Wednesday, 14. October 2026
ASTA Energy

Nebenwerte Watchlist: TeamViewer, Bechtle & Co.

Die Berichtssaison startet: Welche Chancen bieten TeamViewer, Bechtle, ASTA Energy und Nemetschek auf der Nebenwerte Watchlist vor den Q3-Zahlen?

Redaktion · 13. October 2026, 11:26 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 13.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Berichtssaison steht in den Startlöchern – und mit ihr rücken ausgewählte Nebenwerte in den Fokus der Anleger. Vier Unternehmen verdienen vor der Vorlage ihrer Q3-Zahlen besondere Aufmerksamkeit: TeamViewer, Bechtle, ASTA Energy und Nemetschek. Bei allen vier zeichnen sich operative Fortschritte ab, die an der Börse bislang noch nicht vollständig eingepreist sind. Marktbeobachter erwarten insgesamt eine positive Berichtssaison, weil viele Vorstände in den vergangenen Quartalen konsequent Kosten gesenkt und ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Berichtssaison: Rückkehr zu belastbaren Zahlen

Lange dominierten Inflationsdaten, Ölpreisausschläge und politische Statements die Kursbewegungen. Nun rücken wieder fundamentale Unternehmenskennzahlen in den Vordergrund. Gerade bei Small- und Midcaps wird mit einer überdurchschnittlich guten Berichtssaison gerechnet, weil das Umsatzwachstum aus dem zweiten Quartal sich vielerorts weiter fortgesetzt haben dürfte und nun stärker monetarisiert werden kann. Den Auftakt machen in den USA die großen Banken, in Deutschland folgt SAP als erster DAX-Konzern.

TeamViewer: Trendwende und attraktive Bewertung

Der Fernwartungsspezialist TeamViewer positioniert sich mit der Plattform „TeamViewer One” neu als ganzheitlicher Anbieter für autonomes Endgeräte-Management. Vorstandschef Oliver Steil erklärte bereits im Sommer, das Geschäft habe mit den Q2-Zahlen einen Wendepunkt erreicht.

  • Umsatzprognose Gesamtjahr: rund 760 Millionen Euro
  • EBITDA-Marge: rund 43 %
  • Gewinn je Aktie 2025: ca. 1,18 €, 2026 ca. 1,27 €
  • KGV auf Basis laufendem Jahr: rund 5 bis 6

Die Aktie gilt damit als extrem günstig bewertet. Einzelne Analysehäuser sehen bereits ein Kurspotenzial von 9 bis 10 Euro, während große angelsächsische Häuser ihre Kursziele noch kaum angehoben haben. Sollten die Q3-Zahlen Anfang November den Trend bestätigen, könnte das Upgrade-Potenzial erheblich sein.

Bechtle: Digitalisierungsbudgets als Schlüssel

Der IT-Dienstleister Bechtle hatte bereits zur Vorlage der Halbjahreszahlen die Jahresprognose angehoben – eine positive Überraschung für den Markt. Seither konsolidiert die Aktie, da ein Teil des Umsatzwachstums auf gestiegene Hardware-Preise zurückzuführen war. Entscheidend für das weitere Kurspotenzial ist der öffentliche Sektor.

Milliardenschwere Infrastruktur- und Digitalisierungsprogramme von Bund und Ländern könnten Bechtle als bevorzugten IT-Partner in die erste Reihe stellen. Erste Signale deuten darauf hin, dass eingefrorene Budgets nun tatsächlich abfließen. Bestätigt sich das im Zahlenwerk des dritten Quartals und zeigt der Ausblick auf 2026 deutlich mehr Dynamik, wäre eine nachhaltige Neubewertung der Aktie möglich.

ASTA Energy: Kupferspezialist mit Wachstumsdynamik

Das Unternehmen ASTA Energy – seit Januar dieses Jahres an der Frankfurter Börse notiert und zügig in den SDAX aufgestiegen – produziert kupferbasierte Komponenten wie Roebelstäbe und CTC-Leiter für Transformatoren und Generatoren. Angesichts des global steigenden Energiehungers sind diese Bauteile essenziell für die Stromversorgung.

  • Jahresumsatz 2025 angepeilt: rund 790 Millionen Euro (Vorjahr: 695 Mio. €)
  • Net Value Sales (um Kupferkosten bereinigt): 98 Mio. € im ersten Halbjahr, Jahresziel 170 Mio. €
  • Mittelfristiges Umsatzwachstum: durchschnittlich 13,5 % pro Jahr
  • Europäische Nachfrage übersteigt Lieferkapazität um rund 30 %

ASTA reagiert mit Kapazitätsausbau in allen sechs weltweiten Werken, finanziert aus dem Börsengang-Erlös. Die Aktie befindet sich noch in einer Konsolidierungsphase nach der starken Erstnotiz, gilt aber mittelfristig als aussichtsreich.

Nemetschek: Bausoftware trotz KI-Skepsis auf Kurs

Der Bausoftware-Spezialist Nemetschek liefert seit Jahren starke Zahlen, leidet aber unter einer allgemeinen Softwareabneigung unter institutionellen Investoren – getrieben von der Sorge, Künstliche Intelligenz könnte klassische Softwareanbieter verdrängen. Analysten und Unternehmensvertreter halten diese Einschätzung für überzogen.

Für 2025 wird ein Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro angepeilt, bei gleichzeitig überproportionalem Gewinnwachstum. Die Aktie kämpft aktuell mit der 70-Euro-Marke als charttechnischem Widerstand. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde ein technisches Kaufsignal generieren. Das durchschnittliche Analystenziell liegt bei rund 85 Euro – knapp 25 % über dem aktuellen Kursniveau. Die Q3-Zahlen werden Anfang November erwartet.

Insgesamt bieten alle vier Werte aus der Nebenwerte Watchlist ein interessantes Chancen-Risiko-Verhältnis vor der Berichtssaison. Entscheidend wird sein, ob die Q3-Ergebnisse die eingeschlagenen operativen Trends bestätigen – und ob das bei Analysten und Investoren zu einem Umdenken und höheren Kurszielen führt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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