Midterms 2026: Trumps Umfragetief und treue Fans
Vor den Midterms 2026 liegt Trumps Zustimmung bei nur 36 %. Doch in Pennsylvania zeigt eine Republikanerin, warum viele eiserne Unterstützer loyal bleiben.
Dieses Video wurde am 02.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Kurz vor den Midterms 2026 steckt US-Präsident Donald Trump in einer tiefen Umfragekrise: Lediglich 36 Prozent der Amerikaner zeigen sich mit seiner Amtsführung zufrieden. Dennoch gibt es in vielen Teilen des Landes eine treue Wählerbasis, die fest an seiner Seite steht. Ein Besuch in der Kleinstadt Letrobe, Pennsylvania, zeigt, wie tief die Überzeugung unter manchen Republikanern verwurzelt ist – und wie aus einer glühenden Trump-Anhängerin eine erfahrene Politikerin wurde.
Trumps Umfragewerte vor den Zwischenwahlen im Keller
Mit einem Zustimmungswert von nur 36 Prozent geht Donald Trump in eines der wichtigsten Zwischenwahljahre seiner Präsidentschaft. Die Midterms gelten als Gradmesser für die politische Stimmung im Land und könnten über die Mehrheitsverhältnisse im Kongress entscheiden. Ein schlechtes Abschneiden der Republikaner würde Trumps Handlungsspielraum in seinen verbleibenden Amtsjahren erheblich einschränken.
Besonders das Thema Lebenshaltungskosten beschäftigt viele Wählerinnen und Wähler. Steigende Preise und wirtschaftliche Unsicherheit stehen im Zentrum des Wahlkampfs. Trumps Anhänger schieben die Verantwortung dafür klar den Demokraten zu und betonen, dass diese Entwicklungen unter demokratischer Führung ihren Anfang genommen hätten.
Leslie Rossy: Vom Trump-Fan zur Republikanischen Abgeordneten
Leslie Rossy ist ein ungewöhnliches Beispiel für den Weg vom politischen Enthusiasmus zur aktiven Mandatsträgerin. Die 55-jährige Mutter von acht erwachsenen Kindern sitzt seit fünf Jahren im Repräsentantenhaus von Pennsylvania und bewirbt sich nun um ihre Wiederwahl. Bekannt ist sie weit über die Region hinaus für ihr sogenanntes Trump House in Letrobe – inklusive einer rund drei Meter hohen Trump-Figur, die zum beliebten Fotomotiv geworden ist.
Für Rossy ist Donald Trump keine Belastung im Wahlkampf, sondern ein Aktivposten. Sie lobt seine Amtsführung ohne Einschränkungen und sieht in ihm einen Präsidenten, der Dinge angepackt habe, die seine Vorgänger jahrelang verschleppt hätten.
Außenpolitik und Amtsenthebung: Rossys klare Haltung
Auf die Frage nach außenpolitischen Entscheidungen verweist Rossy insbesondere auf Trumps Vorgehen gegenüber dem Iran. Viele Präsidenten hätten sich dem Thema nicht gestellt – Trump hingegen habe gehandelt und nach ihrer Einschätzung dessen nukleare Fähigkeiten entscheidend geschwächt. Kritik an diesem Kurs lässt sie nicht gelten.
Auch innenpolitisch bezieht sie klar Stellung. Eine Niederlage bei den Midterms würde aus ihrer Sicht folgendes bedeuten:
- Erneute Amtsenthebungsverfahren gegen Trump durch die Demokraten
- Politische Lähmung der verbleibenden Amtszeit
- Verlust des republikanischen Einflusses auf die Gesetzgebung
- Rückschläge bei außenpolitischen Initiativen
Rossy sieht dies als Horrorszenario, das es mit allen Mitteln zu verhindern gelte.
Loyalität als politische Strategie in Pennsylvania
Im gesamten Interview fällt kein einziges kritisches Wort über den Präsidenten. Rossys bedingungslose Loyalität ist dabei kein Einzelfall, sondern spiegelt die Stimmung in Teilen des ländlichen Pennsylvania wider – einem der wichtigsten Swing States der USA. Ob diese Unterstützerbasis ausreicht, um Verluste bei den Midterms abzufedern, wird sich am Wahltag zeigen.
Die Zwischenwahlen werden zeigen, ob Trumps Mobilisierungskraft trotz schwacher Umfragewerte trägt – oder ob die Unzufriedenheit vieler Amerikaner die republikanischen Mehrheiten im Kongress gefährdet. Für Leslie Rossy und viele Gleichgesinnte steht jedenfalls fest: Sie kämpfen bis zur letzten Stimme für den Präsidenten.
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