Tuesday, 20. October 2026
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Ölpreis, CoreWeave & Quartalssaison: Marktcheck

Brennende Tanker bei der Straße von Hormus treiben den Ölpreis weiter nach oben. Was das für Börse, KI-Aktien und die Quartalssaison bedeutet.

Redaktion · 19. October 2026, 08:14 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 19.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Ölpreis bleibt ein zentrales Thema an den Finanzmärkten: Erneut brennende Tanker in der Nähe der Straße von Hormus haben Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten gedämpft und Zweifel an einem möglichen Deal zwischen den USA und dem Iran genährt. Brent notierte zuletzt über 100 US-Dollar, die technische Dynamik zeigt weiter nach oben. Gleichzeitig startet eine bewegungsreiche Quartalssaison – mit Schwergewichten wie Meta, Tesla und Netflix auf dem Programm.

Ölpreis bleibt ohne Entlastung – Straße von Hormus im Fokus

Die geopolitische Lage rund um den Persischen Golf sorgt weiter für Druck auf die Energiemärkte. Brennende Tanker nahe der Straße von Hormus signalisieren, dass eine diplomatische Einigung zwischen Washington und Teheran in weiter Ferne liegt. Politische Versuche, den Ölpreis durch Aussagen oder kurzfristige Aktionen zu drücken, zeigen bislang keine nachhaltige Wirkung.

Technisch betrachtet hat der Ölpreis ein weiteres Kaufsignal generiert. Sollte der Widerstand im Bereich von 107 bis 108 US-Dollar überwunden werden, rücken die Hochs aus dem Frühjahr wieder in den Fokus. Solange keine diplomatische Annäherung erkennbar ist, bleibt das Aufwärtspotenzial intakt.

Besonders betroffen von der Lage ist die Luftfahrtbranche. Lufthansa steht unter erheblichem Druck: Kerosin wird knapp und teuer, Flüge werden gestrichen. Für kapitalschwache Unternehmen in der Reise- und Luftfahrtbranche könnte sich die Situation weiter verschärfen. Die charttechnisch wichtige Marke von sieben Euro gilt als entscheidende Unterstützung – ein Rutsch darunter würde weiteres Abwärtspotenzial eröffnen.

Nasdaq unter Druck – KI-Trade vor Bewährungsprobe

Die vergangene Handelswoche war für US-Technologieaktien schwierig. Der Nasdaq verlor rund vier Prozent, der S&P 500 gab knapp zwei Prozent nach. Als Auslöser gilt eine Mischung aus stärker als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten, Zinssorgen und wachsender Skepsis gegenüber dem KI-Sektor.

CoreWeave stand dabei besonders im Mittelpunkt. Das Unternehmen hatte zunächst mit einem Kursanstieg von 15 Prozent auf den vorangegangenen Abverkauf reagiert, gab diese Gewinne jedoch am Freitag wieder ab. Kritiker warnen vor hoher Verschuldung und möglichen Finanzierungsproblemen bei steigenden Zinsen. Der KI-Trade bewegt sich weiter zwischen extremem Optimismus und tiefer Skepsis – ein differenziertes Bild gibt es kaum.

Auch Infineon geriet zuletzt unter Druck. Die Aktie rutschte unter die 200-Tage-Linie, was als ernstes Warnsignal gilt. Sollten die letzten Tiefs ebenfalls unterschritten werden, wäre weiteres Kursabwärtspotenzial zu erwarten.

Quartalssaison: Meta, Netflix und Tesla im Mittelpunkt

Die laufende Berichtssaison nimmt Fahrt auf. In dieser Woche öffnen mehrere Schwergewichte ihre Bücher:

  • Netflix (Dienstag): Zahlen zum dritten Quartal werden mit Spannung erwartet.
  • Meta (Mittwoch/Donnerstag): Als erster großer Vertreter der Big-Tech-Unternehmen gibt Meta Einblick in seine Bücher – richtungsweisend für den gesamten Sektor.
  • Tesla: Nach der jüngsten Produktpräsentation richtet sich der Fokus nun auf die Geschäftszahlen.
  • Intuitive Surgical und SpaceX stehen ebenfalls auf der Beobachtungsliste.

Nvidia hatte im dritten Quartal zuletzt rund 16,8 Milliarden US-Dollar verdient – ein starker Wert, der dennoch für Enttäuschung sorgte, weil Anleger sich fragen, ob das rasante Wachstum der vergangenen Quartale noch fortgesetzt werden kann.

DAX robust – Nordex und ASML mit positiven Signalen

Der DAX zeigte sich von den Turbulenzen an den US-Märkten weitgehend unbeeindruckt und präsentierte sich in der vergangenen Woche vergleichsweise stark. Für die neue Woche gilt ein Ausbruch über die 50-Tage-Linie in Richtung 26.000 Punkte als möglich, hängt aber wesentlich von den Unternehmenszahlen ab.

Nordex profitiert von einem starken dritten Quartal mit hohen Auftragseingängen und einem gut gefüllten Auftragsbestand. Die Windkraftbranche insgesamt befindet sich nach einer langen Durststrecke wieder im Aufwind – steigende Nachfrage nach erneuerbaren Energien treibt das Geschäft.

ASML lieferte Rekordzahlen: 11,7 Milliarden Euro Umsatz und knapp 5 Milliarden Euro Gewinn bei außergewöhnlich hohen Margen. Besonders bemerkenswert: Kunden reservieren bereits Kapazitäten für die Jahre 2028 und 2029. ASML will seine Produktionskapazitäten entsprechend ausweiten. Angesichts dieser Perspektive gilt der bisherige Kursanstieg als noch zu moderat – die Aktie bleibt für langfristig orientierte Anleger interessant.

Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob die Märkte das Zwischentief hinter sich lassen können oder ob Ölpreis, Zinssorgen und KI-Skepsis weiter belasten. Die Quartalssaison liefert die entscheidenden Impulse.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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