Thursday, 15. October 2026
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AfD zur Ukraine-Politik: Fronmeier attackiert Merz

AfD-Außenpolitiker Markus Fronmeier fordert ein Ende der Milliardenhilfen für die Ukraine und wirft Kanzler Merz gefährliche Prioritätensetzung vor.

Redaktion · 14. October 2026, 18:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 14.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Fronmeier, hat die Ukraine-Politik von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert. Die AfD Ukraine-Politik fordert ein Ende der Militär- und Finanzhilfen für Kiew und mahnt, Deutschland müsse endlich eigene Interessen in den Vordergrund stellen. Anlass für die neuerliche Debatte ist der laufende Prozess am Hamburger Landgericht gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Drahtzieher hinter Sabotageakten an deutscher Infrastruktur – ein Fall, der nach Einschätzung des Generalbundesanwalts als Kriegsverbrechen zu werten ist.

Sabotageprozess als Wendepunkt in der Ukraine-Debatte

Im Hamburger Verfahren steht ein mutmaßlicher ukrainischer Agent vor Gericht, dem vorgeworfen wird, Anschläge auf deutsche Infrastruktur organisiert zu haben. Der Bundesgerichtshof hatte bereits festgestellt, dass es sich um einen Angriff auf die deutsche Souveränität handelte. Für Fronmeier ist das ein klarer Einschnitt: Wenn sich bestätige, dass es sich um einen staatlich organisierten Angriff der Ukraine handle, müsse das politische Konsequenzen haben.

Deutschland habe seit Kriegsbeginn rund 130 Milliarden Euro an Unterstützungsleistungen für die Ukraine bereitgestellt. Vor diesem Hintergrund sei es nicht vermittelbar, dass die Ukraine gleichzeitig deutsche Infrastruktur zerstöre, so Fronmeier. Die CDU hingegen – vertreten durch den Vorsitzenden des parlamentarischen Kontrollgremiums – hatte im selben Zusammenhang dazu geraten, keine überstürzten Schlüsse zu ziehen.

AfD Ukraine-Politik: Humanitär ja, Militär nein

Fronmeier skizzierte die Position seiner Partei wie folgt:

  • Humanitäre Hilfe für die Ukraine bleibt grundsätzlich möglich.
  • Weitere Milliardenzahlungen aus Steuermitteln sollen gestoppt werden.
  • Eine EU-Assoziierung der Ukraine lehnt die AfD strikt ab.
  • Russland-Sanktionen sollen – wie auch in einem Antrag des sachsen-anhaltischen Landtags gefordert – sofort aufgehoben werden.
  • Deutschland soll auf direkte Friedensverhandlungen drängen, anstatt sich an die Seitenlinie zu stellen.

Besonders scharf formulierte Fronmeier seine Ablehnung einer möglichen EU-Mitgliedschaft der Ukraine: Eine Assoziierung würde automatisch die Beistandspflicht aktivieren und Deutschland noch tiefer in den Konflikt hineinziehen. „Ich möchte nicht, dass unsere Kinder für ein fremdes Land in den Krieg ziehen müssen”, sagte er.

Merz’ Kanzlerschaft und die Ukraine-Frage

Fronmeier warf Kanzler Merz vor, seine politische Existenz zu stark an die Ukraine geknüpft zu haben. Merz hatte erklärt, dass ohne ihn als Kanzler auch die Unterstützung der Ukraine scheitern würde – eine Aussage, die Fronmeier als Fehler der Prioritätensetzung wertet. Die Aufgabe eines deutschen Bundeskanzlers sei es, sich um die Belange der eigenen Bevölkerung zu kümmern, nicht um die eines fremden Staates.

Regierungserklärungen des Kanzlers drehten sich kaum um innerdeutsche Probleme wie Gesundheitsversorgung, Renten oder steigende Energiepreise, sondern fast ausschließlich um Kiew. Das sei, so Fronmeier, eine Prioritätensetzung, die ein weit verbreitetes Unbehagen in der Bevölkerung widerspiegele.

Friedensverhandlungen und die Rolle der USA

Im Hinblick auf Friedensgespräche lobte Fronmeier die Trump-Administration als einzigen Akteur, der derzeit ernsthaft Lösungen organisiere. Dass das deutsche Außenministerium offenbar keinen inhaltlichen Einblick in die laufenden Gespräche zwischen Washington und Moskau habe, bezeichnete er als politisches Versagen. Laut Trump habe Wladimir Putin mehr Interesse an einem Friedensschluss gezeigt als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj – eine Einschätzung, die Fronmeier nicht selbst bewerten wollte, aber als ernst zu nehmenden Hinweis einstufte.

Deutschland dürfe sich nicht darauf beschränken, zu zahlen und die Friedensgestaltung anderen zu überlassen. Wer jetzt nicht am Verhandlungstisch sitze, schaue am Ende „in die Röhre” – auch beim Thema Energieinfrastruktur. Der Fall Sachsen-Anhalt, wo AfD und BSW in einer Sondersitzung des Landtages Anträge zum Stopp weiterer Ukraine-Hilfen einbrachten, sei ein bewusstes Signal nach Berlin. Ob die dortige Debatte bundespolitische Konsequenzen hat, bleibt abzuwarten – sie zeigt jedoch, wie tief der Graben in der deutschen Ukraine-Debatte mittlerweile verläuft.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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