Altbausanierung: Wie KI und Roboter helfen

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Dieses Video wurde am 06.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bei der Altbausanierung eines denkmalgeschützten Schieferhauses in Solingen geht Alexandra Connopec einen ungewöhnlichen Weg: Mangels geeigneter Fachkräfte setzt sie auf einen KI-gesteuerten Roboterarm, der ihr bei anspruchsvollen und körperlich belastenden Arbeiten zur Hand gehen soll. Das Projekt verbindet handwerkliche Tradition mit moderner Technologie – und könnte wegweisend für die Baubranche sein.

Fachkräftemangel zwingt zur Eigeninitiative

Connopec wollte ihr historisches Gebäude von Anfang an originalgetreu sanieren. Doch die Suche nach geeigneten Handwerkern verlief enttäuschend. Alle befragten Betriebe rieten dazu, den historischen Lehmputz abzureißen und durch moderne Holzweichfaserplatten mit Dünnlagenputz zu ersetzen – für die Hausbesitzerin keine Option.

„Ich wollte das historisch wieder aufbauen”, sagt Connopec. Der Wunsch nach einem denkmalgerechten Wiederaufbau und der gleichzeitige Mangel an spezialisierten Fachkräften wurden so zum Ausgangspunkt für eine technische Innovation direkt auf der Baustelle.

Der Fachkräftemangel im Handwerk ist dabei kein Einzelfall. Gerade im Bereich der Denkmalpflege und historischen Bausanierung fehlen bundesweit qualifizierte Betriebe, die traditionelle Techniken beherrschen und anwenden wollen.

Roboterarm mit KI als Sanierungsassistent

Die Lösung entstand durch eine Zusammenarbeit mit einem befreundeten Informatikprofessor, der einen Roboterarm zur Verfügung stellte. Gemeinsam experimentierten die beiden damit, wie sich das System für Sanierungsarbeiten nutzbar machen lässt.

Mithilfe einer VR-Brille programmiert Connopec den sogenannten Sanierungsassistenten direkt vor Ort. Der Roboterarm wird dabei durch Künstliche Intelligenz angelernt und soll künftig wiederkehrende, körperlich anstrengende Aufgaben übernehmen – etwa das Festdrücken von Lehmputz an der Decke, eine Tätigkeit, die besonders belastend ist.

Der entscheidende Impuls kam von der Baustelle selbst: Erschöpft nach einem langen Arbeitstag fragte Connopec spontan, ob der Roboter auch ihre schweren Kellen halten könne. Aus dieser pragmatischen Idee wurde ein ernstes Entwicklungsprojekt.

Erster Prototyp zeigt Potenzial und Grenzen

Aktuell befindet sich der Roboter noch im Prototypenstadium. Erste Versuche liefern vielversprechende, aber auch ernüchternde Ergebnisse. Nicht jeder Arbeitsschritt gelingt auf Anhieb – die Technik stößt an Grenzen, wenn es um komplexe handwerkliche Bewegungen oder unregelmäßige Untergründe geht.

Dennoch verdeutlichen die Versuche das Potenzial solcher Systeme. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem bisherigen Entwicklungsprozess lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • KI-Systeme können durch praktisches Anlernen direkt auf der Baustelle trainiert werden.
  • Körperlich belastende Routineaufgaben wie Deckenarbeiten sind grundsätzlich automatisierbar.
  • Die Kombination aus VR-Steuerung und maschinellem Lernen ermöglicht eine intuitive Bedienung auch für Nicht-Programmierer.
  • Erste Tests zeigen, dass der Roboter nicht alle Aufgaben fehlerfrei ausführt – Nachkorrekturen bleiben notwendig.
  • Das Projekt ist ein Einzelfall, zeigt aber exemplarisch neue Wege im denkmalgeschützten Bauen.

Ausblick: Technologie als Antwort auf den Fachkräftemangel?

Das Projekt in Solingen steht stellvertretend für eine wachsende Herausforderung: Wie lassen sich historische Gebäude sanieren, wenn spezialisiertes Handwerk kaum noch verfügbar ist? KI-gestützte Robotersysteme könnten langfristig eine Antwort sein – nicht als Ersatz für menschliches Fachwissen, sondern als unterstützendes Werkzeug.

Ob aus dem Prototypen ein praxistaugliches System für die Baubranche wird, bleibt offen. Der Fall zeigt jedoch, dass technologische Innovationen oft dort entstehen, wo der Druck am größten ist – direkt auf der Baustelle, aus konkreter Not heraus.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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