DAX über 25.000 Punkte: Friedenshoffnung im Iran-Krieg

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Dieses Video wurde am 06.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Friedenshoffnungen im Iran-Krieg haben am Mittwoch für kräftige Bewegungen an den Finanzmärkten gesorgt: Der DAX übersprang die Marke von 25.000 Punkten und legte zwischenzeitlich rund 2,8 Prozent zu. Auslöser war ein Medienbericht, wonach die US-Regierung kurz vor einer Einigung mit dem Iran über eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges steht. Das Nachrichtenportal Axios berichtete unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter, das einseitige Dokument solle zugleich den Rahmen für detaillierte Atomverhandlungen abstecken.

Ölpreis bricht ein – DAX profitiert

Kaum war die Meldung gegen 11 Uhr über die Ticker gelaufen, reagierten die Rohstoffmärkte unmittelbar. Der Ölpreis für die Sorte Brent fiel um mehr als 9 Prozent und rutschte unter die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Für Unternehmen, die stark von Energie- und Rohstoffkosten abhängig sind, ist das eine spürbare Entlastung.

An den Aktienmärkten kehrte sich die Bewegung um: Der DAX schoss nach oben und erklomm die 25.000-Punkte-Marke – ein deutliches Signal, dass Anleger die Kriegsrisiken in der Region als zentralen Belastungsfaktor für die Konjunktur betrachten.

BMW, Daimler Truck und Continental mit Quartalszahlen

Parallel zu den geopolitischen Nachrichten veröffentlichten mehrere DAX-Konzerne ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2026.

  • BMW: Nettogewinn sank um fast ein Viertel auf 1,67 Milliarden Euro; Umsatz fiel um 8,1 Prozent auf 31 Milliarden Euro. Die Gewinnmarge im Autogeschäft lag mit 5 Prozent jedoch über den Analystenerwartungen von 4,7 Prozent – die Aktie stieg um 7,8 Prozent.
  • Daimler Truck: Das bereinigte Betriebsergebnis brach im ersten Quartal um 54 Prozent ein, der Gewinn unter dem Strich sogar um 80 Prozent. Belastet wurde der Konzern durch US-Zölle auf Fahrzeuge aus Mexiko sowie eine schwache Nachfrage im amerikanischen Logistiksektor. Positiv: Der Auftragseingang stieg in Nordamerika um 86 Prozent, konzernweit um 50 Prozent.
  • Continental: Der Reifenhersteller verdiente trotz eines Umsatzrückgangs von 4,9 auf 4,4 Milliarden Euro deutlich mehr – der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern kletterte um 6 Prozent auf 522 Millionen Euro. Die Aktie legte rund 7 Prozent zu.

Continental: Ölpreisanstieg kostet dreistelligen Millionenbetrag

Continental-Finanzvorstand Roland Welzbacher erläuterte, dass der Konzern die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf seine Kostenstruktur genau analysiert habe. Er rechnet durch gestiegene Rohstoff-, Energie- und Transportkosten mit Mehrbelastungen im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich für das Gesamtjahr 2026.

Als Basisszenario plant Continental mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 85 US-Dollar je Barrel – gegenüber der ursprünglichen Annahme von rund 60 US-Dollar zu Jahresbeginn. Welzbacher zeigte sich zuversichtlich, die Mehrkosten durch Gegenmaßnahmen weitgehend kompensieren zu können, und bestätigte die Jahresprognose.

Zusätzlichen Gegenwind könnte eine angekündigte Zollerhöhung der USA bringen: US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende erklärt, die Importzölle für Fahrzeuge aus der EU von 15 auf 25 Prozent anzuheben. Ob auch Reifen betroffen sein werden, sei laut Welzbacher noch offen; bei einer Betroffenheit in ähnlichem Ausmaß wie im Vorjahr rechne Continental mit zusätzlichen Zollkosten im mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Weitere DAX-Werte: Infineon, Zalando, Fresenius

Infineon meldete Umsatz- und Gewinnzuwächse und hob die Jahresziele an, gestützt durch den anhaltenden Boom bei Rechenzentren und steigende Nachfrage aus der Automobilindustrie. Die Aktie legte moderat zu. Zalando enttäuschte dagegen leicht: Das operative Ergebnis (EBIT) blieb unter den Erwartungen, obwohl der Umsatz im Rahmen lag – die Aktie gab nach. Fresenius startete mit mehr Umsatz und Gewinn ins Jahr und bestätigte seine Ziele für 2026, notierte zuletzt aber rund 1,5 Prozent schwächer.

Ob die Friedenshoffnungen im Iran-Konflikt konkrete Verhandlungsergebnisse nach sich ziehen, bleibt abzuwarten. Sollte ein Abkommen tatsächlich zustande kommen, dürften sowohl der Ölpreis als auch die Konjunkturerwartungen in Europa weiter profitieren – und der DAX seinen Aufwärtstrend festigen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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