Tuesday, 13. October 2026
CDU

Stromsteuer senken: Merz erneuert sein Versprechen

Die CDU will die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß senken. Bundeskanzler Merz bekräftigt das Vorhaben – doch es scheiterte bereits einmal.

Redaktion · 13. October 2026, 05:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 13.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die CDU hat auf einer Führungsklausur beschlossen, die Stromsteuer für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu senken. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, die Steuer auf das europäische Mindestmaß zu reduzieren. Das Vorhaben war bereits im Koalitionsvertrag verankert, wurde in der Vergangenheit jedoch nicht umgesetzt. Nun soll es erneut angegangen werden – doch die Frage bleibt, ob das Versprechen diesmal eingelöst wird.

Stromsteuer auf europäisches Mindestmaß – was das bedeutet

Die Stromsteuer ist eine der Abgaben, die den Strompreis in Deutschland im europäischen Vergleich besonders hoch machen. Derzeit liegt sie deutlich über dem von der EU vorgeschriebenen Mindestsatz. Eine Absenkung auf das europäische Mindestmaß würde Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen spürbar entlasten.

Konkret würde eine solche Senkung bedeuten:

  • Geringere Stromkosten für private Haushalte
  • Entlastung für energieintensive Betriebe und den Mittelstand
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland
  • Angleichung an die Abgabenstruktur anderer EU-Mitgliedstaaten

Experten haben seit Jahren auf die vergleichsweise hohe Steuerbelastung beim Strom hingewiesen und eine Reform angemahnt.

Versprechen aus dem Koalitionsvertrag – erneut auf dem Tisch

Das Vorhaben, die Stromsteuer zu senken, ist kein neues Thema. Es fand sich bereits im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung – wurde dort jedoch nicht in die Tat umgesetzt. Diese Vorgeschichte macht das erneute Aufgreifen des Themas politisch brisant.

Kritiker weisen darauf hin, dass ähnliche Ankündigungen in der Vergangenheit an Haushaltskonflikten oder fehlenden Mehrheiten gescheitert sind. Die CDU-Führungsklausur sendet nun das Signal, dass die Partei das Thema erneut zur Priorität erklären will.

Merz selbst stellte die geplante Entlastung als Teil einer breiteren wirtschaftspolitischen Agenda dar. Ob die nötigen Schritte im laufenden Haushaltsrahmen finanzierbar sind, bleibt jedoch offen.

Rentenreform: Merz signalisiert Gesprächsbereitschaft

Neben der Stromsteuer äußerte sich Bundeskanzler Merz auch zur geplanten Rentenreform. Er signalisierte, dass die Richtung des Vorschlags der Rentenkommission grundsätzlich stimme. Gleichzeitig deutete er an, dass Änderungen am Kommissionsvorschlag denkbar seien und die Regierung eigene Vorschläge in den Prozess einbringen werde.

Die Rentenreform zählt zu den drängendsten sozialpolitischen Aufgaben der Legislaturperiode. Angesichts des demografischen Wandels steht die langfristige Stabilität des Rentensystems unter Druck. Merz’ Aussagen lassen eine konstruktive, aber noch nicht abgeschlossene Debatte innerhalb der Koalition erkennen.

Einordnung: Glaubwürdigkeit als Maßstab

Für Bundeskanzler Merz steht bei beiden Themen mehr auf dem Spiel als die jeweilige Sachfrage. Nachdem Versprechen aus früheren Koalitionsverhandlungen nicht gehalten wurden, ist die politische Glaubwürdigkeit zum entscheidenden Maßstab geworden. Die Ankündigung, die Stromsteuer tatsächlich auf das europäische Mindestmaß zu senken, wird nun daran gemessen werden, ob die Bundesregierung konkrete Gesetzgebungsschritte einleitet.

In den kommenden Wochen dürfte sich zeigen, ob aus dem Beschluss der Führungsklausur ein verbindlicher Fahrplan wird – oder ob das Thema erneut in den Schubladen der Berliner Koalitionspolitik verschwindet.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Innenpolitik

Alle Beiträge →