Thursday, 22. October 2026
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AfD doppelt so stark wie Union? CDU im Umfragetief

AfD bei 30 %, Union nur noch bei 18 %: Droht der CDU der nächste Kipppunkt? Demoskopen sehen die AfD bald doppelt so stark wie die Union.

Redaktion · 21. October 2026, 11:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.10.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Schere zwischen AfD und Union wächst dramatisch: Laut der aktuellen INSA-Sonntagsumfrage kommt die AfD unverändert auf 30 Prozent, während CDU und CSU auf nur noch 18 Prozent abstürzen – ein Rückstand von zwölf Prozentpunkten. Damit rückt ein neues Schreckenszenario für die Unionsparteien in greifbare Nähe: der sogenannte „doppelt so stark”-Kipppunkt, bei dem die AfD mehr als doppelt so viele Wähler gewinnt wie die Union. Demoskopen sehen diesen Punkt möglicherweise noch vor Jahresende erreicht.

Der neue Kipppunkt: AfD bald doppelt so stark wie die Union?

Bereits im April war viel über den „30-20-Kipppunkt” berichtet worden – das Szenario, in dem die AfD über 30 Prozent steigt, während die Union auf 20 Prozent oder darunter fällt. Dieser Punkt gilt inzwischen als überschritten. Nun diskutieren CDU und CSU intern das nächste Bedrohungsszenario.

INSA-Chef Hermann Binkert sieht für die AfD noch weiteres Wachstumspotenzial. Seine Einschätzung:

  • Die AfD könnte ihr Potenzial auf 36 bis 37 Prozent ausschöpfen.
  • Die Union hingegen kommt über ein maximales Potenzial von rund 32 Prozent nicht hinaus.
  • Vor zwei Jahren lag das Potenzial der Union noch bei rund 50 Prozent – heute ist es auf knapp ein Drittel der Wähler geschrumpft.
  • Nur 13 Prozent der Wähler würden die Union sicher wählen, aber 24 Prozent sagen, sie würden sicher für die AfD stimmen.

Setzt sich der aktuelle Trend fort, könnte die AfD laut eigenen Berechnungen bereits im Dezember doppelt so stark sein wie die Union.

Verlorenes Profil: Die Union weiß nicht mehr, wofür sie steht

Binkert bringt das strukturelle Problem der Union auf den Punkt: „Die Union hat ihren Platz in der politischen Landschaft verloren.” Solange die Partei nicht selbst definieren könne, wo sie politisch stehe, werde sie auch keine neuen Wähler gewinnen.

Politische Beobachter verweisen auf einen langfristigen Erosionsprozess. Die Zahl der sicheren Stammwähler ist über Jahre kontinuierlich gesunken – einerseits durch den demografischen Wandel, da der Unionswähler-Stamm traditionell überaltert ist, andererseits weil jüngere Generationen keine ausgeprägte Parteiloyalität zur CDU entwickelt haben.

Hinzu kommt: Die klassischen politischen Reflexe – wonach eine Partei bei sinkenden Umfragewerten unter Druck gerät und gegensteuert – scheinen bei der Union nicht mehr zu greifen. Trotz historischer Tiefstwerte bleibt eine öffentliche interne Debatte über Kurs und Personal weitgehend aus.

Friedrich Merz und die Frage nach Personalwechsel

Besonders brisant: In einer hypothetischen Kanzler-Direktwahl würde laut INSA nur Markus Söder mehr Stimmen erhalten als AfD-Chefin Alice Weidel – weder Friedrich Merz noch Hendrik Wüst könnten sich gegen Weidel durchsetzen.

Gleichzeitig fordern 57 Prozent der Befragten in Bayern den sofortigen Rücktritt von Bundeskanzler Merz – und selbst unter CSU-Wählern spricht sich jeder Zweite dafür aus. Das macht deutlich: Das Umfrageproblem der Union ist längst auch ein Führungsproblem.

Doch ein Personalwechsel an der Spitze gilt in der Union als strukturell schwierig. Anders als etwa die SPD, die 1998 kurzentschlossen Spitzenkandidat Rudolf Scharping ablöste, ist in der Union eine offene Revolte gegen den eigenen Kanzler historisch kaum verankert. Der letzte nennenswerte interne Aufstand gegen einen amtierenden CDU-Vorsitzenden datiert auf das Jahr 1988 – gegen Helmut Kohl.

Neuwahlen als rationalere Option – die Union fürchtet sie trotzdem

Paradoxerweise könnten Neuwahlen für die Union derzeit die bessere strategische Option sein. Bei einem aktuellen Potenzial von 18 Prozent wäre es rational, diesen Wähleranteil noch in tatsächliche Stimmen zu verwandeln, bevor ein weiterer Abschwung einsetzt. Doch die Union versucht Neuwahlen um jeden Preis zu vermeiden – aus Angst, die Umfragewerte würden sich direkt in Wahlresultate übersetzen.

Die INSA-Daten im Überblick zeigen zudem, wie stark sich das Kräfteverhältnis verschoben hat: 2016 kam die Union noch auf 33 Prozent, die AfD auf 12 Prozent. Seitdem hat sich der Abstand vollständig umgekehrt. Ob die Union diese Entwicklung noch stoppen kann, ohne grundlegende Kurskorrektur, neues Personal und eine glaubwürdige politische Botschaft, erscheint nach aktuellem Stand offen – und für viele Beobachter zunehmend unwahrscheinlich.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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