Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff Hondius

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Dieses Video wurde am 07.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein Hantavirus-Ausbruch auf dem Expeditions-Kreuzfahrtschiff Hondius hat drei Todesopfer gefordert und eine internationale Notfallreaktion ausgelöst. Bei fünf Passagieren wurde die sogenannte Andesvariante des Hantavirus nachgewiesen – eine besonders gefährliche Form, die als einzige Hantavirus-Art auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Fall bestätigt. Unter den Betroffenen befindet sich auch eine deutsche Staatsangehörige, die zur Untersuchung in die Uniklinik Düsseldorf gebracht wurde.

Dramatische Ereignisse an Bord der Hondius

Mehr als 80 Passagiere, viele von ihnen Hobby-Vogelbeobachter, hatten eine entspannte Kreuzfahrt gebucht. Am 12. April verlas der Kapitän eine Durchsage über den plötzlichen Tod eines Passagiers – zunächst ohne bekannte Ursache. Erst im Nachhinein wurde der Ernst der Lage deutlich. Inzwischen sind drei Menschen gestorben, bei fünf Passagieren wurde das Andesvirus labordiagnostisch bestätigt.

Eine deutsche Mitreisende, die engen Kontakt zu einer infizierten Person hatte, wurde unter strengen Sicherheitsvorkehrungen vom Flughafen Amsterdam in die Düsseldorfer Uniklinik transportiert. Das medizinische Personal arbeitet in vollständig abgeschirmten Schutzanzügen. Ob die Frau tatsächlich infiziert ist, war zunächst unklar – Krankheitssymptome wurden bei ihr noch nicht festgestellt.

Wichtig ist dabei: Eine fehlende Symptomatik schließt eine Infektion nicht aus. Die Inkubationszeit des Andesvirus kann von weniger als einer Woche bis zu über acht Wochen betragen.

Das Andesvirus: Übertragung, Symptome und Behandlung

Das Andesvirus zählt laut Virologe Professor Roman Wölfel, Leiter des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr, zu den gefährlichsten Vertretern der Hantavirus-Familie. Bei Ausbrüchen in Chile und Argentinien lag die Sterblichkeitsrate zwischen 25 und 50 Prozent der Betroffenen.

Das Virus befällt insbesondere die Lunge und kann zu schwerem akutem Lungenversagen führen. Eine ursächliche antivirale Therapie existiert bislang nicht. Die Behandlung konzentriert sich auf intensivmedizinische Unterstützung, um die Lungenfunktion so lange zu stabilisieren, bis das körpereigene Immunsystem die Infektion überwinden kann.

Der natürliche Wirt des Andesvirus ist eine südamerikanische Nagetierart. Der Mensch infiziert sich in der Regel durch:

  • Direkten Kontakt mit infizierten Nagern
  • Einatmen von Kot oder Urin infizierter Tiere
  • Engen Kontakt zu einer bereits infizierten Person (nur beim Andesvirus)

Wölfel betont, dass die Mensch-zu-Mensch-Übertragung deutlich weniger effizient verläuft als bei respiratorischen Viren wie SARS-CoV-2. Enger Kontakt – etwa unter Familienmitgliedern oder bei ungeschützter medizinischer Versorgung – sei Voraussetzung für eine Weiterübertragung.

Hantaviren in Deutschland: Was Bürger wissen sollten

Auch in Deutschland kommen Hantaviren vor, allen voran das Puumala-Virus, das von der Brandmaus übertragen wird. Die europäische Variante verläuft in der Regel deutlich milder als das Andesvirus, kann aber in schweren Fällen zu akutem Nierenversagen führen. Eine Betroffene aus Münster berichtete von einem Krankheitsverlauf mit nur noch fünf Prozent Nierenfunktion und monatelanger Rekonvaleszenz.

Wer Mäusebefall in Schuppen oder auf dem Dachboden entdeckt, sollte folgende Schutzmaßnahmen beachten:

  • Den Raum zunächst gründlich lüften
  • Eine FFP2- oder FFP3-Maske tragen
  • Handschuhe anziehen
  • Nicht trocken kehren oder staubsaugen, sondern feucht wischen
  • Staub nicht aufwirbeln, da die Viren über Aerosole übertragen werden

Hondius vor Teneriffa: Politischer Streit um Einlaufen

Das Schiff steuerte mit Kurs auf Teneriffa zu, darf dort aber nach einer politischen Auseinandersetzung zwischen der spanischen Zentralregierung und der Regionalregierung der Kanaren nicht direkt anlegen. Stattdessen soll es vor der Küste ankern, während Passagiere und Crewmitglieder – insgesamt 144 Personen – per Shuttleboot zum Flughafen gebracht werden.

Hafenarbeiter auf Teneriffa drohten zeitweise mit einer Blockade und kündigten eine Demonstration an, da sie sich zu wenig informiert fühlten. Unter der Bevölkerung mischten sich Mitgefühl für die Reisenden mit deutlicher Skepsis – auch weil Schutzanzüge und Masken unweigerlich Erinnerungen an die COVID-19-Pandemie weckten. Experten und die WHO betonen jedoch ausdrücklich: Die Situation ist mit der Pandemie nicht vergleichbar.

Der weitere Verlauf des Ausbruchs wird von Gesundheitsbehörden weltweit genau beobachtet. Entscheidend wird sein, alle Kontaktpersonen der Infizierten schnell zu identifizieren und über das mögliche Risiko zu informieren – um eine weitere Ausbreitung des Andesvirus zu verhindern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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