Monday, 21. September 2026
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AfD-Baumann: „Die CDU wird’s zerlegen”

AfD-Fraktionsgeschäftsführer Bernt Baumann prophezeit den CDU Zerfall und sieht nur noch zwei politische Blöcke in Deutschland. Seine Analyse nach den Landtagswahlen.

Redaktion · 21. September 2026, 10:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernt Baumann, hat nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eine düstere Prognose für die CDU abgegeben. Die Union stehe vor einem inneren Zerfall, den sie selbst herbeigeführt habe – so lautet seine Kernthese. In Deutschland gebe es inzwischen nur noch zwei politische Blöcke: Rot-Rot-Grün auf der einen und die AfD auf der anderen Seite. Die CDU werde dabei zerrieben.

CDU Zerfall: Baumann sieht Agonie in der Union

Die Ergebnisse der Landtagswahlen sieht Baumann als eindeutiges Signal. In Mecklenburg-Vorpommern erzielte die AfD nach eigenen Angaben rund 38,1 Prozent und damit mehr als eine Verdoppelung des vorherigen Ergebnisses. In Berlin lag man bei rund 15,8 Prozent – ebenfalls eine deutliche Steigerung.

Die CDU hingegen scheiterte in Mecklenburg-Vorpommern mit nur 4,9 Prozent an der Fünfprozenthürde und zog nicht ins Landesparlament ein. Baumann kommentierte dies als „den größten politischen Suizid auf offener Bühne der Nachkriegsgeschichte”.

Seine Analyse der CDU-Bundestagsfraktion fiel vernichtend aus:

  • Rund 30 Prozent der CDU-Abgeordneten hätten noch ein konservatives Grundverständnis.
  • Weitere 30 Prozent ordnet er als „Merkelianer” und linksliberal ein.
  • Die verbleibenden 30 Prozent seien orientierungslos und wechselhaft.

„Die CDU, wie sie jetzt existiert, wird nicht weitergehen. Die wird’s zerlegen”, so Baumann wörtlich.

Brandmauer: Thematisch längst ausgehöhlt?

Die von der CDU errichtete Brandmauer gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD hält Baumann inhaltlich für überholt. Die Union habe die migrationspolitischen Kernforderungen der AfD – darunter Zurückweisungen an der Grenze, Abschiebungen im großen Stil und restriktivere Staatsbürgerschaftsregeln – mittlerweile selbst übernommen.

„Der Unvereinbarkeitsbeschluss ist thematisch-programmatisch in sich zusammengebrochen”, sagte er. Damit fehle der Brandmauer die inhaltliche Grundlage. Der formale Beschluss selbst interessiere ihn wenig: „Mir ist relativ egal, wie die CDU das nennt oder was sie macht.”

Auf die Frage, ob es bereits vertrauliche Gespräche mit CDU-Abgeordneten gebe, antwortete Baumann ausweichend, aber bestätigend: „Wenn ich von der Verzweiflung in der CDU gesprochen habe, gibt es natürlich auch Gespräche mit vernünftigen CDU-Leuten, sonst könnte ich diese Einschätzung nicht haben.”

AfD reicht der CDU die Hand – unter Bedingungen

Trotz seiner scharfen Kritik signalisierte Baumann grundsätzliche Gesprächsbereitschaft. Er verwies auf die Abstimmung zur Migration im März 2025 im Bundestag, bei der die AfD mit CDU-Stimmen eine Mehrheit erzielte, als Beispiel für mögliche sachpolitische Zusammenarbeit.

„Wir reichen alle Hände. Jeden Tag eher, wo wir im Bundestag Gesetze machen können, bin ich dafür”, sagte er. Gleichzeitig machte er klar, dass eine formelle Koalition mit der CDU unter ihrer derzeitigen Ausrichtung nicht in Frage komme: „Wir würden keinen Haushalt machen für das nächste Jahr oder keine Koalition mit der Merz-CDU.”

Als inhaltliche Prioritäten nannte er wirtschaftliche Stabilität und den Erhalt von Industriearbeitsplätzen: „Wir haben 10.000 bis 15.000 Arbeitsplatzverluste jeden Monat. Die Industrie wandert ab. In Deutschland brennt’s.”

Kritik an innerparteilichen Extrempositionen zurückgewiesen

Auf Nachfragen zu umstrittenen Aussagen einzelner AfD-Politiker – darunter Äußerungen von Björn Höcke sowie eines sächsisch-anhaltischen Abgeordneten zu Remigration und militärischen Mitteln – reagierte Baumann abweisend. Er bezeichnete die entsprechenden Vorwürfe als „Verteufelung” und bestand darauf, dass die AfD keine Extremisten in ihren Reihen habe.

Den Vorwurf, die Partei wolle aus der EU oder der NATO austreten, wies er ebenfalls zurück: „Wir wollen nicht aus der NATO aussteigen, wir wollen nicht aus der EU aussteigen. Das ist alles Geschwätz der CDU.”

Zum Abschluss distanzierte er sich von der BSW und deren Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, die für die Wahl eines Ministerpräsidenten die Bedingung gestellt haben soll, es dürfe „kein Wessi, kein Zionist” sein. Baumann ließ offen, was er von der BSW halte, und schloss mit der Überzeugung: „Das sind wir” – gemeint als die Kraft, die Deutschlands Zukunft bestimmen werde.

Die Aussagen Baumanns verdeutlichen, wie stark die AfD nach ihren Wahlerfolgen auf Konfrontation mit der Union setzt – und zugleich auf deren inneren Zerfall wartet. Ob die CDU mit einem Kurswechsel reagiert oder an ihrer bisherigen Linie festhält, dürfte die bundespolitische Debatte in den kommenden Monaten maßgeblich prägen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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