Dieses Video wurde am 07.05.2026 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die 170. Steuerschätzung bringt schlechte Nachrichten für öffentliche Kassen in Deutschland. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil stellte die Ergebnisse am 7. Mai 2026 in Berlin vor: Bund, Länder und Gemeinden müssen für das laufende Jahr mit rund 11 Milliarden Euro geringeren Steuereinnahmen rechnen als noch im Oktober 2025 prognostiziert. Als zentralen Treiber dieser Entwicklung benennt Klingbeil unmissverständlich den Irankrieg, der durch Donald Trump ausgelöst worden sei und die deutsche Wirtschaft innerhalb kürzester Zeit spürbar belaste.
Geringere Einnahmen auf allen staatlichen Ebenen
Für das Jahr 2026 erwartet der Arbeitskreis Steuerschätzung Gesamteinnahmen von rund 999 Milliarden Euro, für 2027 werden 1.033 Milliarden Euro prognostiziert. Gegenüber der Schätzung vom Oktober 2025 bedeutet das Mindereinnahmen von 11 Milliarden Euro in 2026 und rund 9 Milliarden Euro in 2027.
Der Rückgang zieht sich durch alle staatlichen Ebenen. Für den Bund werden Mindereinnahmen von rund 5 Milliarden Euro in 2026 und gut 2 Milliarden Euro in 2027 erwartet. Die Länder verzeichnen geringere Einbußen, während die Gemeinden besonders hart getroffen sind – vor allem durch unerwartet niedrige Gewerbesteuereinnahmen.
Besonders stark betroffen sind laut Staatssekretär Dr. Steffen Meierer die Körperschaftssteuer, die veranlagte Einkommensteuer sowie die Gewerbesteuer – allesamt Bereiche, die unmittelbar auf die verschlechterte Konjunkturlage reagieren.
Irankrieg als wirtschaftlicher Schock
Klingbeil betonte mehrfach, dass der Irankrieg und die daraus resultierende Energiepreisschocksituation die positive wirtschaftliche Dynamik, die sich noch zu Jahresbeginn abzeichnete, vorerst ausgebremst hätten. Die Wachstumsprognose für 2026 wurde von rund 1 Prozent auf 0,5 Prozent gesenkt.
- Lieferketten sind durch den Konflikt gestört
- Die Straße von Hormus als wichtige Energieroute ist betroffen
- Unternehmen berichten von wachsender Planungsunsicherheit
- Der Konsumrückgang drückt zusätzlich auf die Steuereinnahmen
- Europäische Finanzminister teilen die Sorgen Deutschlands
Klingbeil wies ausdrücklich darauf hin, dass der Staat kein Krisengewinner sei. Zwar steige der Steuerertrag pro Liter Benzin und Diesel, doch werde insgesamt weniger getankt – und damit seien die Gesamteinnahmen aus der Energiesteuer rückläufig.
Kommunen und Bundeshaushalt unter Druck
Besondere Sorge bereitet der Bundesregierung die finanzielle Lage der Kommunen. Um gegenzusteuern, wurde im April das sogenannte Länder- und Kommunalentlastungsgesetz im Kabinett verabschiedet, das Länder und Kommunen um rund eine Milliarde Euro jährlich entlastet. Zusätzlich sollen die Kommunen von den 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen profitieren, um Investitionsstaus in Infrastruktur, Bildung und Digitalisierung aufzulösen.
Für den Bundeshaushalt 2027 erhöht die aktuelle Steuerschätzung den Konsolidierungsdruck um rund eine Milliarde Euro. Klingbeil erklärte, dass für einen Teil der Ausfälle bereits Vorsorge getroffen worden sei, weshalb sich der Zusatzbedarf in Grenzen halte. Der Regierungsentwurf für den Haushalt 2027 soll am 6. Juli 2026 im Bundeskabinett beschlossen werden.
Steuerreform und weiteres Vorgehen
Klingbeil bekräftigte seinen Plan, in den kommenden Wochen ein Konzept zur Einkommenssteuerreform vorzulegen. Diese soll kleine und mittlere Einkommen entlasten und dabei aufkommensneutral gestaltet sein – das heißt, Entlastungen nach unten sollen durch höhere Beiträge von Spitzenverdienern gegenfinanziert werden. Zur Frage einer möglichen Ausnahme von der Schuldenbremse äußerte sich der Minister zurückhaltend: Derzeit sei kein entsprechender Beschluss geplant, die Lage werde aber weiter beobachtet.
Auf europäischer Ebene warb Klingbeil weiterhin für eine Übergewinnsteuer, die Unternehmen mit Krisengewinnen stärker zur Finanzierung der Krisenfolgen heranziehen soll. Die Unterstützung in der EU-Kommission wachse, eine Mehrheit sei aber noch nicht erreicht. Deutschland steht vor der zentralen Aufgabe, durch Investitionen, Strukturreformen und Haushaltskonsolidierung wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückzufinden – eine Herausforderung, die angesichts der anhaltenden internationalen Unsicherheiten alles andere als einfach ist.
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