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Schulabschluss fehlt: 65.000 Jugendliche betroffen

Im Schuljahr 2024/25 verließen knapp 65.000 Jugendliche die Schule ohne Schulabschluss – ein Rekordhoch seit 2010. Was das für den Arbeitsmarkt bedeutet.

Redaktion · 12. October 2026, 11:46 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 12.10.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Zahl der Jugendlichen, die die Schule ohne Schulabschluss verlassen, hat im Schuljahr 2024/25 einen neuen Höchststand erreicht. Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts verließen knapp 65.000 Schülerinnen und Schüler die Schule ohne einen grundlegenden Abschluss. Die Zahlen markieren damit den höchsten Stand seit Beginn der vergleichbaren Datenreihe im Schuljahr 2010/11 – und die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt einen besorgniserregenden Trend.

Schulabgänger ohne Abschluss auf Rekordhoch

Der Anstieg vollzieht sich in rasantem Tempo. Im Schuljahr 2022/23 verließen noch rund 56.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Im darauffolgenden Jahr waren es bereits etwa 62.000, und nun wurden im aktuellen Schuljahr knapp 65.000 gezählt. Das entspricht einem Anstieg von rund 16 Prozent innerhalb von nur zwei Jahren.

Seit dem Jahr 2010/11 führt das Statistische Bundesamt eine einheitliche Datenreihe zu diesem Thema. Noch nie war die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss in diesem Zeitraum so hoch wie heute. Die Entwicklung stellt Bildungspolitik, Schulen und Gesellschaft vor erhebliche Herausforderungen.

Folgen für Berufsausbildung und Arbeitsmarkt

Ein fehlender Schulabschluss hat weitreichende Konsequenzen für die Betroffenen. Besonders der Einstieg in eine Berufsausbildung wird erheblich erschwert: Viele Ausbildungsbetriebe setzen zumindest einen Hauptschulabschluss voraus. Ohne diesen Nachweis bleiben zahlreiche Türen verschlossen.

Die Nachteile auf dem Arbeitsmarkt sind langfristig spürbar:

  • Geringere Chancen auf einen Ausbildungsplatz im ersten Anlauf
  • Höheres Risiko für Langzeitarbeitslosigkeit
  • Niedrigere Einkommensperspektiven über das gesamte Erwerbsleben
  • Stärkere Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen

Jugendliche ohne Abschluss starten damit mit einer strukturellen Benachteiligung ins Erwachsenenleben, die sich ohne gezielte Förderung nur schwer überwinden lässt.

Ausländische Jugendliche überproportional betroffen

Die Bundesagentur für Arbeit weist ausdrücklich darauf hin, dass der Anteil ausländischer Jugendlicher unter den Schulabgängern ohne Abschluss überproportional hoch ist. Das deutet auf strukturelle Probleme hin, die über das Bildungssystem allein hinausgehen: Sprachbarrieren, sozioökonomische Benachteiligung sowie unzureichende Förderangebote für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Bildungsexperten fordern seit Jahren eine stärkere individuelle Förderung, mehr Ressourcen für Schulen in sozialen Brennpunkten sowie ein engmaschigeres Netz an Unterstützungsangeboten – von der frühkindlichen Bildung bis hin zu Anschlussmaßnahmen nach dem Schulabgang.

Handlungsdruck auf die Bildungspolitik wächst

Die aktuellen Zahlen erhöhen den Druck auf Bund und Länder, entschlossener zu handeln. Bildung ist in Deutschland Ländersache, was eine einheitliche Reaktion auf bundesweite Trends erschwert. Dennoch sind Programme wie das Startchancen-Programm des Bundes Schritte in die richtige Richtung, um benachteiligte Schulen gezielt zu stärken.

Ohne eine konsequente Trendumkehr droht eine wachsende Gruppe junger Menschen dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu bleiben. Die Rekordzahlen des Schuljahres 2024/25 sind damit nicht nur ein bildungspolitisches Signal – sie sind ein gesamtgesellschaftlicher Weckruf.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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