Huthi-Angriff auf Riad: Drohnen abgefangen
Die vom Iran unterstützten Huthis haben erneut Saudi-Arabien attackiert. Beim Huthi-Angriff auf Riad wurden zwei Drohnen abgefangen – Verletzte gibt es keine.
Dieses Video wurde am 27.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat erneut Ziele in Saudi-Arabien angegriffen und damit den andauernden Jemenkonflikt weiter eskaliert. Beim jüngsten Huthi-Angriff auf Riad wurden nach Angaben eines saudi-arabischen Militärsprechers zwei Drohnen über der Hauptstadt abgefangen und zerstört. Berichte über Verletzte oder nennenswerte Sachschäden liegen bislang nicht vor.
Drohnen über Riad abgefangen – Raketen auf Chamis Muscheit
Der Angriff richtete sich gleich gegen mehrere Ziele im Königreich. Neben der Hauptstadt Riad war auch die südwestliche Stadt Chamis Muscheit Ziel des Angriffs. Nach Militärangaben wurden dort ballistische Raketen abgefangen, bevor sie Schaden anrichten konnten.
Die saudi-arabische Luftabwehr reagierte offenbar erfolgreich auf beide Angriffswellen. Dennoch verdeutlicht der Vorfall die anhaltende Bedrohung, der das Königreich durch die Huthi-Miliz ausgesetzt ist.
Im Überblick zeigt der Angriff folgende Merkmale:
- Zwei Drohnen wurden über Riad abgefangen und zerstört
- Ballistische Raketen zielten auf Chamis Muscheit im Südwesten Saudi-Arabiens
- Bislang keine Berichte über Verletzte oder Sachschäden
- Saudi-arabische Streitkräfte bestätigten den erfolgreichen Abfang
Hintergrund: Jemenkrieg und die Rolle der Huthis
Die Huthi-Miliz kontrolliert weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Seit Jahren bekämpft sie die international anerkannte Regierung des Jemen, die maßgeblich von Saudi-Arabien und einer arabischen Koalition militärisch unterstützt wird.
Im Zuge des seit 2015 andauernden Jemenkriegs greifen die Huthis regelmäßig saudische Ziele an – darunter Infrastruktur, Ölförderanlagen und städtische Gebiete. Saudi-Arabien wiederum beteiligt sich mit Luftangriffen und militärischer Unterstützung an der Seite der Gegenregierung im Jemen.
Der Iran gilt als zentraler Unterstützer der Huthi-Miliz. Teheran liefert nach westlichen und saudischen Geheimdiensterkenntnissen Waffen, Drohnen und militärisches Know-how – was den Konflikt in eine breitere regionale Dimension rückt.
Eskalation im Nahen Osten: Verstärkte Angriffe auf Saudi-Arabien
Der jüngste Vorfall reiht sich in eine Serie von Angriffen ein, mit denen die Huthis zuletzt ihre Aktivitäten gegen das Königreich Saudi-Arabien intensiviert haben. Experten sehen darin eine bewusste Strategie, den Druck auf Riad zu erhöhen und die Kosten der saudischen Intervention im Jemen in die Höhe zu treiben.
Bereits in der Vergangenheit hatten Huthi-Angriffe empfindliche Treffer erzielt – etwa der spektakuläre Drohnen- und Raketenangriff auf saudische Ölanlagen in Abkaik und Khurais im Jahr 2019, der die globalen Ölmärkte erschütterte.
Die wiederholten Angriffe auf bewohnte Städte wie Riad zeigen, dass die Miliz zunehmend bereit ist, auch symbolisch bedeutsame Ziele ins Visier zu nehmen, um maximale politische Wirkung zu erzielen.
Ausblick: Kein Ende des Konflikts in Sicht
Trotz zeitweiliger Waffenstillstandsbemühungen und diplomatischer Initiativen – unter anderem durch die Vereinten Nationen und regionale Akteure – ist eine nachhaltige Lösung des Jemenkonflikts nicht in Sicht. Die Angriffe der Huthis auf saudisches Territorium dürften den Druck auf beide Seiten erhöhen, ohne dass ein unmittelbarer Verhandlungsdurchbruch zu erwarten ist. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Lage mit wachsender Sorge, da eine weitere Eskalation die gesamte Golfregion destabilisieren könnte.
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