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Energieaktien

Tech-Aktien im Abverkauf: Was Anleger jetzt tun

Tech-Aktien verlieren massiv, Halbleiterwerte wie SK Hynix und Samsung brechen ein. Welche Sektoren jetzt profitieren und wie Anleger ihr Depot absichern.

Redaktion · 15. October 2026, 11:22 Uhr · 5 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 15.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Tech-Aktien-Abverkauf nimmt an den internationalen Börsen zunehmend Fahrt auf. Halbleiterwerte wie SK Hynix, Samsung Electronics, SanDisk und Western Digital haben seit ihren Jahreshochs zwischen 40 und über 50 Prozent an Wert verloren. Während der breite Markt unter Druck steht, zeichnen sich gleichzeitig klare Gewinnersektoren ab – und für aufmerksame Anleger eröffnen sich konkrete Absicherungsstrategien.

S&P 500 und Nasdaq: Technische Warnsignale häufen sich

Der S&P 500 bewegt sich seit August weitgehend seitwärts und pendelt im Zwei-Stunden-Chart zwischen 7.600 und 7.800 Punkten. Auf Futures-Basis haben die Indikatoren bereits auf Verkauf gedreht, und der Index notiert unter dem GD200. Bis zur nächsten Unterstützungslinie besteht noch ein Rückgangspotenzial von rund 2 Prozent – darunter könnte es jedoch weitere 5 Prozent oder mehr nach unten gehen.

Ähnlich angespannt ist das Bild beim Nasdaq: Nach einem Ausbruch über frühere Hochs folgte rasch ein Rückfall darunter – ein klassisches bärisches Signal. Als kritische Marke gilt die 28.000-Punkte-Zone. Die Advance-Decline-Line hatte bereits seit Wochen eine negative Divergenz zum steigenden S&P gezeigt, die sich nun in fallenden Kursen manifestiert. Der DAX hingegen präsentiert sich vergleichsweise stabil, dürfte sich einem weiteren US-Rückgang auf Dauer aber kaum entziehen.

Weitere Indikatoren bestätigen das Bild:

  • Der McClellan-Indikator verharrt im Verkaufsmodus
  • Weniger als 50 Prozent der S&P-Aktien notieren über der 200-Tage-Linie
  • Der kurzfristige Volatilitätsindex (9-Tage-VIX) ist deutlich angestiegen
  • Ein VIX-Anstieg über 20 (30-Tage) würde ein weiteres Warnsignal darstellen
  • Anleiherenditen fielen parallel zu den Kursen – ein zunächst stabilisierendes Signal

Sektorrotation: Energie und defensive Werte übernehmen die Führung

Auf Sektorebene vollzieht sich eine deutliche Sektorrotation. Während der Technologie-ETF XLK innerhalb von fünf Tagen fast 5 Prozent verlor und damit den gesamten S&P nach unten zog – der Technologiesektor ist mit rund 40 Prozent im Index gewichtet –, legen Energie- und Defensivwerte zu.

Der Energiesektor-ETF XLE profitiert von der geopolitischen Lage sowie vom wachsenden Energiebedarf, den vor allem der KI-Boom mit sich bringt. Auf Monatssicht gehören außerdem Gesundheitsaktien (XLV) und Konsumgüter-Basisbedarf (XLP) – darunter Werte wie Walmart, Costco und PepsiCo – zu den relativen Gewinnern. Einzelne Titel wie Iberdrola oder Zürich Versicherung bieten laut Analyse klassische Ausbruchs-Setups mit attraktiven saisonalen Mustern. Bei der Zürich Versicherung etwa stieg die Aktie in 96 Prozent der vergangenen 25 Jahre zwischen Mitte Oktober und Weihnachten – im Schnitt um 14 Prozent.

Der Halbleiter-ETF SOXX sowie der DRAM-ETF für Speicheraktien zeigen dagegen keine Anzeichen einer Trendwende. Vom Hoch im Juni beträgt der Rückgang beim DRAM-ETF noch immer rund 40 Prozent, und neue Tiefs sind nicht auszuschließen, da die Bewertungen vieler Titel weiterhin ambitioniert erscheinen.

Optionsscheine absichern: Mentale Stops und Put-Spreads

Bei volatilen Märkten stellen sich viele Anleger die Frage nach der richtigen Absicherungsstrategie. Physische Stop-Loss-Orders bei Optionsscheinen sind problematisch, da Tagesschwankungen von 50 bis 70 Prozent keine Seltenheit sind. Sinnvoller ist der Einsatz sogenannter mentaler Stops: Wird eine Stopp-Marke ausgelöst, prüft der Anleger am nächsten Handelstag, ob die Bedingung noch gültig ist – und verkauft erst dann. Alarm-Funktionen per SMS oder E-Mail, die nahezu alle modernen Broker und Plattformen anbieten, unterstützen diesen Ansatz.

Ergänzend empfiehlt sich konsequentes Moneymanagement: Bei einem Konto von 100.000 Euro sollten nicht mehr als 1 Prozent des Kapitals in einen einzelnen Schein fließen. Selbst ein Stop-Verlust von 50 Prozent auf diese Position bedeutet dann lediglich 500 Euro – ein Betrag, der die Jahresperformance nicht gefährdet.

Zur Depotabsicherung eignen sich derzeit Put-Spreads auf den S&P 500. Ein 7.600/7.400-Discount-Putschein bietet bei einem Einstiegskurs von rund 45 Cent ein Gewinnpotenzial von 200 bis 250 Prozent, sofern der Index zum Fälligkeitstag unter 7.400 Punkte fällt. Aggressivere 7.200/7.000-Puts kosten nur rund 18 Cent, zahlen aber bis zu 180 Euro aus – ein Gewinnpotenzial von etwa 900 Prozent im Absicherungsfall. Beide Instrumente funktionieren wie eine Versicherungsprämie: Sie kosten Geld, wenn der Markt steigt, schützen aber das Depot bei einem stärkeren Rückfall.

Ausblick: Neubewertung im Tech-Sektor noch nicht abgeschlossen

Die aktuelle Marktkorrektur ist in erster Linie eine Bewertungsanpassung im Technologiesektor und kein breit angelegter Abverkauf aller Assetklassen. Für Anleger bedeutet das: Defensive Sektoren wie Energie, Gesundheit und Basiskonsum bieten kurzfristig stabilere Chancen, während Halbleiter und Wachstumstitel vorerst mit weiteren Rücksetzern rechnen müssen. Wer sein Depot mit Put-Spreads absichert, ein diszipliniertes Moneymanagement verfolgt und Gewinne bei Annäherung an Kursziele konsequent teilweise realisiert, ist für das aktuelle Marktumfeld gut aufgestellt. Eine Entspannung bei Technologiewerten ist erst dann zu erwarten, wenn die Bewertungen nachhaltig korrigiert haben und die Marktbreite wieder zunimmt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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