Trumps Pressesprecherin scheitert nach fünf Tagen
Katie Sageria scheiterte als Pressesprecherin im Weißen Haus nach nur fünf Tagen – ein desaströser Auftritt und Trumps Ungeduld besiegelten ihr schnelles Ende.
Dieses Video wurde am 19.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die neue Pressesprecherin des Weißen Hauses, Katie Sageria, hat ihren Job nach nur fünf Tagen wieder verloren. Damit unterbietet sie den bisherigen Rekord von Anthony Scaramucci, der 2017 nach elf Tagen als Sprecher unter Donald Trump entlassen wurde. Sagerias holpriger Einstand, ein sichtlich überfordernder Auftritt vor laufenden Kameras und offenbar Trumps geringe Geduld führten zu einem abrupten Ende – just 17 Tage vor den US-Midterm-Wahlen.
Ein desaströser Auftritt vor der Presse
Von Beginn an stand Sageria unter Beobachtung. Amerikanische TV-Kommentatorinnen und -Kommentatoren zweifelten öffentlich daran, ob sie auf Grundlage ihrer Qualifikationen oder ihres Äußeren ausgewählt worden sei. Ihre Presseauftritte hinterließen einen verheerenden Eindruck: unvorbereitet, nervös und mit sprachlichen Patzern gespickt. Besonders peinlich wirkte ein Versprecher, bei dem sie Trump versehentlich als „meinen Ehemann” bezeichnete.
Hinzu kam ein gravierendes Glaubwürdigkeitsproblem: Sageria hatte nach Medienberichten vorgegeben, als Anwältin zugelassen zu sein – tatsächlich war sie durch das Staatsexamen gefallen. Ihre öffentliche Verteidigungsstrategie zu diesem Vorwurf scheiterte ebenfalls spektakulär. In der Presse fiel das Urteil eindeutig: „katastrophal”.
Trump beendet die Zusammenarbeit persönlich
Trump selbst hatte Sageria bei ihrer Vorstellung noch in höchsten Tönen gelobt: „Sie wird einen fantastischen Job machen”, kündigte er an. Nur wenige Tage später sah die Bilanz vollkommen anders aus. Nach dem missglückten Auftritt wandte sich Trump eigenen Aussagen zufolge direkt an sie und fragte, ob sie den Job noch wolle.
Dabei gab er sich öffentlich fürsorglich: „Du brauchst das doch nicht”, soll er ihr gesagt haben. Gleichzeitig schob er die Schuld auf die Presse: „Katie wurde von der Presse sehr, sehr schlecht behandelt, sehr unfair.” Kurz darauf war der Rausschmitt offiziell – nach nur fünf Tagen im Amt.
Rekord gebrochen: Kürzeste Amtszeit im Weißen Haus
Mit Sagerias Abgang wurde ein unrühmlicher Rekord aufgestellt. Die bisherige Bestmarke hielt Anthony Scaramucci, der 2017 als Kommunikationsdirektor im Weißen Haus nach elf Tagen abgelöst wurde. Nach Sagerias Aus meldete sich Scaramucci in den sozialen Medien zu Wort:
- „Rekorde sind zum Brechen da”, schrieb er – aber ohne Häme.
- Ausdrücklich erklärte er, sich nicht über das Leid anderer lustig machen zu wollen.
- Sein Posting wurde vielfach als ironischer Kommentar zur Fluktuation im Trump-Umfeld gewertet.
Die kurze Amtszeit Sagerias reiht sich in ein Muster häufiger Personalwechsel im Weißen Haus ein, das Trumps gesamte bisherige Amtszeit geprägt hat.
Signal vor den Midterms: Kein Platz für Schwäche
Der Zeitpunkt des Rauswurfs ist politisch bedeutsam. Nur 17 Tage vor den Midterm-Wahlen lässt sich die Trump-Administration offenbar keine Ablenkung durch interne Schwächen leisten. Das abrupte Ende Sagerias sendet eine klare Botschaft: Wer öffentlich nicht liefert, wird umgehend ersetzt.
Beobachter werten den Vorfall als Zeichen einer angespannten Lage im Weißen Haus. In der heißen Phase des Wahlkampfes duldet Trump keine Akteure, die seiner Außenwirkung schaden könnten. Wer die Kommunikation für den mächtigsten Mann der Welt übernimmt, steht von der ersten Minute an unter extremem Druck – und hat offenbar kaum Zeit, sich einzuarbeiten. Die Frage, wer Sagerias Nachfolge antritt und ob diese Person die nötige Belastbarkeit mitbringt, dürfte Washington in den kommenden Tagen beschäftigen.
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