Sunday, 11. October 2026
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Antisemitismus

CDU in der Krise: “Es ist ein Führungsproblem”

Die CDU steckt im Umfragetief – ein Politikwissenschaftler analysiert das Führungsproblem der Union und erklärt, wie sie die Schockstarre überwinden kann.

Redaktion · 11. October 2026, 10:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 11.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die CDU befindet sich in einer tiefen CDU Krise: Nach dem Rauswurf aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern und dem Eklat um mögliche AfD-Unterstützung durch CDU-Abweichler in Sachsen-Anhalt treffen sich Bundeskanzler Friedrich Merz und die Ministerpräsidenten der Union zu einem Krisengipfel. Politikwissenschaftler Professor Oliver Lemke diagnostiziert ein handfestes Repräsentations- und Führungsproblem – und fordert mehr als bloße Signalpolitik.

Krisengipfel mit konkretem Forderungskatalog

Die Länderchefs der CDU haben Bundeskanzler Merz einen klaren Forderungskatalog vorgelegt. Dieser umfasst nach Informationen der Bild-Zeitung unter anderem:

  • Vollständige Aussetzung der CO2-Abgabe
  • Verzicht auf zusätzliche Steuererhöhungen
  • Härteres Vorgehen gegen Kriminalität und irreguläre Migration
  • Umsetzung der Forderungen notfalls gegen den Widerstand des Koalitionspartners SPD

Die Botschaft der Ministerpräsidenten ist eindeutig: Die Partei muss einen spürbaren politischen Kurswechsel vollziehen, wenn sie das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zurückgewinnen will.

Führungsproblem im Kern der Union

Politikwissenschaftler Lemke sieht die Ursachen der CDU Krise tiefer als in bloßer Kommunikationsschwäche. „Es ist ein handfestes Repräsentationsproblem, es ist ein Führungsproblem und es ist ein Problem, dass man die Politik der Mitte nicht attraktiv nach außen darstellen kann”, analysiert er. Die Partei müsse zunächst im innersten Führungskern zusammenfinden, bevor sie nach außen glaubwürdig auftreten könne.

Seiner Einschätzung nach reiche es nicht, sich zu einem Gipfel zu treffen und anschließend zu signalisieren, man habe „verstanden”. Die CDU müsse stattdessen klar machen, wen sie konkret mit der Mitte der Gesellschaft meint – und warum ihre Politik gegenüber anderen Angeboten vorzuziehen sei.

Dabei warnt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann davor, den Wählerinnen und Wählern an den Rändern hinterherzulaufen. Stattdessen rät er zu einem neuen Umgang mit AfD und Linkspartei – eine Haltung, die auch als Kritik an der SPD gelesen werden kann.

Volksparteien verlieren Problemlösungskompetenz

Lemke erklärt den Zulauf zu den politischen Rändern mit einem Glaubwürdigkeitsdefizit der Volksparteien. „Die Marke zieht sehr stark, sowohl bei links als auch bei rechts, weil sie mit einer radikalen Ansprache deutlich machen, dass sie in der Lage sind, tatsächlich Probleme zu lösen”, so der Politologe.

Diese wahrgenommene Problemlösungskompetenz hätten die Volksparteien abgegeben – und müssten sie nun zurückgewinnen. Ein entscheidender Hebel könnten dabei regionale Unterschiede sein: Die CDU sei gut beraten, ihre föderale Verankerung stärker programmatisch und personell zu nutzen, um eine Regeneration von unten zu ermöglichen.

Berliner Linkspartei: Antisemitismus und fehlendes Vertrauen

Parallel laufen Koalitionsverhandlungen in zwei Bundesländern. In Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich ein Bündnis aus SPD, Linkspartei und Grünen ab – in Berlin sollen Verhandlungen unter Führung der Linkspartei beginnen, allerdings unter erheblichen Vorzeichen.

Lemke unterscheidet deutlich zwischen beiden Landesverbänden: Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern stehe in der Tradition pragmatischer ostdeutscher Interessenvertretung. Die Berliner Linkspartei hingegen sei eine Sammlungspartei verschiedener, teils radikaler zivilgesellschaftlicher Milieus – und habe dadurch „deren Radikalität in erheblichem Maße importiert”.

Besonders brisant: Eine Vereinbarung zum Umgang mit antisemitischen Vorfällen innerhalb der Berliner Linken stößt auf massiven Widerstand aus der Bundespartei. Der ehemalige Grünen-Politiker Volker Beck kommentierte, die Linke wolle sich „ihren Antisemitismus nicht von SPD und Grünen verbieten lassen”. Lemke wertet das als klares Signal, dass das nötige Vertrauen zwischen den potenziellen Koalitionspartnern noch nicht vorhanden ist.

Ob SPD, Grüne und Linke in Berlin tatsächlich eine arbeitsfähige Koalition bilden können, bleibt offen. Strittige Punkte wie das Thema Vergesellschaftung von Wohnraum wurden bewusst auf spätere Verhandlungsrunden verschoben. Der politische Herbst in Deutschland bleibt damit auf mehreren Ebenen turbulent – für die CDU ebenso wie für die sich formierende Berliner Linkskoalition.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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