Dieses Video wurde am 18.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Deutschland und Europa sind bei der Drohnenabwehr noch nicht ausreichend aufgestellt – das betont Verteidigungsexpertin Ulrike Franke mit Nachdruck. Anlass ist gleich ein doppeltes Warnsignal: der geplante Aufbau eines nationalen Drohnenabwehrzentrums in Deutschland sowie neue Satellitendaten, die zeigen, dass Russland an den Grenzen zu Belarus und der Ukraine ein geheimes Netzwerk von Drohnenabschussrampen errichtet – Anlagen, die auch NATO-Gebiet wie Polen erreichen könnten.
Drohnenabwehr in Deutschland: Nachholbedarf auf breiter Front
Deutschland habe über lange Zeit die Bedrohung durch Drohnen nicht ernst genug genommen, so Franke. Es mangelte weniger an technologischem Können als an politischem Willen und konkreter Beschaffung. Startups und Unternehmen im Bereich der Drohnenabwehr sind vorhanden und wollen wachsen – doch die Nachfrage aus der öffentlichen Hand blieb bislang zu gering.
Das neue Drohnenabwehrzentrum in Kochstedt soll hier als ein Puzzlestück wirken: Hersteller und Sicherheitskräfte können dort trainieren und Systeme erproben. Franke begrüßt den Schritt, mahnt aber, er allein reiche nicht aus.
Parallel zur Abwehr hat Deutschland bei der Entwicklung von Angriffsdrohnen – teils in Joint Ventures mit ukrainischen Partnern – etwas mehr Sichtbarkeit erlangt. Doch auch dort gelte: Der Krieg in der Ukraine hat viele dieser Aktivitäten erst beschleunigt.
Russlands Drohnenrampen: Ein Muster der graduellen Eskalation
Besonders beunruhigend ist für Franke ein Bericht des britischen Telegraph, der auf Basis von Satellitenbildern ein geheimes Netzwerk russischer Drohnenabschussrampen entlang der Grenzen zu Belarus und der Ukraine dokumentiert. Diese Infrastruktur ist so positioniert, dass sie NATO-Staaten – allen voran Polen – direkt bedrohen kann.
Franke beschreibt ein klares Eskalationsmuster:
- Zunächst einzelne Drohnen, dann größere Schwärme
- Erst unbewaffnete Überwachungsdrohnen, dann potenziell bewaffnete Systeme
- Zunehmende Überflüge über die gesamte NATO-Ostflanke – von Belarus bis zum Schwarzen Meer
- Im September 2025: mehr als 20 Drohnen über polnischem Territorium
- Jüngste Vorfälle: wiederholte Drohnensichtungen über Rumänien
„Russland scheint immer einen Schritt weiterzugehen”, warnt Franke. Der neue Bericht über die Abschussrampen reihe sich nahtlos in dieses Muster ein.
Kritische Infrastruktur im Visier – auch in Deutschland
Die Bedrohung ist nicht auf die Ostflanke beschränkt. In den vergangenen Monaten wurden in Deutschland wiederholt Drohnen über kritischer Infrastruktur gesichtet – etwa über Flughäfen und Energieanlagen. Diese Vorfälle haben die Nachfrage nach Abwehrsystemen spürbar erhöht.
Franke betont, dass die Technologien zur Drohnenabwehr an einem Flughafen und jene zum Schutz der Ostflanke sich teilweise überschneiden. Man könne voneinander lernen – und das gelte auch auf europäischer Ebene.
Europäische Zusammenarbeit als Schlüssel
Franke plädiert eindringlich für einen stärkeren europäischen Austausch bei der Drohnenabwehr. Länder wie Polen und die baltischen Staaten hätten bereits erhebliche Erfahrungen gesammelt und investieren massiv in ihre Fähigkeiten. Deutschland sollte diese Expertise aktiv nutzen und bewährte Ansätze adaptieren.
Die Botschaft der Expertin ist klar: Drohnenabwehr ist keine Nischendisziplin mehr, sondern eine zentrale Säule europäischer Sicherheit. Angesichts der russischen Eskalationsdynamik und der noch bestehenden Lücken in der deutschen und europäischen Verteidigung bleibt der Handlungsdruck hoch. Nationale Zentren, gemeinsame Standards und abgestimmte Beschaffung sind dabei keine Alternativen – sie müssen parallel vorangetrieben werden.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


