Wednesday, 14. October 2026
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Donezk

Swjatohirsk: Putins Lüge über Russlands Kontrolle

Russland behauptete, Swjatohirsk unter Kontrolle zu haben – ein Vor-Ort-Bericht widerlegt Putins Propaganda. Was sich wirklich in der Stadt abspielt.

Redaktion · 13. October 2026, 14:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 13.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Swjatohirsk in der Region Donezk soll laut Wladimir Putin unter russischer Kontrolle stehen. Doch Recherchen vor Ort zeigen ein anderes Bild: Kein einziger russischer Soldat ist in der Stadt zu finden. Der Kremlchef hatte noch vor wenigen Wochen öffentlich verkündet, seine Truppen hätten die hart umkämpfte Stadt eingenommen. Ein Reporterbesuch in Swjatohirsk widerlegt diese Behauptung – und wirft erneut grundlegende Fragen über das Ausmaß russischer Kriegspropaganda auf.

Gefährlicher Weg in eine scheinbar ruhige Stadt

Nicht die Stadt selbst ist das größte Risiko, sondern der Weg dorthin. Entlang der Zufahrtsstraßen schützen nur dünne Tarnnetze vor russischen Drohnenangriffen. Drohnentracker sind für Journalisten auf dieser Route unverzichtbare Begleiter.

Hat man Swjatohirsk erst einmal erreicht, wirkt die Stadt beinahe friedlich – ein merkwürdiger Kontrast zur offiziellen Kriegsrhetorik aus Moskau. Von einer russischen Besatzung ist nichts zu sehen. Die Straßen sind leer, doch der Alltag der verbliebenen Bewohner ist von einem ständigen Hintergrundgeräusch geprägt: dem Summen von Drohnen und dem dumpfen Grollen ferner Explosionen.

Das Kloster als Symbol des Durchhaltens

Das rund 200 Jahre alte orthodoxe Kloster von Swjatohirsk steht noch – seine Mauern tragen Einschusslöcher als stille Zeugen des Krieges. Doch von russischen Soldaten fehlt jede Spur. Pater Sergei, ein 38-jähriger Priester der russisch-orthodoxen Kirche, begleitet Besucher durch das Gotteshaus.

Obwohl seine Kirche als moskautreu gilt, bezieht Pater Sergei eine klare, unpolitische Haltung: Er wünscht sich weder Sieger noch Verlierer, sondern schlicht das Ende des Krieges. „Wir hören jeden einzelnen Tag die Drohnen und auch die Explosionen von Bomben”, sagt er, „aber das ist fast schon Alltag, Routine für uns geworden.”

Die Gemeinde versorgt sich weitgehend selbst:

  • Strom wird über Generatoren erzeugt
  • Trinkwasser stammt aus eigenen Brunnen
  • Zum Kochen wird Holz verfeuert
  • Vor dem Krieg pilgerten bis zu 5.000 Menschen täglich hierher – heute sind es nur noch wenige Gemeindemitglieder

Russlands Propaganda und die Realität vor Ort

Das russische Militär hatte Swjatohirsk kurz nach Kriegsbeginn für einige Monate besetzt, wurde dann jedoch von ukrainischen Streitkräften vertrieben. Seitdem ist es Russland laut übereinstimmenden Beobachtungen nicht gelungen, die Stadt zurückzuerobern – trotz gegenteiliger Behauptungen aus dem Kreml.

Putins öffentliche Siegesmeldung entbehrt damit jeder Grundlage. Bemerkenswert ist dabei, dass der Kremlchef offenbar selbst von seinen eigenen Generälen mit Falschinformationen versorgt wird – ein Phänomen, das in autoritären Militärstrukturen keine Seltenheit ist.

Eine Sprecherin einer ukrainischen Brigade bestätigte, dass sich ein Großteil der Soldaten aus dem Stadtzentrum zurückgezogen hat. Einzelne Einheiten sollen jedoch noch präsent sein – mutmaßlich in unterirdischen Positionen, versorgt durch Bodendrohnen. Sichtbare ukrainische Truppenpräsenz ist in der Stadt kaum auszumachen.

Propaganda als Kriegsmittel auf beiden Seiten

Der Ukraine-Krieg wird nicht nur auf dem Schlachtfeld geführt. Gezielte Falschmeldungen, Propaganda und Desinformation gehören auf beiden Seiten zum strategischen Repertoire. Doch der Fall Swjatohirsk zeigt besonders deutlich, wie weit die russischen Erfolgsmeldungen von der Realität abweichen können.

Die Brücke über den Fluss Siwerski Donez, die in die Stadt führt, hat zwar Schäden durch Beschuss erlitten, ist aber weitgehend intakt – auch sie ein Zeichen dafür, dass der russische Vormarsch in dieser Region weit hinter den propagandistisch verkündeten Zielen zurückbleibt. Pater Sergei betet unterdessen für bessere Zeiten. Wann diese kommen, bleibt offen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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