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Berliner Wahl: Christ kritisiert Linke scharf

Nach der Berliner Wahl warnt Unternehmer Harald Christ vor einem linken Regierungsprogramm: Enteignungen seien nicht finanzierbar und würden Investoren abschrecken.

Redaktion · 21. September 2026, 16:15 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach der Berliner Wahl schlägt Unternehmer und Präsident des Verbandes der Berliner Kaufleute und Industriellen (VBKI), Harald Christ, Alarm. Die Linke hat die Wahl gewonnen und könnte die regierende Bürgermeisterin stellen – doch Christ hält das Wahlprogramm der Partei für unrealistisch und finanziell nicht tragbar. Er warnt vor gravierenden Folgen für die Berliner Wirtschaft und wirft der Linken vor, mit nicht umsetzbaren Versprechen Wählerinnen und Wähler in die Irre geführt zu haben.

Linkes Wahlprogramm: Viele Versprechen, wenig Substanz

Christ lässt keinen Zweifel daran, dass er das Wahlprogramm der Linken für inhaltlich verfehlt hält. „Es fehlt schlicht das Geld”, sagt der Unternehmer – und meint damit die zahlreichen sozialpolitischen Vorhaben der Partei, die seiner Einschätzung nach an der Berliner Haushaltslage scheitern werden.

Besonders scharf kritisiert Christ die Forderung der Linken nach Enteignung und Vergesellschaftung großer Wohnungsbaugesellschaften mit mehr als 3.000 Mietwohnungen. Er bezeichnet dies als den „größten Wahlbetrug“, den er in seiner politischen Laufbahn erlebt habe.

Die Umsetzung solcher Enteignungen werde höchstrichterlich scheitern und Jahre dauern – Jahre, in denen Mieterinnen und Mieter auf Verbesserungen warten würden, die nicht kämen. Das Geld, das für Entschädigungen aufgewendet werden müsste, solle stattdessen in Neubau und bezahlbaren Wohnungsbau sowie in Bildung und Hochschulen investiert werden.

Koalitionsoptionen: Auch ein Scheitern ist möglich

Für die Berliner Regierungsbildung sieht Christ mehrere Szenarien. Neben einer von der Linken geführten Koalition mit SPD und Grünen käme rechnerisch auch ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD in Frage. Christ empfiehlt Grünen und SPD ausdrücklich, auf Basis des derzeitigen linken Wahlprogramms keine Koalition einzugehen.

Als dritte Option bringt er ein Scheitern der Koalitionsverhandlungen ins Spiel:

  • Eine linksgeführte Koalition mit SPD und Grünen erscheint wahrscheinlich, birgt aber inhaltliche Konflikte.
  • Ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD wäre rechnerisch möglich.
  • Scheitern alle Verhandlungen, könnte es zu Neuwahlen kommen – eine Option, die Christ für diskussionswürdig hält.

Christ betont: Eine regierende Bürgermeisterin müsse Kompromisse eingehen und für alle Berlinerinnen und Berliner regieren. Die aktuelle Programmatik der Linken sehe er dazu nicht in der Lage.

Wirtschaftliche Warnung: Investoren könnten abwandern

Besonders besorgt zeigt sich Christ über die Signalwirkung einer linken Stadtregierung auf Investoren. Eine Politik, die sich gegen Wirtschaft, Mittelstand und Wachstum richte, werde in einer Metropole wie Berlin langfristig Schaden anrichten.

Gerade junge Wählerinnen und Wähler zwischen 16 und 24 Jahren, die die Linke laut Umfragen mit rund 46 Prozent unterstützten, würden von dieser Politik enttäuscht werden. Die versprochenen Verbesserungen bei Mieten und Wohnverhältnissen seien schlicht nicht realisierbar.

Statt Enteignungen brauche Berlin nach Christ mehr Investitionen in den Wohnungsbau – denn die aktuelle Linien-Politik werde Investoren abschrecken und dazu führen, dass weniger gebaut wird. Das sei keine Lösung für die Menschen, die auf günstigeren Wohnraum angewiesen sind.

Bundesebene: Keine Ablösung des Kanzlers gefordert

Auf die Frage, ob Bundeskanzler Friedrich Merz nach den Wahlniederlagen der CDU zurücktreten solle, antwortet Christ klar mit Nein. Ein Kanzlerwechsel löse keine der strukturellen Probleme: weder die angespannte Haushaltslage noch die geopolitischen Herausforderungen.

Die Bundesregierung müsse jetzt liefern und zügig Reformen auf den Weg bringen. Polarisierende Rhetorik – Christ spielt dabei auf AfD-Chefin Alice Weidel an – bringe das Land nicht weiter. Stattdessen gelte es, die Bürgerinnen und Bürger wieder für die demokratischen Parteien zu gewinnen.

Die Berliner Koalitionsverhandlungen dürften in den kommenden Wochen zeigen, ob die Linke bereit ist, ihr Wahlprogramm in der Praxis zu moderieren – oder ob das Scheitern einer Regierungsbildung tatsächlich zur realen Option wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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