Monday, 5. October 2026
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Carlo Masala

Merz-Besuch in Kiew: Russlands Drohnenangriff als gezielte Drohung

Beim Besuch von Kanzler Merz in Kiew feuerte Russland Drohnen auf Brücken ab. Sicherheitsexperte Masala erklärt, was das Signal bedeutet – und wie Deutschland helfen kann.

Redaktion · 5. October 2026, 10:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 05.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Beim Merz-Besuch in Kiew griff Russland gezielt ukrainische Brücken mit Drohnen an – während der deutsche Bundeskanzler noch in der Stadt war. Sicherheitspolitik-Experte Professor Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr München wertet die Attacke als bewusstes politisches Signal Moskaus: Russland wolle demonstrieren, dass es sich an diplomatische Gepflogenheiten nicht länger gebunden fühle. Gleichzeitig reiste Merz nicht mit leeren Händen: Deutschland sicherte der Ukraine finanzielle Unterstützung und eine vertiefte Kooperation bei der Drohnenabwehr zu.

Russlands Drohnenangriff als politische Botschaft

Bereits am Tag der Anreise des Kanzlers hatte das russische Außenministerium Diplomaten und Ausländer ausdrücklich davor gewarnt, sich nach Kiew zu begeben. Masala wertet das als gezielte Drohung gegenüber Friedrich Merz. Die anschließenden Drohnenangriffe auf Brücken in der ukrainischen Hauptstadt seien kein Zufall gewesen, sondern ein kalkuliertes Zeichen.

Lange Zeit galt ein informeller Kodex: Staatsbesuche wurden angekündigt, und während ihres Aufenthalts blieben Angriffe auf Kiew vergleichsweise aus. Dieser Kodex scheint nun Geschichte zu sein. Masala erinnert daran, dass bereits beim Besuch des südafrikanischen Staatspräsidenten Russland während seines Aufenthalts Raketenangriffe auf Kiew flog und der Gast Schutz in einem Bunker suchen musste.

Deutschlands Rolle als wichtigster Ukraine-Unterstützer

Deutschland ist laut Masala der wichtigste europäische Unterstützer der Ukraine. Der Kanzler sicherte bei seinem Besuch unter anderem die Freigabe von rund einer Milliarde Euro an Waffenhilfe zu – Geld, das bereits im Haushalt eingestellt, aber noch nicht freigemacht worden war. Verteidigungsminister Lars Klingbeil musste dafür keine neuen Mittel beantragen.

Darüber hinaus wurden Vereinbarungen zur gemeinsamen Entwicklung von Drohnentechnologie zwischen deutschen und ukrainischen Firmen geschlossen. Angesichts eines bevorstehenden harten Winters und massiver russischer Drohnenangriffe sei diese Unterstützung eine Notwendigkeit, betont der Sicherheitsexperte.

Drohnenabwehr: Was Deutschland leisten kann – und was nicht

Russland setzt zunehmend auf sogenannte Geran-4- und Geran-5-Drohnen, die in der Ukraine schwere Schäden anrichten. Deutsche Unternehmen wie Helsing arbeiten bereits in Kooperationen mit ukrainischen Partnern daran, diese Drohnen effizienter abzufangen. Die Ukraine wäre damit nicht mehr allein auf schultergestützte Waffen und Propellerflugzeuge angewiesen.

Masala betont jedoch: Eine vollständige Abwehr aller Drohnen wird auch mit verbesserter Technologie nicht möglich sein. Das Joint-Venture-Modell sei aber der richtige Ansatz, weil beide Seiten profitieren – deutsche Firmen gewinnen wertvolles ukrainisches Praxiswissen, das wiederum der deutschen Verteidigungstechnologie zugutekommen werde.

Drohnenabwehr in Deutschland: Lücken im eigenen Land

Auch Deutschland selbst verfügt bislang über keine flächendeckende, funktionsfähige Drohnenabwehr. Masala sieht das Problem vor allem darin, dass Deutschland auf Eigenentwicklungen setzt, statt kurzfristig bereits marktverfügbare Systeme einzukaufen. Dieser Entwicklungsprozess brauche Zeit – Zeit, die im Ernstfall fehle.

Der Experte spricht sich daher dafür aus, private Unternehmen und kommunale Betriebe stärker in den Schutz kritischer Infrastruktur einzubeziehen. Konkret schlägt er vor:

  • Wachschutzunternehmen sollen künftig Jamming-Systeme und Abfangdrohnen einsetzen dürfen
  • Stadtwerke und Kommunalbetriebe sollen Drohnenabwehr als Teil ihrer Sicherheitsplanung integrieren
  • Private Firmen mit sicherheitsrelevanten Anlagen sollen eigene Schutzmaßnahmen aufbauen können
  • Staat und Länder allein können die Vielzahl möglicher Angriffsziele nicht flächendeckend schützen

Die kritische Infrastruktur Deutschlands umfasse weit mehr als staatlich betriebene Anlagen – auch Firmengelände könnten potenzielle Angriffsziele sein.

Der Besuch von Kanzler Merz in Kiew und die begleitenden russischen Drohnenangriffe verdeutlichen, wie eng Diplomatie und militärische Eskalation im Ukraine-Krieg mittlerweile verknüpft sind. Während Deutschland seine Unterstützung für die Ukraine schrittweise intensiviert, bleibt die Frage der eigenen Drohnenabwehr eine drängende sicherheitspolitische Aufgabe – sowohl für den Schutz der Ukraine als auch für die Bundesrepublik selbst.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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