Stasi-Akten entdeckt: Fluchthelfer Reiner Schubert
Ein Berliner Stromausfall führt einen Reporter zufällig zu geheimen Stasi-Akten über Fluchthelfer Reiner Schubert – ein dramatisches Stück DDR-Geschichte.
Dieses Video wurde am 06.11.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein zufälliger Toilettengang führte BILD-Reporter Peter Hell im Januar 2026 zu einem historischen Fund: In einem unscheinbaren Arbeitszimmer in Seelendorf stieß er auf Dutzende Stasi-Akten des westdeutschen Fluchthelfers Reiner Schubert – eines Mannes, der fast 100 DDR-Bürger in die Freiheit brachte, unter Folter jedoch zerbrochen und zum Verräter geworden war. Die Dokumente beleuchten ein dramatisches Kapitel deutsch-deutscher Geschichte aus der Mitte der 1970er Jahre.
Stromausfall als Auslöser eines historischen Zufallsfunds
Alles begann mit dem großen Stromausfall in Berlin, der nach einem linksterroristischen Anschlag Anfang 2026 weite Teile der Region traf. Reporter Peter Hell war unterwegs, um über die Auswirkungen der Eiseskälte auf die Bevölkerung zu berichten. In Seelendorf klingelte er bei einer älteren Witwe, die sich als eine der wenigen Bewohnerinnen geweigert hatte, ihr Zuhause zu verlassen – entschlossen, gemeinsam mit ihrem Kater die Kälte zu überstehen.
Nach einem halbstündigen Gespräch bat Hell darum, die Toilette aufsuchen zu dürfen. Die Frau schickte ihn den Flur entlang – doch hinter der falschen Tür fand er kein Bad, sondern ein vollständiges Archiv: 30 bis 35 Aktenordner, beschriftet mit dem Kürzel MfS – Ministerium für Staatssicherheit. An den Wänden hingen Bilder und Auszeichnungen. Der Reporter erkannte sofort, welchen Fund er vor sich hatte.
Reiner Schubert: Held, Häftling, Verräter
Die Witwe, Frau Krüger, bestätigte: Die Akten stammten von ihrem im Vorjahr verstorbenen Mann, Reiner Schubert. Dieser hatte in den 1970er Jahren mit seinen Firmen Aramco und Berlinvertrieb systematisch DDR-Bürger – meist Wissenschaftler und Ärzte – gegen Bezahlung in den Westen geschleust. Seine Methoden waren aufwendig und riskant:
- Flüchtige wurden in präparierten Fahrzeugen transportiert, teils im Kofferraum oder in doppelten Böden versteckt.
- Schubert erstellte detaillierte Umlaufpläne für Transitstrecken in die DDR.
- Er kartierte Positionen der Volkspolizei entlang der Grenzübergänge.
- Auf Druck der Stasi fertigte er später Skizzen von BND-Strukturen an.
Durch den Verrat eines Freundes wurde Schubert schließlich verhaftet und in das berüchtigte Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen eingeliefert. Später kam er nach Bautzen, wo er zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde. 1983 wurde er von der Bundesrepublik freigekauft.
Folter, Zusammenbruch und ein Leben danach
Die Akten zeigen, unter welch extremen Bedingungen Schubert in DDR-Haft überlebte. Laut den Dokumenten unternahm er drei Selbstmordversuche, wurde unter Psychopharmaka gesetzt und psychischer Folter ausgesetzt. Zunächst schwieg er – doch die Vernehmungsmethoden der Stasi brachen ihn mit der Zeit.
Reporter Hell betont, das Wort „Verräter” sei in diesem Kontext bewusst in Anführungszeichen zu setzen: „Man merkt, da wäre jeder andere auch zusammengebrochen.” Der geplante Titel der Reportageserie lautet entsprechend: „Der Held, der unter Folter zum Verräter wurde.”
Nach dem Freikauf sprach Schubert öffentlich über das DDR-Unrechtsregime, bewahrte seine persönlichen Akten jedoch jahrzehntelang im Verborgenen. Er hatte verfügt, dass sie nach seinem Tod vernichtet werden sollten.
Akten kommen ins Mauermuseum – Geschichte wird aufgearbeitet
Frau Krüger entschied sich anders: Sie erlaubte Hell und seinem Kollegen Johannes Schmitz, die Dokumente vollständig zu sichten und aufzuarbeiten. Anschließend sollen die Akten dem Mauermuseum am Checkpoint Charlie übergeben werden, das ihre Aufnahme bereits zugesagt hat.
Die Geschichte wird in einer dreiteiligen Reportageserie sowie in einem Podcast aufbereitet, der überall verfügbar ist, wo Podcasts angeboten werden. Veröffentlicht wird sie bewusst rund um den 9. November – den Jahrestag des Mauerfalls.
Der Fall Reiner Schubert steht exemplarisch für die perfiden Methoden der Staatssicherheit im Kalten Krieg und dafür, wie ein System Menschen brechen kann. Zugleich ist er ein Beleg dafür, dass investigativer Journalismus manchmal dort beginnt, wo man ihn am wenigsten erwartet – hinter der falschen Tür eines Flurs in einem kleinen Dorf.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.