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China-Diplomatie

Ukraine-Gespräche in China: Prestige für Putin

Treffen von Trump, Putin und Xi ohne die Ukraine: ntv-Korrespondent Reiner Munz erklärt, warum solche Gespräche vor allem Putin nützen und wenig lösen.

Redaktion · 19. October 2026, 18:12 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 19.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Mögliche Ukraine-Gespräche in China zwischen den USA, Russland und China wären nach Einschätzung von ntv-Russlandkorrespondent Reiner Munz vor allem ein Prestigegewinn für Wladimir Putin — und keine echten Friedensverhandlungen. Denn ein zentrales Element fehlt: die Ukraine selbst sitzt nicht mit am Tisch. Damit bleiben grundlegende Fragen über Kriegsziele und ein mögliches Kriegsende unbeantwortet.

Drei Präsidenten, aber ohne den Angegriffenen

Die Konstellation ist ungewöhnlich: Donald Trump, Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping würden über ein Ende des Krieges sprechen — während die Ukraine außen vor bleibt. Selbst Kreml-Sprecher Dmitri Peskow räumte ein, dass der Ukrainekrieg ohne die Ukraine nicht beendet werden könne.

Was ein solches Treffen leisten könnte, ist begrenzt: Die drei Präsidenten könnten allenfalls ihre Vorstellungen davon austauschen, wie ein Kriegsende aussehen soll. Von echten Verhandlungen ist das weit entfernt. Dazu müssten mindestens die Ukraine und die europäischen Partner am Tisch sitzen.

Putin hatte seit Beginn der US-Amtszeit Trumps gehofft, dass Washington genug Druck auf die Ukraine und die Europäer ausüben könnte, um den Krieg zu russischen Bedingungen zu beenden. Ähnliche Hoffnungen könnten nun an ein Treffen in China geknüpft werden.

Was will Putin wirklich?

Eine der zentralen Unbekannten des gesamten Konflikts bleibt die Frage nach den tatsächlichen Kriegszielen des Kremls. Zu Beginn des Krieges war das Ziel noch klar formuliert: Russland wollte eine politisch abhängige Ukraine — ein Land, das sich ähnlich verhält wie Belarus und sich dem Einfluss Moskaus unterwirft.

Heute wird in vielen Berichten der Fokus auf territoriale Forderungen gelegt, insbesondere auf den Donbas. Munz hält diese Verengung auf reine Gebietsfragen für zu simpel. Die eigentlichen Ziele Putins seien auch innerhalb Russlands nicht vollständig klar.

Selbst eine Eroberung löst nichts

Ein weiteres Problem: Selbst wenn Russland die Ukraine militärisch vollständig einnehmen würde, wäre damit kein stabiler Frieden erreicht. Die ukrainische Bevölkerung ist mehrheitlich gegen Russland eingestellt — das ist eine politische Realität, die sich nicht durch militärische Gewalt aufheben lässt.

Die Folgen einer vollständigen Besatzung wären gravierend:

  • Russland müsste das Land mit Hunderttausenden Soldaten dauerhaft besetzt halten.
  • Permanenter bewaffneter Widerstand und Anschläge wären wahrscheinlich.
  • Eine politische Stabilisierung unter russischer Kontrolle wäre kaum möglich.
  • Die internationale Isolation Russlands würde sich weiter vertiefen.

Ein militärischer Sieg wäre also kein politischer Sieg — das ist die Einschätzung, die auch aus Moskauer Kreisen zu hören ist.

Ohne klare Kriegsziele kein Ende in Sicht

Solange die wahren Ziele des Kremls im Dunkeln bleiben, ist ein nachhaltiges Kriegsende kaum vorstellbar. Gespräche zwischen Washington, Moskau und Peking mögen symbolischen Wert haben und das diplomatische Profil aller drei Seiten stärken — einen echten Durchbruch können sie nicht erzielen.

Für Putin hätte ein solches Treffen dennoch einen klaren Nutzen: Es würde ihn als gleichrangigen Gesprächspartner der beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt positionieren und damit internationale Isolation konterkarieren. Der eigentliche Friedensprozess aber müsste einen anderen Weg nehmen — einen, der Kyjiw und die europäischen Verbündeten einbezieht. Bis dahin bleibt der Konflikt in einer diplomatischen Sackgasse.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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