Dieses Video wurde am 17.08.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die KI-Token-Preise sind im freien Fall: Neue chinesische KI-Modelle, die nahezu im Wochentakt an den Markt drängen und dabei technisch immer leistungsfähiger werden, drücken die Kosten für KI-Rechenleistung um mehr als 90 Prozent. Das ist einerseits eine Chance für Unternehmen und Verbraucher, die KI-Dienste günstig nutzen möchten – andererseits wächst damit eine ernsthafte Gefahr, denn auch kriminelle Akteure profitieren von den immer zugänglicheren Modellen.
Token-Preise unter Druck: Was steckt dahinter?
Der dramatische Rückgang der KI-Token-Preise ist in erster Linie auf den intensiver werdenden Wettbewerb zwischen westlichen und chinesischen KI-Anbietern zurückzuführen. Neue Modelle aus China erscheinen in immer kürzeren Abständen und bieten dabei eine Qualität, die mit etablierten Systemen mithalten kann.
Für Unternehmen, die KI in ihre Prozesse integrieren wollen, bedeutet das deutlich sinkende Einstiegshürden. Die günstigere Verfügbarkeit von Rechenleistung demokratisiert die Technologie – birgt aber auch strukturelle Risiken für Anbieter, die bislang auf hohe Margen im KI-as-a-Service-Geschäft gesetzt haben.
Besonders relevant ist dabei die Dynamik auf dem Markt für sogenannte Foundation Models: Wer heute noch hohe Preise pro Token aufrufen kann, steht morgen möglicherweise vor einem massiven Wettbewerbsproblem.
Schattenseite des KI-Booms: Cyberkriminelle rüsten auf
Mit sinkenden Preisen steigt auch die Zugänglichkeit für Schurken und Cyberkriminelle. KI-basierte Angriffe im Internet haben zuletzt um teils 80 Prozent zugenommen. Deepfakes, automatisierte Phishing-Kampagnen und KI-gestützte Schadsoftware werden immer raffinierter – und durch günstigere Modelle immer leichter umsetzbar.
Diese Entwicklung rückt den Bereich der KI-Sicherheit in den Fokus von Investoren und Unternehmen gleichermaßen. Wer sich vor KI-basierten Attacken schützen will, braucht spezialisierte Lösungen – ein Markt, der gerade stark anzieht.
- KI-basierte Cyberangriffe stiegen zuletzt um bis zu 80 Prozent
- Automatisierte Phishing- und Malware-Kampagnen nehmen zu
- Günstigere KI-Modelle senken die Einstiegshürde für Angreifer
- Unternehmen investieren verstärkt in KI-Abwehrlösungen
KI-Schutzaktien: Okta und CrowdStrike im Fokus
Vor dem Hintergrund wachsender Bedrohungen rücken sogenannte KI-Schutzaktien in den Vordergrund. Zwei Namen stechen dabei besonders hervor: Okta und CrowdStrike.
Okta gilt als defensivere Option im Cybersicherheitssegment. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Identitäts- und Zugriffsmanagement – ein Bereich, der durch die steigende Zahl KI-gestützter Angriffe auf Unternehmenskonten direkt profitiert. Beide Titel konnten im Zuge der gestiegenen Nachfrage nach Sicherheitslösungen zuletzt rund 20 Prozent zulegen.
CrowdStrike hingegen ist aggressiver positioniert. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 100 ist die Aktie ambitioniert bewertet – doch der Rückenwind durch die wachsende Angst vor KI-basierten Attacken ist substanziell. Die Plattform des Unternehmens gilt als eine der leistungsfähigsten im Bereich der KI-gestützten Bedrohungserkennung.
Ausblick: Agentic AI und der Markt bis 2030
Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz steht nach Einschätzung führender Experten vor dem nächsten Quantensprung. Professor Sepp Hochreiter, einer der renommiertesten europäischen KI-Forscher, setzt darauf, dass Agentic AI – also KI-Systeme, die eigenständig handeln und Entscheidungen treffen – schon bald zur neuen Realität wird.
Marktforscher gehen davon aus, dass der globale KI-Markt bis 2030 ein enormes Wachstum verzeichnen wird. Dieses Potenzial lockt sowohl strategische Investoren als auch spekulative Anleger an – und macht die Selektion der richtigen Titel entscheidend.
Die Kombination aus fallenden Token-Preisen, wachsender Bedrohungslage und technologischem Aufbruch hin zur Agentic AI dürfte den KI-Sektor auf absehbare Zeit als eines der dynamischsten Investmentfelder etablieren. Wer dabei auf Sicherheitslösungen setzt, könnte vom strukturellen Wachstum beider Trends gleichzeitig profitieren.
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