Dieses Video wurde am 06.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Boom rund um Künstliche Intelligenz treibt die Aktienmärkte weltweit auf neue Höchststände – und auch deutsche Unternehmen profitieren zunehmend davon. Der DAX notiert über 24.700 Punkten, Samsung Electronics überschritt die Marke von einer Billion US-Dollar Börsenwert. Marktexperte Jürgen Molner von Robo Markets analysiert, welche deutschen KI-Aktien im Sog des globalen Investitionsbooms besonders stark performen und warum es sich dabei nicht um einen kurzfristigen Hype handelt.
„Alle haben Angst, den Zug zu verpassen”
Die Stimmung an den Weltbörsen ist eindeutig: Investoren strömen in den KI-Sektor, und die Bewertungen steigen kontinuierlich. Molner beschreibt die aktuelle Marktlage treffend: Jeder habe Angst, den sprichwörtlichen Zug zu verpassen. Das klassische Börsensprichwort „Sell in May and go away” scheint in diesem Jahr keine Gültigkeit zu haben – die Kurse laufen weiter.
Auch globale Schwergewichte wie Samsung bestätigen den Trend: Die ungebrochene Nachfrage nach KI-Infrastruktur befeuert Umsätze und Gewinnprognosen quer durch alle Branchen. Die großen US-Technologiekonzerne planen Investitionen von rund 700 Milliarden US-Dollar pro Jahr in KI-Infrastruktur – auf Sicht von mindestens fünf Jahren.
Infineon: Vom Autochip zum KI-Infrastruktur-Profiteur
Infineon Technologies ist das prominenteste deutsche Beispiel für diesen Wandel. Lange vor allem als Hersteller von Chips für die Automobilindustrie bekannt, vollzieht das Unternehmen eine strategische Neuausrichtung: Der Fokus verlagert sich zunehmend auf Rechenzentren – und das schlägt sich deutlich in den Zahlen nieder.
Die jüngsten Quartalsergebnisse übertrafen die Erwartungen, und die Prognose wurde nach oben angepasst – genau das, worauf Investoren derzeit besonders achten. Der Kurs spiegelt diese Entwicklung wider: Noch Ende März lag die Infineon-Aktie knapp unter 40 Euro, zwischenzeitlich erreichte sie einen Spitzenwert von 65 Euro.
Infineon liefert unter anderem Stromversorgungskomponenten für Server und Chips – eine Schlüsselrolle in der KI-Infrastruktur. Molner ordnet das als strukturelle, keine zyklische Bewegung ein: „Das ist kein kurzfristiger Hype, sondern eine neue strukturelle Bewegung.”
Xtron und Maschinenbau: Die zweite und dritte Reihe
Neben Infineon nennt Molner die Xtron-Aktie als weiteres deutsches Unternehmen mit starker Performance im KI-Umfeld. Xtron baut Chipfertigungsanlagen – und Bestellungen in diesem Segment gelten als früher Indikator für den Ausbau der globalen Chip-Produktion. Auch diese Aktie verzeichnete in den vergangenen Wochen und Monaten deutliche Kursgewinne.
Zusammengefasst lassen sich drei Reihen im deutschen KI-Zuliefermarkt unterscheiden:
- Erste Reihe: Halbleiterhersteller wie Infineon, die direkt Komponenten für KI-Server liefern
- Zweite Reihe: Anlagenbauer wie Xtron, die Chipfertigungsanlagen produzieren
- Dritte Reihe: Maschinenbauer, die bei der Ausstattung von Rechenzentren mitwirken
Die eigentliche Musik, so Molner, spiele zwar weiterhin in den USA – doch Deutschland besetze zunehmend wichtige Nischen in der globalen KI-Wertschöpfungskette.
Korrekturrisiken nicht ausblenden
Trotz der positiven Entwicklung mahnt Molner zur Vorsicht. Er vergleicht die aktuelle Dynamik mit dem Rohstoffboom vom Januar, als Gold innerhalb eines Monats rund 30 Prozent und Silber sogar 70 Prozent zulegte – bevor eine deutliche Korrektur folgte. „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel”, so seine Einschätzung.
Das Tempo der aktuellen Kurssteigerungen bei KI-Aktien sei zuletzt sehr hoch gewesen, was das Korrekturrisiko erhöhe. Gleichwohl gelte vorerst: The Trend is your friend. Ob der Aufschwung bei deutschen KI-Zulieferern nachhaltig ist, wird davon abhängen, ob die großen US-Technologiekonzerne ihre milliardenschweren Investitionspläne tatsächlich in dem angekündigten Umfang umsetzen – und ob Unternehmen wie Infineon ihre strategische Neuausrichtung erfolgreich fortführen können.
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