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Ernteeinbruch

Kartoffelpreise steigen: Das sind die Gründe

Kartoffelpreise sind im Vergleich zum Vorjahr um über 11 Prozent gestiegen. Schlechte Ernte und Klimaprobleme treiben die Kosten – und Entspannung ist nicht in Sicht.

Redaktion · 19. October 2026, 13:29 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 19.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Kartoffelpreise in Deutschland steigen rasant: Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerte sich das Grundnahrungsmittel zuletzt um mehr als 11 Prozent. Hauptursache ist eine schlechte Ernte infolge ungünstiger Klimabedingungen. Verbraucher müssen sich darauf einstellen, dass die Knolle mittelfristig noch teurer werden könnte. Experten raten, Alternativen in Betracht zu ziehen und beim Einkauf auf bewährte Spartipps zu setzen.

Schlechte Ernte treibt Kartoffelpreise in die Höhe

Der wichtigste Faktor hinter dem Preisanstieg ist ein deutlicher Ernteeinbruch. Klimatisch ungünstige Bedingungen haben dazu geführt, dass die diesjährige Kartoffelernte rund ein Viertel geringer ausgefallen ist als in einem normalen Jahr. Hinzu kommt, dass die geernteten Knollen im Durchschnitt kleiner sind als üblich – was die verfügbare Menge zusätzlich reduziert.

Besonders bemerkenswert: Die Erzeugerpreise, also die Preise, die Landwirte für ihre Kartoffeln erzielen, sind noch stärker gestiegen, als es beim Verbraucher ankommt. Viele Händler geben die höheren Einkaufskosten bislang nicht vollständig weiter. Sollte sich das ändern, drohen weitere Preiserhöhungen an der Supermarktkasse.

Auch im Discounter ist keine Ausnahme zu erwarten. Der Preisanstieg macht vor keiner Vertriebsform halt – selbst wenn sich ein direkter Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern nach wie vor lohnt.

Lebensmittelpreise steigen insgesamt deutlich

Die Kartoffel steht nicht allein: Die gesamte Lebensmittelpreisebene zeigt einen klaren Aufwärtstrend. Besonders stark betroffen sind aktuell:

  • Frisches Gemüse: rund 12 Prozent teurer als im Vorjahresmonat
  • Eier: Preisanstieg von etwa 15 Prozent im Jahresvergleich
  • Kartoffeln: mehr als 11 Prozent Preiserhöhung
  • Tiefkühlprodukte wie Pommes und Kroketten: aktuell noch rund 5 Prozent günstiger als im Vorjahr

Die Gesamtinflation liegt bei 3,3 Prozent – ein Wert, der moderat wirkt, jedoch über dem Ziel der Europäischen Zentralbank liegt. Bei Lebensmitteln fällt der Anstieg damit deutlich stärker aus als im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt.

Alternativen zur Kartoffel: Was jetzt günstiger ist

Wer bei den Beilagen sparen möchte, sollte derzeit auf Alternativen ausweichen. Klassische Ersatzprodukte für die Kartoffel als Sättigungsbeilage sind im Vergleich noch deutlich günstiger:

  • Nudeln
  • Couscous
  • Bulgur

Allerdings warnen Verbraucherexperten, dass auch diese Produkte langfristig von steigenden Preisen erfasst werden könnten. Tiefkühlprodukte wie Tiefkühlpommes oder Tiefkühlkroketten profitieren derzeit noch von langfristigen Lieferverträgen, die vor dem Preisanstieg abgeschlossen wurden – und sind daher aktuell günstiger zu haben als frische Kartoffelprodukte.

Spartipps: So lässt sich beim Einkaufen sparen

Trotz des allgemeinen Preisdrucks gibt es praktische Möglichkeiten, die Ausgaben im Griff zu behalten. Bewährte Strategien für den Einkauf:

  • Großgebinde kaufen – größere Kartoffelsäcke sind im Verhältnis günstiger, sollten jedoch zeitnah verbraucht werden, um Schimmel oder Keimbildung zu vermeiden
  • Eigenmarken bevorzugen – qualitativ oft gleichwertig oder besser als Markenprodukte, aber deutlich preiswerter
  • Einkaufsliste erstellen und konsequent darauf einkaufen
  • Auf Vorrat kaufen, wenn Sonderangebote verfügbar sind
  • Resteverwertung nutzen – aus übrig gebliebenen Pellkartoffeln lassen sich am nächsten Tag einfach Bratkartoffeln zubereiten

Auch der Blick auf die unteren und oberen Regale im Supermarkt lohnt sich: Günstigere Produkte sind häufig weniger prominent platziert als teurere Markenware.

Die Aussichten für Verbraucher bleiben vorerst angespannt. Solange die Erntemengen nicht wieder steigen und die Erzeuger ihre höheren Kosten vollständig weitergeben, ist bei den Kartoffelpreisen keine Entspannung in Sicht. Eine flexible Einkaufsstrategie und die Bereitschaft, auf Alternativen umzusteigen, helfen dabei, den Haushaltsetat trotz steigender Lebensmittelpreise zu schonen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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