Monday, 19. October 2026
Haarpflege

Haarpflege: Warum Henkel auf den Boom setzt

Haarpflege ist für Henkel ein Milliardengeschäft: Schwarzkopf erzielt 1,5 Mrd. Euro Umsatz – und der Markt wächst dank komplexer Routinen und neuer Trends.

Redaktion · 18. October 2026, 07:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 18.10.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Haarpflege hat sich zu einem der dynamischsten Wachstumssegmente der Konsumgüterbranche entwickelt. Verbraucher investieren zunehmend Zeit und Geld in aufwendige Pflegeroutinen – ein Trend, von dem Konzerne wie Henkel massiv profitieren. Allein mit der Marke Schwarzkopf erzielt Henkel nach eigenen Angaben rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Damit ist das Düsseldorfer Unternehmen eigenen Aussagen zufolge Marktführer für Haarpflege in Deutschland. Der Boom zeigt sich aber nicht nur bei einem einzelnen Anbieter – er erfasst die gesamte Branche.

Henkel investiert Milliarden in die Haarpflege

Henkel ruht sich auf seiner Marktführerschaft nicht aus. Im laufenden Jahr hat der Konzern gleich zwei weitere Haarmarken akquiriert – zu einem kombinierten Kaufpreis von über eineinhalb Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen setzt damit ein klares strategisches Signal: Die Haarpflege ist kein Nischensegment mehr, sondern ein zentrales Wachstumsfeld.

Die Zukäufe sollen das bestehende Portfolio ergänzen und neue Zielgruppen erschließen. Schwarzkopf bleibt dabei das Flaggschiff, doch mit den neu erworbenen Marken verbreitert Henkel seine Marktpräsenz erheblich – sowohl im Premiumsegment als auch im Massenmarkt.

Wachsender Markt: Verbraucher geben mehr für Haare aus

Dass die Nachfrage nach Haarpflegeprodukten steigt, ist kein Zufall. Verbraucher behandeln ihre Haare heute ähnlich aufwendig wie ihre Haut. Pflegeroutinen umfassen mittlerweile mehrere Schritte – von speziellen Shampoos und Conditionern über Masken bis hin zu Seren und Ölen.

Die wichtigsten Treiber des Marktwachstums im Überblick:

  • Immer komplexer werdende Haarpflegeroutinen mit mehr Produktschritten
  • Gestiegenes Bewusstsein für Haargesundheit und -ästhetik
  • Wachsende Premiumisierung: Verbraucher greifen häufiger zu hochwertigeren Produkten
  • Einfluss von Social Media auf Pflege- und Styling-Trends
  • Übertragung von Skincare-Konzepten auf die Haarpflege

Von diesem Trend profitiert die gesamte Branche. Auch L’Oréal berichtet, dass das Haargeschäft derzeit den Großteil des Konzernwachstums trägt. Die Franzosen sprechen intern bereits vom „goldenen Zeitalter der Haarpflege”.

Skinnification: Hautpflege-Konzepte erobern das Haar

Ein besonders einflussreicher Trend trägt den Namen Skinnification. Dahinter verbirgt sich die Idee, bewährte Wirkstoffe und Konzepte aus der Gesichtspflege direkt auf die Haarpflege zu übertragen. Was im Serum für die Haut funktioniert, soll auch für Kopfhaut und Haarstruktur wirken.

Ein prominentes Beispiel ist Hyaluronsäure, die lange als typischer Inhaltsstoff von Anti-Aging-Cremes galt. Mittlerweile findet sie sich in zahlreichen Shampoos, Conditionern und Haarkuren – als feuchtigkeitsspendender Wirkstoff für den Schaft und die Kopfhaut.

Dieser Ansatz verändert auch das Kaufverhalten: Verbraucher lesen Etiketten genauer, suchen gezielt nach bestimmten Inhaltsstoffen und sind bereit, für wissenschaftlich klingende Formulierungen mehr zu bezahlen. Für Hersteller bietet das erheblichen Spielraum für Premiumprodukte mit höheren Margen.

Ausblick: Ein Segment mit weiterem Potenzial

Der Haarpflegemarkt zeigt strukturelle Wachstumszeichen, die über kurzfristige Modeerscheinungen hinausgehen. Solange Verbraucher ihre Pflegeroutinen weiter ausbauen und Konzepte wie die Skinnification den Mainstream erreichen, dürften Umsätze und Investitionen in diesem Segment weiter steigen.

Für Henkel bleibt die Haarpflege damit ein strategischer Anker. Die hohen Summen, die der Konzern für Zukäufe ausgibt, zeigen, dass das Unternehmen frühzeitig Marktanteile sichern will – bevor der Wettbewerb in einem boomenden Markt noch intensiver wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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