Flydubai-Terroranschlag: Al-Qaida ruft zu weiteren Attacken auf
Nach dem verhinderten Flydubai-Terroranschlag feiern Al-Qaida-Anhänger den Copiloten und rufen zu neuen Attacken auf Passagiermaschinen auf.
Dieses Video wurde am 04.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der vereitelte Terroranschlag auf Flug FZ 1073 der Fluggesellschaft Flydubai beschäftigt Sicherheitsbehörden und Öffentlichkeit weltweit. An Bord des Fluges nach Israel befanden sich mehr als 170 israelische Passagiere. Laut der US-Zeitung New York Post feiern Unterstützer der Terrororganisation Al-Qaida den mutmaßlichen Attentäter, den Copiloten der Maschine – und rufen offen zu weiteren Anschlägen auf zivile Passagiermaschinen auf. Zwei Flugexperten haben die dramatischen Minuten an Bord unterdessen in einem Simulator nachgestellt und damit eine erschreckende Vorstellung davon vermittelt, was die Passagiere durchleiden mussten.
Copilot greift Kapitän mit Rettungsaxt an
An Bord von Flug FZ 1073 kam es zu einem beispiellosen Vorfall: Der Copilot griff den Kapitän mit einer Rettungsaxt an und brachte die Maschine damit außer Kontrolle. Das Flugzeug raste in einem unkontrollierten Sturzflug innerhalb von nur 30 Sekunden rund 16.000 Fuß – umgerechnet fast 5.000 Meter – in Richtung Erde.
Für die Passagiere bedeutete das ein Erlebnis, das mit einer extrem steilen Achterbahnfahrt verglichen werden kann – mit einem entscheidenden Unterschied: Auf einer Achterbahn weiß man, was als Nächstes passiert. An Bord war die Situation völlig unkontrollierbar. Wer nicht angeschnallt war, spürte die negativen G-Kräfte am eigenen Körper. Der Körper hob buchstäblich vom Sitz ab, während das Flugzeug in die Tiefe stürzte. An Bord brach Panik aus.
Wie nah war die Maschine am Auseinanderbrechen?
Die Simulationsübung zweier Flugexperten zeigt, wie gefährlich die Situation tatsächlich war. Bei einem so rasanten Sinkflug wirken enorme Kräfte auf die Tragflächen und den Rumpf ein – die Maschine kann in einem solchen Szenario schlicht überlastet werden und auseinanderbrechen.
Einer der Experten fasste die Lage deutlich zusammen:
- Bereits während des Sturzflugs kann ein Flugzeug strukturell überlasten.
- Bei Flug FZ 1073 brach tatsächlich das Seitenruder ab.
- Bei längerem Andauern des Sturzflugs wären möglicherweise die Tragflächen vom Rumpf abgerissen worden.
- Solche strukturellen Totalversagen sind in der Luftfahrtgeschichte bereits dokumentiert.
„Ich halte es für ein Wunder, dass außer dem Seitenruder nichts weiter abgebrochen ist”, sagte einer der Experten nach der Simulation. Die Worte machen deutlich, wie knapp das Unglück an einem totalen Desaster vorbeischrammte.
Ein Held im Cockpit rettet 170 Leben
Das Blatt wendete sich, als ein flugkundiger Passagier ins Cockpit gelangte und die Maschine in letzter Sekunde aus dem Sturzflug herausriss. Auf einer Flughöhe von knapp 5.200 Metern drückte er das Steuer nach vorne und brachte das Flugzeug zurück in eine sichere Fluglage – ein Eingriff, der nach Einschätzung der Experten die Katastrophe abwendete.
Ein weiterer glücklicher Umstand: Unter den Passagieren befanden sich zufällig zwei Berufspiloten, die die schwer beschädigte Maschine anschließend sicher zu einer Notlandung in Saudi-Arabien führen konnten. Die Passagiere, die an Bord Todesängste erlitten hatten, feierten die Landung mit lautem Jubel.
Al-Qaida glorifiziert den Angriff und droht mit Folgeattacken
Während die Geretteten aufatmen, zeichnet sich eine neue Bedrohungslage ab. Anhänger von Al-Qaida verbreiten in sozialen Netzwerken Beiträge, in denen sie den mutmaßlichen Copiloten als Helden feiern. Gleichzeitig rufen sie explizit zu weiteren Terrorattacken auf Passagierflugzeuge auf – insbesondere auf Maschinen mit israelischen Staatsangehörigen an Bord.
Der Vorfall wirft grundlegende Fragen zur Sicherheitsüberprüfung von Cockpit-Besatzungen und zu den Schutzmaßnahmen in Flugzeugen auf. Sicherheitsbehörden in mehreren Ländern haben den Fall als ernstzunehmende Warnung eingestuft. Ob und welche konkreten Konsequenzen für die Luftsicherheit gezogen werden, dürfte in den kommenden Wochen intensiv diskutiert werden.
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