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Antisemitismus-Papier spaltet Berliner Linke

Ein Antisemitismus-Papier für Rot-Rot-Grün in Berlin löst einen offenen Streit in der Linken aus – 120 Mitglieder werfen der Parteiführung schwere Fehler vor.

Redaktion · 9. October 2026, 20:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 09.10.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein gemeinsames Antisemitismus-Papier von SPD, Grünen und der Berliner Linken hat einen heftigen internen Streit in der Partei ausgelöst. Rund 120 Unterzeichner – darunter 17 Bundestagsabgeordnete und drei Berliner Abgeordnete – werfen der Berliner Landesführung in einem offenen Brief vor, sich dem Druck der Koalitionspartner zu beugen und damit einen schwerwiegenden politischen Fehler begangen zu haben. Der Brief richtet sich damit direkt gegen die eigene Parteiführung und stellt die geplante Koalition aus SPD, Grünen und der Linken in Berlin infrage.

Das Antisemitismus-Papier: Inhalt und Kritik

Das dreiseitige Dokument, auf das sich SPD, Grüne und die Berliner Linke geeinigt hatten, soll den gemeinsamen Umgang mit antisemitischen Vorfällen innerhalb der Linken regeln. Kritiker bemängeln jedoch, dass das Papier keinerlei konkrete Tatbestände oder Sanktionen benennt. Stattdessen sollen antisemitische Fälle gemeinsam mit externen Expertinnen und Experten aufgearbeitet werden – eine Formulierung, die vielen Unterzeichnern des offenen Briefes als zu unverbindlich gilt.

Die Parteiführung selbst räumte Fehler ein: Intern kursierten Aussagen, man habe „richtig Mist gebaut” und sei über das Ergebnis der Einigung erschüttert. Gleichzeitig zeigt die breite Unterzeichnung des offenen Briefes, wie tief der Riss innerhalb der Partei tatsächlich geht.

Flügelkampf zwischen Realpolitik und Fundamentalismus

Hinter dem Streit steckt ein klassischer Flügelkampf: Auf der einen Seite steht die Berliner Landesvorsitzende, die auf eine Regierungsbeteiligung setzt und dafür Kompromisse eingeht. Auf der anderen Seite formiert sich ein Lager, das jede externe Einflussnahme auf die inhaltliche Linie der Partei ablehnt.

Die Unterzeichner des Briefes, dessen Titel lautet „Niemals alleine, immer gemeinsam gegen die Spaltungsversuche von Springer und Co.”, werfen SPD und Grünen vor, Disziplinierungs- und Spaltungsmechanismen von außen in die Partei zu tragen. Konkret geht es auch um die Frage, wer innerhalb der Linken definieren darf, was als Antisemitismus gilt – und wer zur Rechenschaft gezogen werden kann.

  • 120 Unterzeichner des offenen Briefes, darunter 17 Bundestagsabgeordnete
  • Forderung nach sofortiger Korrektur des als Fehler bewerteten Papiers
  • Ablehnung externer Einflussnahme auf die Parteilinie
  • Kein Abrücken von der eigenen Haltung zu Israel und Palästina

Rot-Rot-Grün in Berlin: Koalition unter Druck

Die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen und der Linken in Berlin waren von vornherein mit Blick auf das Thema Antisemitismus belastet. Das nun umstrittene Papier sollte offenbar die Voraussetzungen für eine Regierungsbildung schaffen – und damit der Berliner Linken den Weg ins Rote Rathaus ebnen.

Ob dieses Ziel angesichts des massiven internen Widerstands noch erreichbar ist, bleibt offen. Politische Beobachter sehen in dem Aufschrei der 120 Unterzeichner ein klares Signal, dass ein bedeutender Teil der Partei eine Koalition mit SPD und Grünen zu diesem Preis nicht mittragen will. Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen – der Flügelkampf zwischen pragmatischen Realpolitikern und ideologisch verhärteten Fundamentalisten ist in vollem Gange.

Ausblick: Krise mit ungewissem Ausgang

Die Berliner Linke steht vor einer Zerreißprobe. Der offene Brief zeigt, dass die Parteiführung bei ihrer Koalitionsstrategie weit über das hinausgegangen ist, was die eigene Basis bereit ist zu akzeptieren. Besonders heikel ist die Frage, wie die Partei mit Vorwürfen bezüglich einzelner Mitglieder und ihrer angeblichen Verbindungen zu extremistischen Netzwerken umgeht – ein Thema, das durch das Papier keineswegs gelöst, sondern erst recht in den Mittelpunkt gerückt wurde.

Ob die angestrebte Rot-Rot-Grüne Koalition in Berlin tatsächlich zustande kommt, hängt nun maßgeblich davon ab, ob die Parteiführung den internen Widerstand überwinden kann – oder ob der Streit das gesamte Koalitionsprojekt zum Scheitern bringt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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