Hagel in Paraguay: Tennisballgroße Eiskörner
Tennisballgroße Hagelkörner trafen Paraguays Hauptstadt Asunción mit voller Wucht: Autos beschädigt, Stromleitungen getroffen, Stromausfälle in mehreren Gebieten.
Dieses Video wurde am 05.10.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein heftiges Unwetter hat die Hauptstadt Paraguays mit extremem Hagel getroffen. Tennisballgroße Eiskörner prasselten auf Asunción nieder und richteten erhebliche Schäden an Fahrzeugen, Dächern und der Stromversorgung an. Die Meteorologen hatten bereits im Vorfeld vor einem großräumigen Unwettersystem gewarnt – doch das Ausmaß traf die Bevölkerung mit voller Wucht.
Hagelkörner von extremer Größe treffen Asunción
Der Hagelschlag kam für viele Bewohner der paraguayischen Hauptstadt Asunción ohrenbetäubend und nahezu ohne Vorwarnung. Die Eiskörner erreichten die Größe von Tennisbällen – ein Ausmaß, das selbst in der traditionell gewitterreichen Region selten vorkommt.
Der Einschlag der Hagelkörner auf Straßen, Fahrzeuge und Gebäude erzeugte einen Lärm, der einem Meteorenschauer ähnelte. Autofahrer, die sich zum Zeitpunkt des Unwetters im Freien befanden, hatten kaum eine Möglichkeit, ihre Fahrzeuge rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.
Wer schnell reagierte, suchte Schutz unter Brücken oder an Tankstellen – die einzigen improvisierten Schutzmöglichkeiten, die sich spontan anboten. Viele Fahrzeuge blieben dennoch ungeschützt und erlitten schwere Beschädigungen durch die Wucht der auftreffenden Eismassen.
Schäden an Fahrzeugen, Dächern und Stromleitungen
Das Unwetter hinterließ ein deutliches Schadensbild in der Stadt. Besonders hart traf es:
- Parkende und fahrende Fahrzeuge, deren Karosserien durch die Eiskörner stark eingedellt oder zerbeult wurden
- Dächer von Wohn- und Geschäftsgebäuden, die durch den massiven Hagelaufprall beschädigt wurden
- Stromleitungen, die durch den Druck und das Gewicht der Eismassen in Mitleidenschaft gezogen wurden
- Mehrere Stadtgebiete, in denen es nach dem Durchzug des Unwetters zu teils länger andauernden Stromausfällen kam
Die Kombination aus mechanischen Schäden und dem Ausfall der Energieversorgung stellte die Behörden vor erhebliche logistische Herausforderungen bei der Schadensbeseitigung.
Gewitterreiche Jahreszeit hat in Paraguay begonnen
Das Unwetter ist kein isoliertes Ereignis. In Paraguay hat die gewitterreiche Jahreszeit begonnen, die das Land regelmäßig mit heftigen Stürmen, Starkregen und Hagel heimsucht. Meteorologen hatten bereits vor dem Eintreffen eines großräumigen Unwettersystems gewarnt und auf die Gefahr schwerer Unwetter hingewiesen.
Die geografische Lage Paraguays im Herzen Südamerikas macht das Land besonders anfällig für extreme Wetterphänomene. Warme, feuchte Luftmassen aus dem Amazonasbecken treffen hier regelmäßig auf kältere Fronten aus dem Süden des Kontinents – ideale Bedingungen für die Entstehung von Superzellen und intensivem Hagelschlag.
Für die betroffene Bevölkerung bedeutet das erhöhte Wachsamkeit in den kommenden Wochen. Die Wetterbehörden empfehlen, bei angekündigten Unwetterwarnungen Fahrzeuge rechtzeitig in geschlossenen Garagen unterzustellen und Aufenthalte im Freien zu meiden.
Ausblick: Klimatische Extremereignisse nehmen zu
Ereignisse wie dieses reihen sich in ein globales Muster ein: Extremwetterereignisse werden weltweit häufiger und intensiver. Auch in Südamerika beobachten Klimaforscher eine Zunahme von Starkhageleignissen mit ungewöhnlich großen Eiskörnern.
Für Paraguay bedeutet das langfristig die Notwendigkeit, Infrastruktur und Notfallplanung auf derartige Extremereignisse besser auszurichten. Der jüngste Hagelschlag in Asunción dürfte die Debatte über Klimaanpassungsmaßnahmen in der Region neu befeuern – und zeigt einmal mehr, mit welcher Gewalt die Natur städtische Strukturen in kurzer Zeit überfordern kann.
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