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Tabaksteuererhöhung: Raucher denken nicht ans Aufhören

Die geplante Tabaksteuererhöhung lässt Zigarettenpreise steigen – doch die meisten Raucher wollen trotzdem nicht aufhören. Was Passanten dazu sagen.

Redaktion · 15. October 2026, 08:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 15.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die nächste Tabaksteuererhöhung rückt näher – und mit ihr deutlich höhere Preise für Zigaretten. Doch schreckt das Raucher wirklich vom Griff zur Schachtel ab? Eine Umfrage auf der Straße zeigt: Die meisten Betroffenen denken nicht daran, das Rauchen aufzugeben, egal wie teuer die Packung wird. Gleichzeitig streiten Befragte darüber, ob die Steuererhöhung tatsächlich dem Gesundheitsschutz dient oder schlicht dem Füllen der Staatskassen.

Tabaksteuer: Gesundheitsschutz oder Abzocke?

Die Meinungen über den Sinn der geplanten Steuererhöhung auf Tabak sind gespalten. Kritiker sehen darin vor allem einen weiteren Versuch des Staates, Einnahmen zu steigern – ähnlich wie bei der Zuckersteuer. „Da werden bloß die Steuerkassen mitgefüllt, und für wen? Für uns nicht”, bringt es ein Befragter auf den Punkt.

Auf der anderen Seite gibt es durchaus Stimmen, die eine höhere Besteuerung grundsätzlich begrüßen – vor allem von Menschen, die selbst nicht mehr rauchen. Ein ehemaliger Raucher, der nach eigenen Angaben seit sieben Jahren rauchfrei ist, zeigt sich unbeeindruckt: „Tabaksteuer kann ruhig höher werden, meinetwegen. Weil die Leute nichts für ihre Gesundheit tun.”

Besonders deutlich wird die Skepsis gegenüber dem staatlichen Motiv: Viele Befragte glauben nicht, dass Gesundheitsargumente im Vordergrund stehen, sondern vermuten fiskalische Interessen hinter der Maßnahme.

Raucher bleiben standhaft – trotz steigender Preise

Was die Befragung besonders deutlich zeigt: Preiserhöhungen allein bringen kaum jemanden dazu, mit dem Rauchen aufzuhören. Die Antworten auf die Frage, ob die höheren Kosten zu einem Rauchstopp führen würden, sprechen eine klare Sprache:

  • „Auf gar keinen Fall.”
  • „Nein, also deswegen nicht.”
  • „Egal wie hoch es geht – ja, werde ich weitermachen.”
  • „Nee, ist nicht in Planung.”
  • „Hoffentlich schon, aber deswegen auf jeden Fall nicht.”

Nur eine einzige Person gab an, mit ihrer letzten Schachtel aufhören zu wollen – allerdings unabhängig vom Preis. Diese Resistenz gegenüber Preissignalen ist kein neues Phänomen: Schon frühere Steuererhöhungen, etwa als eine Schachtel die Marke von fünf D-Mark überschreiten sollte, hatten kaum nachhaltige Wirkung auf das Rauchverhalten.

Ausweichen statt Aufhören: Polen und andere Alternativen

Statt das Rauchen aufzugeben, denken viele Befragte lieber über Alternativen zum teuren Kauf in Deutschland nach. Ein besonders häufig genannter Ausweg: Zigaretten im benachbarten Ausland kaufen, etwa in Polen, wo Tabakwaren deutlich günstiger sind.

„Na, ich würde, wenn ich rauchen würde, nach Polen fahren”, sagt ein Befragter – und bekommt direkte Zustimmung aus der Runde. Andere erwähnen, man könne Zigaretten schlicht „woanders kaufen”. Diese Reaktion zeigt, dass Grenzpendler und Einkaufstourismus bei Tabakwaren durch nationale Steuererhöhungen eher zunehmen dürften.

Damit stellt sich die Frage, inwiefern eine rein nationale Steuererhöhung überhaupt ihre gesundheitspolitische Wirkung entfalten kann, wenn günstigere Bezugsquellen im EU-Ausland leicht erreichbar bleiben.

Rauchverbote wirksamer als Preisdruck

Ein besonders aufschlussreicher Kommentar stammt von einem Befragten, der die bisherigen politischen Maßnahmen vergleicht: Rauchverbote in Innenräumen hätten das Rauchverhalten deutlich stärker beeinflusst als Preiserhöhungen. „Gesetze, dass man nicht mehr drinnen rauchen darf, waren wesentlich wirkungsvoller. Der Raucher hört nicht auf”, lautet sein Fazit.

Diese Einschätzung deckt sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen: Verhaltensändernde Maßnahmen wie Rauchverbote, Warnbilder und Aufklärungskampagnen gelten in der Forschung als effektiver als reine Preiserhöhungen, insbesondere bei langjährigen Rauchern mit starker Abhängigkeit.

Die geplante Tabaksteuererhöhung dürfte dem Staat zuverlässig Mehreinnahmen sichern – ob sie jedoch einen spürbaren Beitrag zur Senkung der Raucherquote in Deutschland leisten wird, bleibt nach aktuellem Bild der öffentlichen Meinung fraglich. Die politische Debatte darüber, welche Instrumente den Tabakkonsum wirklich reduzieren, ist damit längst nicht abgeschlossen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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