Dieses Video wurde am 06.05.2026 von DW auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Beziehungen zwischen Nordkorea und Russland haben eine neue Qualität erreicht. Mit der Einweihung eines Kriegerdenkmals für nordkoreanische Soldaten, die im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gefallen sind, haben beide Länder ihre enge Militärkooperation erstmals offen zur Schau gestellt. Was lange als offenes Geheimnis galt, ist nun symbolisch besiegelt – und Teil einer wachsenden strategischen Partnerschaft, die weit über kurzfristige Interessen hinausgeht.
Strategischer Partnerschaftsvertrag als Fundament
Den formalen Rahmen der Zusammenarbeit bildet der Umfassende Strategische Partnerschaftsvertrag, den beide Länder im Jahr 2024 unterzeichneten. Das Abkommen enthält drei zentrale Säulen:
- Gegenseitige Beistandspflicht im Falle eines bewaffneten Konflikts
- Ausweitung der Zusammenarbeit über Sicherheitsfragen hinaus auf Forschung und Entwicklung
- Unbefristete Gültigkeit des Vertrags – ohne Verfallsdatum
Dieser Vertrag ist keine bloße Absichtserklärung. Er hat bereits konkrete Folgen für den Krieg in der Ukraine. Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes hat Nordkorea schätzungsweise 15.000 Soldaten sowie Munition nach Russland entsandt. Das öffentliche Gedenken an die Gefallenen unterstreicht, dass beide Seiten diese Zusammenarbeit nicht länger verbergen wollen.
Was Nordkorea aus der Allianz gewinnt
Nordkorea ist eines der am stärksten isolierten Länder der Welt. Internationale Sanktionen – verhängt wegen des umstrittenen Raketen- und Atomwaffenprogramms – schränken den wirtschaftlichen und diplomatischen Handlungsspielraum des Landes massiv ein. Russland als mächtiger Partner verschafft Pjöngjang deutlich mehr Bewegungsfreiheit auf der internationalen Bühne.
Das eigentliche strategische Ziel Nordkoreas ist die Anerkennung als Atommacht. Sollte Russland diesen Status aktiv oder implizit unterstützen, wäre das ein bedeutender Gewinn für Kim Jong-un. Hinzu kommt ein geopolitischer Nebeneffekt: Die engere Bindung an Moskau könnte die erdrückende Abhängigkeit von China verringern, das nach wie vor für rund 90 bis 95 Prozent des nordkoreanischen Außenhandels verantwortlich ist.
Russlands Interessen: Soldaten, Waffen und Arbeitskräfte
Auch für Russland ist die Partnerschaft von handfestem Nutzen. Neben Soldaten und Munitionslieferungen profitiert Moskau von nordkoreanischen Arbeitskräften, die kriegsbedingte Lücken auf dem russischen Arbeitsmarkt schließen. Der Krieg gegen die Ukraine hat Russland demografisch und wirtschaftlich unter Druck gesetzt – Nordkorea liefert eine pragmatische Antwort auf diesen Engpass.
Das Timing des öffentlichkeitswirksamen Gedenkens ist dabei kein Zufall. In einer Phase, in der die außenpolitische Führungsrolle der USA und deren Verhältnis zu traditionellen Verbündeten zunehmend hinterfragt wird, nutzen Russland und Nordkorea den entstehenden Spielraum gezielt.
Reaktionen im indopazifischen Raum
Die wachsende Allianz bleibt in der Region nicht unbemerkt. Südkorea, Japan und die USA stehen vor der Herausforderung, ihre eigene sicherheitspolitische Zusammenarbeit zu stärken. Analysten sehen in der öffentlichen Demonstration der russisch-nordkoreanischen Nähe ein klares Signal, das den westlich orientierten Akteuren im Indopazifik zu verstärkter Kooperation mahnt.
Chinas Haltung bleibt derweil ambivalent. Peking scheint die wachsende Annäherung zwischen Moskau und Pjöngjang pragmatisch hinzunehmen – die bilateralen Beziehungen zu Nordkorea zeigen bislang keine nennenswerten Verwerfungen. Ob das auf Dauer so bleibt, dürfte von der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine und den globalen Machtverschiebungen abhängen.
Die Partnerschaft zwischen Nordkorea und Russland ist damit mehr als eine militärische Zweckehe – sie ist ein Baustein einer neuen multipolaren Weltordnung, in der sich isolierte und sanktionierte Staaten gegenseitig Rückendeckung geben. Wie weit diese Allianz noch reicht, bleibt abzuwarten.
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