Wednesday, 23. September 2026
CDU

CDU gegen Merz: Kritik aus den eigenen Reihen

Innerhalb der CDU wächst der Druck auf Kanzler Friedrich Merz. Ex-Generalsekretär Chaya und Ex-Fraktionschef Brinkhaus fordern seinen Rücktritt.

Redaktion · 23. September 2026, 13:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Innerhalb der CDU wächst der Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz dramatisch. Nach einer Reihe von Wahlschlappen melden sich prominente Parteigrößen öffentlich zu Wort – und ihre Forderungen sind eindeutig: Merz soll den Weg freimachen. Sowohl der ehemalige Unionsfraktionschef Ralf Brinkhaus als auch der frühere CDU-Generalsekretär Mario Czaja stellen die Führungsfähigkeit des Kanzlers grundsätzlich infrage.

Brinkhaus: CDU hat ihren Markenkern verloren

Ralf Brinkhaus, einst einer der mächtigsten Männer in der Unionsfraktion, soll nach den jüngsten Wahlniederlagen intern scharf reagiert haben. Sein Vorwurf trifft die Partei ins Mark: Die CDU habe ihren Markenkern und das Verbindende verloren.

Brinkhaus stellte dabei auch eine sehr persönliche Frage in den Raum – eine, die sich offenbar jedes Parteimitglied stellen müsse: ob und wie es diesem Land und dieser Partei noch helfen kann. Diese Formulierung wird innerparteilich als deutlicher Hinweis auf einen notwendigen Führungswechsel interpretiert.

Der Unmut über Merz ist kein Randphänomen. Er kommt aus der Mitte der Partei, von Personen, die selbst jahrelang Verantwortung getragen haben und die Mechanismen der Union bestens kennen.

Czaja: „Ihm fehlt die emotionale Intelligenz”

Noch klarer in seiner Kritik war Mario Czaja, ehemaliger CDU-Generalsekretär. Im Gespräch mit dem WELT-Format „Talk Meinungsfreiheit” ließ er an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Seine zentrale These: Friedrich Merz mangele es an emotionaler Intelligenz, um zu verstehen, was derzeit im Land passiere.

Czaja zog daraus eine unmissverständliche Konsequenz:

  • Merz solle „den Platz freimachen”
  • Es „funktioniert nicht mehr mit ihm”
  • Ihm noch mehr Zeit zu geben, ergebe „gar keinen Sinn”

Mit diesen Aussagen geht Czaja weiter als die meisten seiner Parteikollegen – und bricht damit ein in der CDU lange gepflegtes Tabu der öffentlichen Loyalität gegenüber dem Parteivorsitzenden und Kanzler.

Ministerpräsidenten schweigen – die Basis könnte handeln

Auffällig ist, dass die CDU-Ministerpräsidenten bislang öffentlich schweigen. Czaja bescheinigte ihnen direkt, nicht den nötigen Mut aufzubringen, um offen Stellung zu beziehen. Die parteiinterne Machtlogik verhindert offenbar, dass die Landesfürsten den ersten Schritt wagen.

Doch Czaja setzt seine Hoffnung auf eine andere Kraft: die Parteibasis. Er ist überzeugt, dass die einfachen Mitglieder der CDU „mit den Füßen abstimmen” werden – also durch Austritte, ausbleibende Unterstützung oder mangelnde Mobilisierung ein klares Signal senden, das die Führungsebene nicht ignorieren kann.

Diese Entwicklung erinnert an frühere innerparteiliche Krisen der Union, in denen der Druck von unten letztlich Personalentscheidungen erzwang, die von oben lange blockiert worden waren.

Einordnung: Eine Partei unter Druck

Die öffentliche Kritik von Brinkhaus und Czaja markiert eine neue Eskalationsstufe im innerparteilichen Konflikt der CDU. Dass gleich zwei ranghohe Ex-Funktionäre nahezu zeitgleich die Führungsfähigkeit von Friedrich Merz öffentlich bestreiten, ist ein ungewöhnlicher Vorgang – selbst für eine Partei, die gerade unter erheblichem Wahldruck steht.

Ob Merz die Rückendeckung der Parteistruktur langfristig erhalten kann, bleibt offen. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob sich der Chor der Kritiker weiter vergrößert oder ob der Kanzler die Debatte durch politische Erfolge beenden kann.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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