Monday, 21. September 2026
AfD

Russland und die Wahlen: AfD-Sieg und Merz-Kritik

Moskau freut sich über AfD-Gewinne und nennt Merz eine „Katastrophe". Gleichzeitig wertet Russland die Dumawahl als Zustimmung für Putins Kriegskurs.

Redaktion · 21. September 2026, 12:51 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.09.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin haben in Moskau Aufmerksamkeit erregt. Während ein offizielles Kommentar zu den Erfolgen von AfD und Linken zunächst ausblieb, meldeten sich das russische Staatsfernsehen und ein enger Berater des Kremls deutlich zu Wort. Parallel dazu fanden in Russland selbst Parlamentswahlen statt – deren Ergebnis der Kreml als Rückendeckung für Wladimir Putins Kriegskurs in der Ukraine deutet.

Russland begrüßt AfD-Gewinne stillschweigend

Ein offizielles Statement aus Moskau zu den Gewinnen von AfD und Linken ließ zunächst auf sich warten. Dennoch ist die Haltung des Kremls bekannt: Aus früheren Wahlgängen in Deutschland ist belegt, dass man in Moskau den Aufstieg beider Parteien wohlwollend beobachtet.

Der Grund ist eindeutig: Sowohl die AfD als auch die Linke lehnen die deutsche Unterstützung für die Ukraine ab. Ein starkes Abschneiden dieser Parteien wird in Russland als Schwächung der westlichen Geschlossenheit gewertet.

Konkreter wurden die Kommentare im russischen Fernsehen dennoch – und zwar auf Kosten von Friedrich Merz. In der einflussreichen politischen Wochensendung Wesineli hieß es, Merz sei in Mecklenburg-Vorpommern „runtergespült worden”. Noch schärfer formulierte es Kirill Dmitriev, Berater des russischen Präsidenten und Sonderbeauftragter für die USA: Merz sei schlicht „eine Katastrophe”. Beide Aussagen verdeutlichen, wie unerwünscht eine pro-ukrainische CDU-Führungsfigur aus russischer Sicht ist.

Staatsduma-Wahl als Referendum über Putins Kriegskurs

Während Deutschland wählte, fanden auch in Russland Wahlen statt – zur Staatsduma, dem russischen Parlament. Die Kremlpartei Einiges Russland gewann erwartungsgemäß deutlich. Eine freie und faire Wahl im westlichen Sinne war dies nicht; der politische Wettbewerb ist in Russland seit Jahren massiv eingeschränkt.

Putin selbst hatte die Wahl im Vorfeld bewusst aufgeladen. In einer Fernsehansprache erklärte er, das Abstimmungsergebnis werde zeigen, dass „Millionen hinter unseren Kämpfern in der Ukraine stehen”. Damit machte er die Parlamentswahl explizit zu einer Abstimmung über seinen Krieg.

  • Das russische Staatsfernsehen meldete die höchste Wahlbeteiligung seit Gründung der Russischen Föderation 1993.
  • Außenminister Sergej Lawrow wertete das Ergebnis als klare Zustimmung für Putins Kurs.
  • Die Kremlpartei Einiges Russland sicherte sich erneut die Mehrheit in der Duma.
  • Opposition und unabhängige Beobachter haben kaum Möglichkeiten, Ergebnisse zu überprüfen oder anzufechten.

Zwei Wahlen, eine Botschaft aus Moskau

Die russische Berichterstattung über beide Wahlvorgänge – die deutschen Landtagswahlen und die eigene Dumawahl – folgt demselben Muster: Alles, was die westliche Unterstützung für die Ukraine schwächt oder infrage stellt, wird als Erfolg gerahmt.

Der Wahlsieg der AfD in Mecklenburg-Vorpommern und die Verluste von Merz’ CDU werden in Moskau als Zeichen einer wachsenden Kriegsmüdigkeit in Deutschland interpretiert. Die eigene Parlamentswahl hingegen dient als Nachweis innenpolitischer Stärke und Geschlossenheit – ungeachtet der demokratischen Defizite, die internationale Beobachter seit Jahren dokumentieren.

Ob die russische Bevölkerung tatsächlich hinter dem Krieg steht oder ob staatliche Mobilisierung und Mediengleichschaltung das Bild verzerren, lässt sich von außen kaum verlässlich beurteilen. Klar ist: Der Kreml nutzt jede Wahl – ob im In- oder Ausland – als Instrument seiner Propagandaerzählung.

Ausblick: Wahlergebnisse mit geopolitischer Wirkung

Die deutschen Wahlergebnisse werden die außenpolitische Debatte in Berlin beeinflussen. Sollten Parteien, die eine restriktivere Ukraine-Politik befürworten, weiter an Gewicht gewinnen, könnte das mittelfristig die deutsche Position innerhalb der NATO und der EU verschieben – eine Entwicklung, die Moskau genau verfolgt.

Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob die russische Dumawahl trotz ihrer eingeschränkten demokratischen Qualität tatsächlich die behauptete Zustimmung der Bevölkerung widerspiegelt oder vor allem eine politische Inszenierung war, die Stabilität nach innen und Entschlossenheit nach außen signalisieren soll.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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