktuelle Umfragewerte: Ein historischer Einschnitt

Die neue Insa-Umfrage zeichnet ein dramatisches Bild der deutschen Parteienlandschaft. Die AfD führt das Feld mit 30,5 Prozent klar an, gefolgt von Grünen und SPD, die mit je 14,5 Prozent gleichauf liegen. Die Linke kommt auf 10,5 Prozent, die FDP nähert sich mit 4,5 Prozent der Fünf-Prozent-Hürde, das BSW liegt bei 3,5 Prozent.

Besonders bemerkenswert ist die Gesamtstärke der Regierungskoalition: CDU, CSU und SPD kommen zusammen auf lediglich 32 Prozent – die AfD allein liegt nur 1,5 Prozentpunkte dahinter. Von einer „großen Koalition” kann angesichts dieser Zahlen kaum noch gesprochen werden.

  • AfD: 30,5 % (neuer Rekord)
  • CDU/CSU: 17,5 % (historisches Tief)
  • SPD und Grüne: je 14,5 %
  • Linke: 10,5 %
  • FDP: 4,5 % / BSW: 3,5 %

Gebrochene Wahlversprechen als Ursache des Vertrauensverlusts

Politische Kommentatoren sehen die Hauptursache für den Absturz der Union in einem langfristigen Erosionsprozess. Über zwei Jahrzehnte hinweg habe die Partei zentrale Grundsätze aufgegeben: die soziale Marktwirtschaft, eine konservative Migrationspolitik und eine bürgerliche Wirtschaftspolitik. Die Staatsquote liegt inzwischen bei 52 Prozent – ein Wert, den frühere Unionspolitiker noch als Grenze zum Sozialismus bezeichneten.

Mit Friedrich Merz als Bundeskanzler habe die Partei zudem einen besonders folgenreichen Glaubwürdigkeitsbruch erlitten. Merz sei mit klaren Versprechen angetreten – etwa einer schärferen Migrationspolitik und wirtschaftsliberalen Reformen –, habe in der Regierungskoalition mit der SPD jedoch das Gegenteil umgesetzt. Dieser Widerspruch zwischen Wahlkampfrhetorik und Regierungshandeln wird als zentraler Treiber der Wählerabwanderung gesehen.

Wechselwahl: Ein urdemokratisches Prinzip

Beobachter deuten die Entwicklung als klassische Wechselwahl: Wählerinnen und Wähler rechts der Mitte finden in der Union kein überzeugendes Angebot mehr und wenden sich der AfD zu. Insa-Daten zeigen, dass die verbliebene Unionswählerschaft sich mehrheitlich selbst als Mitte oder links der Mitte einordnet – lediglich 20 bis 30 Prozent der noch verbliebenen Anhänger verorten sich rechts der Mitte.

Das bedeutet: Die CDU hat den Platz rechts der Mitte faktisch geräumt und der AfD überlassen. Für Wähler mit konservativen oder wirtschaftsliberalen Präferenzen bleibt damit kaum eine Alternative zur AfD innerhalb des Parteiensystems.

Darüber hinaus gilt die sogenannte „Brandmauer” gegenüber der AfD inzwischen als politisch überholt: Die Union hatte eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausgeschlossen und sich stattdessen auf Koalitionen mit linken Parteien festgelegt. Heute ist die AfD stärker als die gesamte Regierungskoalition – die Brandmauer-Strategie hat die Union nach Einschätzung von Kritikern in eine politische Sackgasse manövriert.

Wie weit kann der Absturz noch gehen?

Die entscheidende Frage lautet: Wo ist der Boden? Laut Insa-Methodik bezeichnen sich lediglich 13 Prozent der Befragten als sichere Unionswähler – der Rest könnte sich vorstellen, eine andere Partei zu wählen. Der Abstand von 17,5 zu 13 Prozent ist damit gering.

Einige Stimmen halten sogar ein einstelliges Ergebnis für die Union nicht mehr für ausgeschlossen, sollte die Partei keine glaubwürdige Neuausrichtung vollziehen. Als Volkspartei gilt die Union nach diesen Zahlen bereits jetzt nicht mehr. Die CSU steht vor der Frage, ob sie sich vom Bundestrend abkoppeln kann oder im Sog des Muttervereins mitgezogen wird.

Ob die Union unter der Führung von Friedrich Merz eine Trendwende einleiten kann, erscheint angesichts des strukturellen Vertrauensverlusts fraglich. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob die Partei einen strategischen Kurswechsel wagt – oder ob der freie Fall in den Umfragen anhält.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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