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Ausländerwahlrecht

Rot-Rot-Grün in Berlin: Koalition unter Kritik

Eine mögliche Rot-Rot-Grüne Koalition in Berlin sorgt für Debatten: Enteignungspläne, Ausländerwahlrecht und Investitionsklima stehen im Mittelpunkt der Kritik.

Redaktion · 19. October 2026, 18:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 19.10.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In Berlin stehen SPD und Grüne vor der Entscheidung, Koalitionsverhandlungen mit der Linken aufzunehmen. Das mögliche Rot-Rot-Grüne Bündnis steht im Zentrum heftiger politischer Debatten – unter anderem wegen geplanter Enteignungen von Wohnungskonzernen, der Einführung eines Ausländerwahlrechts ab fünf Jahren Aufenthalt und den möglichen Auswirkungen auf das Investitionsklima in der Hauptstadt. Kritiker sehen das Programm als wirtschaftspolitisch riskant und gesellschaftlich spaltend.

Schlechtes Signal für ausländische Investoren

Ausgerechnet zeitgleich mit einem großen Investitionsgipfel in Berlin, zu dem über 200 Unternehmenschefs aus aller Welt erwartet werden, stimmen SPD und Grüne über den Beginn von Koalitionsverhandlungen mit der Linken ab. Für viele Beobachter ist das ein denkbar ungünstiges Timing.

Deutschland ist auf ausländisches Kapital angewiesen: Marode Brücken, sanierungsbedürftige Infrastruktur und ambitionierte staatliche Programme erfordern massive Investitionen. Zahlreiche internationale Investoren signalisieren grundsätzlich Bereitschaft, Milliardensummen in Deutschland zu investieren.

Ein Berliner Senat, der gleichzeitig Enteignungen plant und internationalen Kapitalgebern damit faktisch signalisiert, ihr Geld sei nicht willkommen, sendet das gegenteilige Signal – gerade dann, wenn der Bund händeringend nach Finanzierungspartnern sucht.

Enteignungen: Milliarden für keine neue Wohnung

Die Linke kalkuliert für die geplante Verstaatlichung von rund 150.000 Wohnungen Entschädigungszahlungen von etwa 16 Milliarden Euro. Der entscheidende Einwand der Kritiker: Mit diesem Geld würde keine einzige neue Wohnung entstehen.

Berechnungen zufolge ließen sich mit 16 Milliarden Euro stattdessen bis zu 40.000 bis 55.000 neue Sozialwohnungen in Berlin bauen – rund ein Drittel der zur Verstaatlichung vorgesehenen Einheiten. Das würde die Wohnungsnot spürbar lindern.

  • 16 Milliarden Euro Entschädigungskosten für bereits bestehende Wohnungen
  • 0 neue Wohnungen entstehen durch die Verstaatlichung
  • 40.000–55.000 Neubauten wären alternativ finanzierbar
  • Mieteinnahmen müssten zur Schuldentilgung herangezogen werden
  • Sanierungsrücklagen würden dadurch wegfallen

Da die aufgenommenen Schulden verzinst werden müssen, drohen die Mieteinnahmen der verstaatlichten Bestände größtenteils für den Schuldendienst aufgebraucht zu werden – statt für dringend nötige Sanierungen. Das Wohnungsproblem bliebe damit strukturell ungelöst.

Ausländerwahlrecht und gesellschaftliche Spannungen

Ein weiterer strittiger Punkt im Sondierungspapier ist die geplante Einführung eines Wahlrechts für alle Berliner Einwohner ab fünf Jahren Aufenthalt – unabhängig von der Staatsbürgerschaft, also auch für EU-Ausländer und Asylbewerber.

Kritiker argumentieren, dass damit unterschiedliche Interessenlagen aufeinandertreffen: Zugewanderte, die dauerhaft in Berlin bleiben möchten, haben naturgemäß andere Prioritäten als Bundesbürger, die die Kosten der Sozialsysteme tragen. Hinzu kommt, dass der geplante Senat laut Sondierungspapier Berlin als bevorzugten Zufluchtsort für Geflüchtete positionieren will – bei ohnehin schon angespanntem Wohnungsmarkt.

Die Befürchtung: Ohne mehr Wohnraum, aber mit weiter steigender Nachfrage durch Zuwanderung und dem gleichzeitigen Verzicht auf Neubauten könnten die innenpolitischen Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen deutlich zunehmen.

Versuchslabor für eine bundesweite Linkskoalition?

Beobachter sehen in den Berliner Koalitionsverhandlungen auch ein strategisches Motiv: Sowohl SPD als auch Grüne auf Bundesebene verfolgen die Entwicklungen mit Interesse, ohne aktiv gegenzusteuern. Parallel entsteht in Mecklenburg-Vorpommern unter Manuela Schwesig ebenfalls ein rot-rot-grünes Bündnis – allerdings eines, das als deutlich moderater gilt.

Sollte Manuela Schwesig einmal als SPD-Kanzlerkandidatin antreten, böte eine solche Koalitionskonstellation die einzige realistische Machtoption jenseits von Schwarz-Rot. Berlin würde in diesem Szenario als Test dienen – ob das Modell dort funktioniert oder scheitert, dürfte die bundespolitische Debatte über Rot-Rot-Grün maßgeblich prägen. Angesichts der weitreichenden Pläne beim Wohnungsmarkt und beim Wahlrecht halten Skeptiker ein Scheitern in Berlin für wahrscheinlicher als im ruhigeren Nordosten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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