Monday, 28. September 2026
Start›Weltpolitik›Drohnen
Drohnen

Russland greift Rechenzentren an – Starlink im Visier

Russland attackiert ukrainische Rechenzentren, um Starlink und die Drohnenkommunikation zu stören. Experten zweifeln jedoch am Erfolg dieser Strategie.

Redaktion · 27. September 2026, 18:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 27.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im Ukraine-Krieg verfolgt das russische Militär eine neue Strategie: Angriffe auf Rechenzentren in der Ukraine – auch in der Hauptstadt Kiew. Ziel ist es offenbar, die Kommunikationsinfrastruktur des Landes zu zerstören, die Bevölkerung zu zermürben und vor allem das satellitengestützte Internetsystem Starlink von Elon Musk zu treffen, das für die ukrainische Kriegsführung unverzichtbar geworden ist. Experten bezweifeln jedoch, ob diese Taktik den gewünschten Effekt erzielen kann.

Rechenzentren als neue Angriffsziele im Hinterland

Russische Streitkräfte nehmen verstärkt sogenannte Datenzentren ins Visier – Einrichtungen, in denen die IT- und Telekommunikationsinfrastruktur der Ukraine gebündelt ist. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte bereits öffentlich: Russland versuche, der Ukraine das Internet zu nehmen.

Die Logik hinter den Angriffen ist vielschichtig. Zum einen soll die zivile Kommunikation gestört werden, um die Bevölkerung psychologisch zu erschöpfen. Zum anderen zielt Moskau darauf ab, militärische und wirtschaftliche Kommunikationswege zu unterbrechen – ein klassisches Mittel im Abnutzungskrieg, den Russland gegen die Ukraine führt.

Starlink im Fadenkreuz: So funktioniert die Drohnenkommunikation

Das russische Kriegsblogger-Portal Zwei Majore berichtet, dass Moskau es in erster Linie auf das Starlink-Netzwerk abgesehen hat. Viele ukrainische Drohnen sind mittlerweile mit Starlink-Terminals ausgestattet, die eine zuverlässige Datenverbindung auch unter Kriegsbedingungen ermöglichen.

Die Signalübertragung funktioniert dabei wie folgt:

  • Drohnen senden Signale über Starlink-Terminals an Satelliten im Orbit.
  • Die Satelliten übermitteln das Signal zurück zu Bodenstationen auf der Erde.
  • Von dort wird es in Glasfaserkabelnetze eingespeist und in Rechenzentren weitergeleitet.
  • Ukrainische Drohnenpiloten empfangen die Steuersignale über diese Infrastruktur.

Russland hofft offenbar, durch die Zerstörung von Rechenzentren diesen Signalweg zu unterbrechen und damit ukrainische Drohnenangriffe zu sabotieren.

Experten: Strategie kaum erfolgversprechend

Fachleute bewerten die russische Taktik als äußerst fragwürdig. Der entscheidende Grund: Das Starlink-System ist von Grund auf dezentralisiert konzipiert. Fällt ein Rechenzentrum aus, wird das Signal automatisch über das nächste verfügbare Zentrum umgeleitet. Eine gezielte Lahmlegung des gesamten Netzwerks durch einzelne Angriffe ist damit kaum möglich.

Die russische Seite begründet die Angriffe auf zivile Infrastruktur stets mit dem Argument, dass alle angegriffenen Ziele – einschließlich Rechenzentren – militärisch genutzt oder zweckentfremdet würden. Auf diese Weise versucht Moskau, nahezu jeden Angriff völkerrechtlich zu legitimieren. Ob diese Begründung der Realität standhält, bleibt umstritten.

Ausblick: Infrastrukturkrieg als Teil der russischen Strategie

Die Angriffe auf Rechenzentren reihen sich ein in eine breitere russische Strategie, kritische Infrastruktur systematisch zu zerstören. Energieversorgung, Wasserwerke und nun digitale Knotenpunkte – Russland setzt darauf, die Ukraine von innen heraus zu schwächen.

Solange die Friedensgespräche stagnieren und kein diplomatischer Durchbruch in Sicht ist, dürfte diese Form der Kriegsführung weiter zunehmen. Die Widerstandsfähigkeit des dezentralisierten Starlink-Systems könnte dabei ein entscheidender Faktor sein, der die ukrainische Militärfähigkeit auch künftig sicherstellt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Weltpolitik

Alle Beiträge →