Tuesday, 20. October 2026
AfD

CDU in NRW: AfD holt rasant auf

Die CDU verliert in NRW laut aktueller Umfrage 8 Punkte und liegt nur noch bei 26 % – die AfD folgt dicht auf 21 %. Was bedeutet das für Hendrik Wüst?

Redaktion · 19. October 2026, 19:20 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 19.10.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die CDU in Nordrhein-Westfalen steckt in einer tiefen Krise: Laut einer aktuellen Insa-Umfrage für „Bild” verliert die Partei von Ministerpräsident Hendrik Wüst gegenüber der Vorerhebung aus dem Mai acht Prozentpunkte und kommt nur noch auf 26 Prozent. Die AfD legt gleichzeitig vier Punkte zu und erreicht 21 Prozent – ein Abstand von lediglich fünf Prozentpunkten. Vor fünf Monaten war die CDU in NRW noch doppelt so stark wie die AfD. Mit Blick auf die Landtagswahl im Mai 2026 gerät Wüst damit erheblich unter Druck.

CDU-Umfrage in NRW: Dramatischer Einbruch in fünf Monaten

Im Mai 2025 stand das Verhältnis zwischen CDU und AfD in Nordrhein-Westfalen noch bei 34 zu 17 Prozent – ein komfortabler Vorsprung von 17 Punkten. Die aktuelle Erhebung zeigt nun ein völlig verändertes Bild:

  • CDU: 26 % (−8 Punkte)
  • AfD: 21 % (+4 Punkte)
  • SPD: 18 %
  • Grüne: 16 %
  • Linke: 10 %

Die bisherige Regierungskoalition aus CDU und Grünen hätte demnach keine parlamentarische Mehrheit mehr. Für eine handlungsfähige Koalition müsste ein dritter Partner – voraussichtlich die SPD – hinzugewonnen werden. Der Einbruch wird von Beobachtern auch als Misstrauensvotum gegen das Schwarz-Grüne Bündnis gewertet, das Wüst seit Jahren führt.

Hendrik Wüst unter Druck: Kursstreit in der CDU

Die schlechten Umfragewerte befeuern den Richtungsstreit innerhalb der CDU: Soll die Partei ihren moderaten, auf Koalitionsfähigkeit mit Grünen und SPD ausgerichteten Kurs beibehalten – oder sich wieder stärker konservativen Positionen zuwenden, um verlorene Wähler zurückzugewinnen?

Wüst, der beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn für Europa und die Reisefreiheit warb und das Erbe von Helmut Kohl und Konrad Adenauer beschwor, steht exemplarisch für den sogenannten Merkel-Kurs. Kritiker werfen ihm vor, mit dieser Positionierung die eigene Stammwählerschaft zu verlieren, ohne neue Wählergruppen zu gewinnen.

Als konkretes Politikfeld, das den Vertrauensverlust befördert haben soll, gilt neben der Wirtschaftspolitik auch das Thema Innere Sicherheit – nicht zuletzt der Anschlag in Solingen, bei dem im Sommer 2024 drei Menschen getötet wurden.

Baden-Württemberg: AfD zieht mit CDU gleich

Der Negativtrend für die CDU beschränkt sich nicht auf Nordrhein-Westfalen. Auch in Baden-Württemberg, einst eine sichere Bastion der Union, ist die Lage nach einer aktuellen Infratest-dimap-Umfrage angespannt:

  • Grüne: 30 % (+3 Punkte)
  • CDU: 23 % (−5 Punkte)
  • AfD: 23 % (+5 Punkte)
  • SPD: 7 %
  • Linke: 6 %

Die AfD hat im Südwesten damit erstmals die CDU eingeholt. Bundesweit zeigt das Bild eine ähnliche Tendenz: CDU und CSU liegen in aktuellen Bundesumfragen bei rund 18 Prozent, die AfD bei etwa 29 Prozent.

Friedrich Merz und die Frage nach dem Ausweg

CDU-Bundesvorsitzender Friedrich Merz hat auf dem Deutschlandtag der Jungen Union offen eingeräumt, dass die Union ohne nachhaltiges Wirtschaftswachstum bei der nächsten Bundestagswahl keine Chance habe. Ökonomen fordern ein Wachstum von mindestens 2,5 Prozent, um die bestehenden Sozial- und Staatssysteme zu finanzieren – aktuell liegt die Prognose deutlich darunter.

Die Umfragedaten aus NRW und Baden-Württemberg verdeutlichen: Die CDU steht vor einer strategischen Weichenstellung. Gelingt es der Partei nicht, ein überzeugendes wirtschaftspolitisches Profil zu entwickeln und gleichzeitig auf die Sicherheitsbedenken ihrer Wähler einzugehen, droht der Abstand zur AfD weiter zu schrumpfen. Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai 2026 gilt dabei als wichtigster Stimmungstest für die gesamte Bundesrepublik – und als frühes Signal für die darauffolgende Bundestagswahl.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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