Putsch in Moskau? Experten zweifeln an Putin-Gefahr

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Dieses Video wurde am 06.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Spekulationen über einen möglichen Putsch in Moskau haben international für Schlagzeilen gesorgt: Westliche Geheimdienste sollen gegenüber CNN und der Financial Times angedeutet haben, dass sich im Kreml etwas zusammenbraue. Als möglicher Hauptakteur wurde dabei Sergei Schoigu, der ehemalige Verteidigungsminister der Russischen Föderation, genannt. Doch wie realistisch ist ein Machtwechsel in Russland wirklich? Und wer könnte Wladimir Putin tatsächlich gefährlich werden?

Geheimdienstberichte über möglichen Putschversuch

Laut Berichten nicht namentlich genannter westlicher Geheimdienstquellen soll es im Kreml brodeln. Im Zentrum der Spekulationen steht Sergei Schoigu, der unter Putin lange als mächtiger Verteidigungsminister galt, inzwischen jedoch abgelöst wurde. Auch der frühere US-Verteidigungsminister wurde im Zusammenhang mit diesen Berichten erwähnt.

Kiewer Korrespondenten und Russland-Experten bewerten diese Szenarien jedoch mit großer Skepsis. Die zentrale Frage lautet: Verfügt Schoigu überhaupt über die nötige Machtbasis, um Putin ernsthaft herausfordern zu können?

Warum ein Putsch im Kreml unwahrscheinlich ist

Die Antwort der Experten fällt eindeutig aus: Im engsten Machtkreis des Kremls gibt es derzeit niemanden, der sowohl den Willen als auch die Mittel besäße, Putin zu stürzen. Der Grund liegt im Kern des russischen Machtgefüges.

Alle einflussreichen Personen in Russland – jene mit Macht, Geld und Netzwerken – verdanken ihre Positionen direkt Putin. Er fungiert als eine Art Schiedsrichter eines riesigen Clans, der die Interessen der verschiedenen Machteliten austariert. Dieses System erzeugt eine strukturelle Lähmung:

  • Jeder Elitenangehörige weiß, dass er seinen Posten Putins Gunst verdankt.
  • Ein Machtvakuum nach einem Sturz Putins würde die eigene Position gefährden.
  • Die Ungewissheit über die eigene Zukunft ohne Putin zwingt alle Akteure zur Passivität.
  • Schoigu fehlt nach seiner Ablösung als Verteidigungsminister der notwendige institutionelle Rückhalt.

Die Logik ist klar: Solange niemand weiß, wer nach Putin die Spielregeln bestimmt, hält sich jeder Mächtige zurück – aus purem Eigeninteresse.

Die eigentliche Gefahr: Russlands Bevölkerung

Langfristig könnte die russische Bevölkerung das größere Problem für Putin darstellen als sein engster Machtkreis. Weite Teile der Gesellschaft zeigen sich zunehmend erschöpft – von der Repressionspolitik, den wirtschaftlichen Einschränkungen und einem Krieg, der nun schon mehr als drei Jahre andauert.

Allerdings ist die Lage noch weit von einer kritischen Masse entfernt, die zu offenem Protest führen würde. Organisierte Oppositionsbewegungen sind durch staatliche Repression weitgehend zerschlagen. Eine spontane Massenbewegung zeichnet sich derzeit nicht ab.

Dennoch gilt: Wenn sich mittelfristig etwas zusammenbrauen sollte, dann eher von unten – aus der Gesellschaft heraus – als durch einen klassischen Eliten-Putsch.

Ukraine: Tote trotz angekündigter Waffenruhe

Parallel zu den Putsch-Spekulationen verschärft sich die Lage an der Front. Wenige Stunden vor dem geplanten Inkrafttreten einer Waffenruhe meldete die Ukraine mindestens 27 Tote und 120 Verletzte durch russische Angriffe. Die von Kyjiw einseitig ausgerufene Feuerpause war um Mitternacht in Kraft getreten.

Russland hatte seinerseits eine Waffenruhe für den 8. und 9. Mai angekündigt – die Tage, an denen das Land den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg feiert. Auf den ukrainischen Vorschlag einer früheren Feuerpause hatte Moskau zunächst nicht reagiert. Der Vorfall verdeutlicht, wie brüchig die Aussichten auf eine ernsthafte Deeskalation nach wie vor sind.

Die Debatte über Putins Stabilität und mögliche Risse im Kreml dürfte anhalten – zumal westliche Nachrichtendienste das Thema weiter beobachten. Entscheidend wird sein, ob sich der gesellschaftliche Unmut in Russland langfristig organisiert oder ob das Repressionssystem auch weiterhin jeden Widerstand im Keim erstickt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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