Thursday, 8. October 2026
Aixtron

DAX unter Druck: Zinsen belasten Börse

Steigende Anleiherenditen und hohe Ölpreise setzen den DAX unter Druck. Aixtron, Daimler Truck und Redcare im Fokus – alle wichtigen Kurssignale im Überblick.

Redaktion · 8. October 2026, 08:40 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 08.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der DAX steht unter erheblichem Druck: Am Donnerstag, dem 8. Oktober, fiel der deutsche Leitindex um 1,4 Prozent auf rund 25.100 Punkte, während die vorbörslichen Kurse im XDAX bereits unterhalb der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke notierten. Steigende Anleiherenditen in Deutschland, den USA, Großbritannien und Frankreich sowie hohe Ölpreise sorgen für wachsende Nervosität unter Anlegern. Mehrere DAX-Werte geraten dabei besonders ins Visier.

DAX und Zinsen: Technische Unterstützungen in Gefahr

Die Anleiherenditen verharren auf hohem Niveau: In Deutschland liegt die Rendite wieder über 3,5 Prozent, in den USA nähern sie sich 25-Jahreshochs, in Großbritannien sind es bereits knapp 5,5 Prozent und Frankreich nähert sich der 5-Prozent-Marke. Diese Entwicklung setzt wachstumsorientierte Unternehmen besonders stark unter Druck, da die Finanzierbarkeit künftiger Investitionen zunehmend infrage gestellt wird.

Technisch gesehen hat der DAX seinen kurzfristigen Aufwärtstrend gebrochen. Als nächste Unterstützungen gelten die 200-Tage-Linie im Bereich von 24.800 Punkten sowie ein Unterstützungsband zwischen 24.400 und 24.650 Punkten, wo ein noch offenes Gap wartet. Der seit 2023 gültige langfristige Aufwärtstrend ist zwar noch intakt, doch die negativen Signale verdichten sich spürbar.

Aixtron und Daimler Truck: Einzelwerte im Check

Aixtron leidet im Sog der allgemeinen KI- und Chipschwäche. Die Deutsche Bank hat zwar das Kursziel leicht auf 44 Euro angehoben, gleichzeitig aber auf Lieferengpässe und einen langsameren Kapazitätsausbau hingewiesen. Die Umsatzschätzung wurde um 3 Prozent, das operative Ergebnis sogar um 8 Prozent gesenkt. Positiv: Der erwartete Auftragseingang im dritten Quartal von rund 245 Millionen Euro entspricht etwa dem Doppelten des Vorjahreswerts. Die Aktie dreht an der 40-Euro-Marke nach unten und droht, unter die 50-Tage-Linie zu fallen.

Bei Daimler Truck überzeugten die Absatzzahlen für das dritte Quartal:

  • Amerika: +51 Prozent abgesetzte Fahrzeuge im Jahresvergleich
  • Mercedes-Benz Trucks: +13 Prozent
  • Busse: ebenfalls deutliches Plus
  • Batterieelektrische Fahrzeuge: Absatz rückläufig
  • Gesamt drittes Quartal: +26 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Trotz der erfreulichen Zahlen kämpft die Aktie gegen das schwache Marktumfeld an. Die wichtige Unterstützung bei rund 40 Euro dürfte bald getestet werden, darunter liegt ein weiteres Auffangniveau bei etwa 38,50 Euro.

Fresenius Medical Care und Lufthansa: Belastungsfaktoren

Bei Fresenius Medical Care sorgte die überraschende Trennung von der Konzernchefin für Unruhe. Ein neuer CEO wurde mit Wirkung zum 12. Oktober bestellt. Unerwartete Vorstandswechsel kommen im aktuellen Marktumfeld erfahrungsgemäß schlecht an. Die nächste Unterstützung liegt knapp oberhalb von 34 Euro und könnte im Tagesverlauf getestet werden. Als Alternative gilt die Muttergesellschaft Fresenius als die solidere Wahl.

Die Lufthansa-Aktie gerät durch nachhaltig hohe Ölpreise und wachsende Konjunkturrisiken zusätzlich unter Druck. Die 7,50-Euro-Marke wurde unterschritten, ein klares Verkaufssignal generiert. Die Tendenz zeigt in Richtung 7 Euro. Der Abwärtstrend ist intakt, ein Einstieg drängt sich derzeit nicht auf.

Puma, Redcare und Vincorion: Lichtblicke im schwachen Markt

Bei Puma vollzog der Sportartikelhersteller Anta Sports die Übernahme eines Anteils von 29,06 Prozent und wird damit zum langfristig strategischen Partner. Das erklärte Ziel, unter die Top drei der globalen Sportmarken aufzusteigen, erscheint angesichts schwacher Marktpräsenz im Einzelhandel ambitioniert. Die Aktie pendelt seit Wochen zwischen 21,50 und 23 Euro, ein dynamischer Ausbruch ist kurzfristig nicht zu erwarten.

Redcare stach positiv heraus: Mit einem Tagesgewinn von rund +10 Prozent gelang der Ausbruch über die 70-Euro-Marke – ein prozyklisches Einstiegssignal. Das Kursziel auf Sicht der nächsten Monate liegt bei 90 Euro, die Tendenz zeigt klar nach oben.

Vincorion hob nach einem starken Quartal die Prognose an. Die Deutsche Bank bestätigte die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 26 Euro. Allerdings hemmt die allgemein schlechte Stimmung im Rüstungssektor den Kursanstieg – die Aktie bleibt in einer Handelsspanne zwischen 18 und 20 Euro gefangen, ein Rückfall unter 16 Euro ist nicht ausgeschlossen.

Die kommende Woche bringt mit dem Start der US-Berichtssaison – allen voran die Banken – den nächsten großen Stimmungstest für die Märkte. Ob der langfristige Aufwärtstrend intakt bleibt, hängt maßgeblich davon ab, wie stark Zinsen und Ölpreise die Unternehmensgewinne belasten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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