Tuesday, 22. September 2026
DAX

DAX-Check: Telekom, TUI, Vonovia im Fokus

Beim DAX-Check vom 22. September stehen Deutsche Telekom, TUI, Elmos, SUSS Microtec, Tonies und Vonovia unter der Lupe – mit Chartanalyse und Kurszielen.

Redaktion · 22. September 2026, 08:31 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 22.09.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der DAX zeigt sich am Dienstag, 22. September, nach einem starken Vortag uneinheitlich. Am Montag kletterte der deutsche Leitindex deutlich über die Marke von 25.500 Punkten auf rund 25.575 Zähler. Vorbörslich notierte er zeitweise bei etwa 25.600 Punkten. Steigende Ölpreise und anziehende Anleiherenditen bremsen jedoch die Risikobereitschaft der Anleger und damit einen weiteren Kursaufschwung. Im Mittelpunkt des heutigen DAX-Checks stehen Deutsche Telekom, TUI, Elmos Semiconductor, SUSS Microtec, Tonies und Vonovia.

DAX-Chartbild: 50-Tageslinie in Reichweite

Charttechnisch rückt die 50-Tageslinie bei rund 25.770 Punkten in den Fokus – ein Aufschlag von etwa 0,7 % wäre nötig, um diese Hürde zurückzuerobern. Gelingt das, wäre der Weg in Richtung 26.000 Punkte frei. Wichtig ist, dass das jüngste Zwischentief nicht mehr unterschritten wird. Der noch ausstehende Gap-Close bei 25.100 Punkten muss kurzfristig nicht zwingend erfolgen.

Belastend wirkt der erneute Anstieg der Renditen: In Deutschland nähert sich die Rendite der 3,5-Prozent-Marke, in den USA der 5-Prozent-Marke. Der Ölpreis (WTI) legte nach vier Verlusttagen um 1,4 % auf 97,65 Dollar zu – ein weiterer Dämpfer für die Börsenstimmung.

Deutsche Telekom und T-Mobile US unter Druck

Die Aktie der Deutschen Telekom hat die Unterstützung bei 28 Euro sowie die 50-Tageslinie gebrochen. Auslöser ist die schwächelnde US-Tochter T-Mobile US, die lange als Vorzeigeunternehmen für Kundenwachstum im US-Mobilfunk galt. Das Unternehmen hat seine Jahresprognose zwar bestätigt, die Erwartungen beim Wachstum der Postpaid-Kunden jedoch auf 250.000 Neukunden eingedampft – weniger als Investoren und Analysten erhofft hatten.

Solange bei T-Mobile US keine Trendwende einsetzt, dürfte die Telekom-Aktie kaum an ihre Februarhochs heranreichen. Eine kurzfristige Stabilisierung ist zwar erkennbar, von Aufwärtsdynamik ist man aber weit entfernt.

Bernberg-Konferenz: Elmos, SUSS Microtec und Tonies mit Potenzial

Auf der Berenberg German Corporate Conference in München trafen Analysten rund 20 Unternehmen. Drei stechen besonders hervor:

  • Elmos Semiconductor: Kursziel 215 Euro (aktuell ca. 148 Euro). CEO Dr. Anne Schneider bekräftigte das Ziel eines zweistelligen Umsatzwachstums. Der Engpass bei 8-Zoll-Wafern, für den sich Elmos zusätzliche Kapazitäten gesichert hat, entwickelt sich zum Nettovorteil. Die Aktie hat die 50-Tageslinie zurückerobert, nächstes Ziel: 160 Euro.
  • SUSS Microtec: Kaufempfehlung mit Kursziel 125 Euro (aktuell ca. 68 Euro). Der Auftragsbestand ist um 45 % auf 474 Millionen Euro gestiegen; für 2027 wird steigende Profitabilität erwartet. Wichtige Hürde: 80 Euro nach Rückeroberung der 50-Tageslinie.
  • Tonies: Kursziel 20 Euro, bestätigte Kaufempfehlung. Finanzvorstand Hansjörg Müller verwies auf hohes zweistelliges Umsatzwachstum für 2026 sowie eine mittelfristige EBITDA-Marge von 16 bis 18 %. Kursanstieg von bis zu 80 % wird für möglich gehalten; die Aktie befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase.

Alle drei Werte profitieren von der anhaltenden KI-Rally in den USA: Der Nasdaq legte zuletzt 2,3 % zu, was deutschen Technologieaktien Rückenwind gibt.

TUI und Vonovia: Buchungen und Zinsdruck belasten

TUI veröffentlichte sein Buchungsupdate für das Geschäftsjahr 2026/27 und grenzte die Gewinnprognose ein. Das Unternehmen wird derzeit mit einem 2026er KGV von 7 und einem 2027er KGV von 5 sehr günstig bewertet. Sinkende Ölpreise könnten dem Reisekonzern zugutekommen. Entscheidend ist nun die Verteidigung der Unterstützung bei rund 6,40 Euro; mutige Anleger können mit einem Stoppkurs bei 6,25 Euro einsteigen.

Bei Vonovia dominieren zwei Themen: die politische Diskussion um mögliche Enteignungen im Berliner Wohnungsmarkt nach dem Wahlsieg der Linken sowie der Zinsanstieg. Letzterer ist der weitaus gewichtigere Faktor – steigende Zinsen belasten Immobilienaktien strukturell. Das langfristige Tief bei rund 15,30 Euro ist noch nicht ausgeschlossen; der aktuelle Kurs liegt bei etwa 17 bis 18 Euro und damit auf einem neuen Jahrestief.

Insgesamt bleibt die Marktlage zum Wochenauftakt zweigeteilt: Während KI-getriebene Technologiewerte und günstig bewertete Reiseaktien Chancen bieten, lastet der Zinsanstieg auf zinssensitiven Sektoren wie Immobilien. Anleger sollten die 50-Tageslinie im DAX als entscheidende technische Wegmarke im Blick behalten – ihr Rückeroberung wäre das nächste klare Kaufsignal für den deutschen Leitindex.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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